18. Februar 2012: Besuch der wiedereröffneten
Museumssammlung im Paläontologischen Institut der Universität Tübingen.Sonderführung
mit dem NKV
Ein besonderer Leckerbissen
erwartet Fossilienfreunde, Hobbygeologen und Naturkundler am 18.02.12. Der
Naturkundeverein bietet eine Führung in der neu gestalteten Ausstellung des
Paläontologischen Instituts der Universität Tübingen an. Philipe Havlik, der
Custos der Sammlung, erwartet die Interessenten aus dem ostwürttembergischen
Raum zu einer Sonderführung am Samstagnachmittag.
Das Angebot kam durch besondere Beziehungen der Geologie-AG des NKV und der
Ostalbgeologen mit den Tübinger Paläontologen zustande.
Es war Friedrich August Quenstedt, der berühmte Juraforscher, der bereits
vor 150 Jahren mit einer unvergleichlichen Intensität die Sammlung aufbaute.
Ihm ist auch der Quenstedt-Saal mit seinen besonderen Glanzstücken aus
Württemberg gewidmet. Immerhin lagern heute über 1 Million Fossilien aus
allen Erdschichten in Tübingen. Darunter beispielsweise 2.000 Fossilien, die
Architekt Hans Schöne einst in den Arietenkalk-Steinbrüchen um Schwäbisch
Gmünd sammelte. Oder auch die Stachelhäuter-Fauna von Schechingen, die
neulich in Schwäbisch Gmünd zu sehen war. Sie lagern größtenteils in
Magazinen, in die ebenfalls ein Blick geworfen werden kann.
Nach Quenstedt war es der Wirbeltierpaläontologe Friedrich Freiherr von
Huene, der z.B. die Trossinger Saurierfunde aus dem Keuper ausgrub. Sie sind
ebenso zu sehen, wie Saurier, Krokodile und Flugsaurier aus allen
Erdschichten. Der Fundus an Fisch- und Paddelechsen aus Holzmaden ist
riesengroß.
Professor Adolf Seilacher trug viel zum Verständnis von Spurenfossilien bei.
Seine markanten Stücke können ebenso besichtigt und erläutert werden, wie
ein kürzlich in Vietnam von Tübinger Paläontologen gefundenes und nahezu
fertig präpariertes Krokodil.
Treffpunkt ist am 18.02.12 um 14.00 das Hauptportal des Geologisch
Paläontologischen Instituts in der Sigwartstraße 10 in Tübingen. Für
Interessenten besteht die Gelegenheit, mit dem Metropol-Ticket gemeinsam mit
dem Naturkundeverein anzureisen.
Nähere Information am nächsten Geo-Stammtisch am 02.03.12 im Gasthaus
Pfeilhalde um 20.00 h (Nebenzimmer) oder über Kontaktadresse: per e-mail
geoag@nkv-gd.de oder tel. über Hans Miksche, Tel. 82269.
19.05.2012: Präsentation des neuen Unicornis-Buches Nr. 13: Das Taubental
mit Lindenfirst und der Nepperberg mit St. Salvator - eine schützenswerte
Erholungslandschaft bei Schwäbisch Gmünd.
Der
Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd wird am 19.05.2012 sein neuestes
Buchprojekt im Refektorium des Predigers vorstellen. Unter dem oben
genannten
Titel werden insgesamt 19 Kapitel zusammengefasst. Es wird vor dem großen
Stadtjubiläum 2012 erscheinen und soll auch für die Landesgartenschau 2014
eine
wichtige Informationshilfe sein.
Das Buch gibt u.a. Auskunft über die Geschichte der Erforschung, über Namen
und Ortsbezeichnungen im Untersuchungsgebiet, über die Geologie, über die
Vegetation,
die Nutzung der Wälder und Erholungslandschaft. Weitere Kapitel sind dem dem
Naturatum, dem Erlebniswaldpfad Taubental und den wichtigsten Waldbäumen
gewidmet. Die Verbreitung und Ökologie einiger ausgewählter Blütenpflanzen,
der Farne, Heilpflanzen, Moose und Pilze sind ebenso Inhalt wie
flechtenkundliche Beobachtungen im Untersuchungsgebiet. Auch Beiträge über
Tiere sind vertreten:
Reptilien und Amphibien, Vogelbeobachtungen, Beispiele aus der
Insektenfauna, Tiere der Laubsstreu sowie Tiere der Bäche mit Schwerpunkt
Eintagsfliegen, Steinfliegen und Köcherfliegen sind weitere Kapitel.
Das Buch mit ca. 250 Seiten und vielen farbigen Abbildungen wird im
Einhorn-Verlag Schwäbisch Gmünd erscheinen. Durch Zuschüsse von der Stiftung
Naturschutzfond und von der LNV-Stiftung des Landesnaturschutzverbandes wird
es in einem erschwinglichen Kostenrahmen liegen.