Rückblick auf Vergangenes

04.09.10

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25.07.10: Gebirgsausfahrt zur Krinnenspitze
Die Gebirgsausfahrt zur Krinnenspitze bei Nesselwängle am 25.07. konnte für ca. 30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen erfolgreich unter Führung von Udo Gedack und Hans Holm Rademann durchgeführt werden.

15.06.10: Amphibienschutz im Schießtal
Leider ist die Jungkrötenwanderung im Juni fast vollkommen ausgefallen. Da das Ablassen und Abfischen des Schießtalsees im Jahre 2007 sich auf die Jungkrötenwanderungen in den Jahren 2008 und 2009  positiv auswirkte, wird angestrebt, den See im Herbst 2010 wieder einmal abzulassen und abzufischen.

14.06.10: Schatzmeister Hans Miksche wurde 70

Am 04.05. nahm Hans Miksche die Gratulation des Naturkundevereins zum 70. Geburtstag entgegen. In der Vereinsratssitzung am 14.06. wurden seine Aktivitäten als Schatzmeister, beim Verkauf der UNICORNIS Veröffentlichungen und bei  der Vor- und Nachbereitung der Geologie-Ausstellungen gewürdigt.

12.06.10: GEO-TAG Blumenwanderung zwischen Böbingen und Mögglingen
            Bunte Blumen-Äcker und Raine mit vielen Schmetterlingen
Die Arbeitsgemeinschaften Botanik und Insektenkunde des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd führten in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule am GEO-Tag der Artenvielfalt eine Wanderung zwischen Böbingen und Mögglingen durch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten auf Wunsch einen Biodiversitäts-Wanderpass, der zur Teilnahme an einem Gewinnspiel berechtigt.
Sie war gewissermaßen auch der GEO-Tag der Artenvielfalt in vereinfachter Form mit dem Schwerpunkt "Der Acker als Laubensraum für Wildkräuter, Insekten und Vögel".
Er wurde zusammen mit weiteren Exkursionen vom Arbeitskreis Naturschutz Ostwürttemberg als Tage der Artenvielfalt vom 02.05. bis 2.06.10 organisiert.

Nach einer kurzen Einführung in die Geologie des Unterjura als Nachbereitung zur Geologie-Ausstellung in Böbingen besuchten die Teilnehmer die Blumen- und Insekten-Artenvielfalt auf Äckern und an sonnigen Rainen am Barnberg bei Böbingen. Anschließend betrachteten sie einen besonders artenreichen Acker und einen feuchten Graben in der Hinteren Hart. Roter Mohn, orangerotes Adonisröschen, blaue Kornblume, dunkelblauer Rittersporn, gelber Ackerklappertopf und weißer Milchstern und viele weitere Ackerblumen erfreuten die Interessenten. Dieser Acker ist deshalb so artenreich, weil der Landwirt heute noch die Bewirtschaftung durchführt, wie sie vor über 50 Jahren bei uns üblich war.
Prof. Dr. Dieter Rodi (Pflanzen) und Prof. Dr. Andreas Beck (Insekten) hatten die Führung der kostenfreien Veranstaltung übernommen. Die Teilnehmer waren von der wahrgenommenen Artenvielfalt begeistert.

30.05.10: Der Deutsche Naturkundeverein zu Gast in Böbingen/Rems
Das alljährliche Treffen der naturkundlichen Vereine fand 2010 in Böbingen statt. Der Deutsche Naturkundeverein traf sich gleichsam zur Finissage der Ausstellung am 30.05.10. Nach einer Einführung in die Ausstellung und in die Geologie des Albvorlandes ging es ins Gelände nach Schwäbisch Gmünd-Bargau. Dort wurden zwei naturkundliche Führungen angeboten.
Beim Eintreffen der Bezirksvereine aus Göppingen, Heidenheim, Esslingen, Ludwigsburg und Reutlingen begrüßte Prof. Dr. Dieter Rodi die Teilnehmer
und nahm die Buseinteilung vor.
Als Exkursion A wurde durch Werner K. Mayer (Geologie) und Manfred Walderich (Botanik) eine geologisch-botanische Führung angeboten.
Zunächst wurden die Teilnehmer durch Mayer in die bemerkenswerte Ausstellung
im Bürgersaal eingeführt. Es entspann sich darüber hinaus eine lebhafte Diskussion und  Nachfrage nach dem neuen Unterjurabuch. Um 11.15 Uhr ging es mit dem Bus
nach Bargau zum Parkplatz Feuersee. Hier fand eine interessante Wanderung entlang des Eselsbaches (Opalinuston, Wasserfallbank, Eisensandstein, Bacherlenwald) statt,
die nur kurzzeitig vom Regen unterbrochen wurde. Das Schlössle (Eisensandstein), der Weg über Blumenwiesen zum Treppenweg und Geotop (Wohlgeschichtete Kalke,
Verwerfungszone des Schwäbischen Lineamentes) waren weitere Stationen. Für viele zu einem Höhepunkt gestaltete sich der schwierige Aufstieg durch die Lacunosamergel und den Steig durch die Unteren Felsenkalke zum Hohen Kreuz am Scheuelberg.
Die Pause im Naturfreundehaus am Himmelreich war willkommene Erholungsphase, ehe es über das Beurener Kreuz, vorbei an der Himmelsquelle bis zum Bargauer Kreuz ging. Hier erklärte Mayer die verschiedenen Vertiefungen in Form von Dolinen, Hülben, Gries-Sandgruben und die Verschanzungen aus dem Spanischen Erbfolgekrieg.
Beim Abstieg konnte Manfred Walderich noch die interessante und vielfältige Flora der Impressamergel, vor allem auch mit der seltenen Spargelerbse, erläutern.
Die Exkursion B wurde als Botanisch-geologische Führung mit Prof. Dr. Dieter Rodi (Botanik) und Michael Stegmaier (Geologie) angeboten. Sie begann nach der Ankunft sogleich mit einer Fahrt zu einer typischen Wiesenvegetation. Die Teilnehmer/innen waren überrascht über die blumenreichen Feucht und Trockenwiesen im Klotzbachtal. Die Führung in der Unterjura-Ausstellung durch Michael Stegmaier hat alle sehr interessiert, besonders auch die ergänzenden Darstellungen über Lebensweise der Seelilien, Ammoniten und Fische.
Diese Gruppe fuhr anschließend ebenfalls zum Parkplatz am Feuersee in Bargau. Auf der Wanderung vom Feuersee zum Bargauer Kreuz wurden bei den Stationen des Braunjura und Weißjura die Zusammenhänge zwischen Gestein, Boden und Vegetation durch Michael Stegmaier und Dr. Rodi erläutert.
Besonders beeindruckt hat die Wacholderheide an der Bargauer Steige auf Impressa-Mergeln mit vielen seltenen Arten wie Spargelerbse, Echte Kugelblume, Mücken-Händelwurz und Weiße Waldhyazinthe. Die rüstigen Wanderer schauten noch einen Steinbruch der Wohlgebankten Kalke an und fanden dabei auch einige Fossilien. Nach einer Kaffeepause im Kolpinghaus zeigt auf dem Rückweg Dieter Rodi noch eine sehr schöne Blumenwiese und erläuterte, mit welchen Bewirtschaftungsmaßnahmen solche Mageren Salbei-Glatthaferwiesen mit Unterstützung des Landschaftserhaltungsverbandes des Ostalbkreises erhalten werden können.

29.05.10: Auf Orchideensuche rund um den Heldenberg
Die Arbeitsgemeinschaft Botanik des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd führte in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule die diesjährige Maiwanderung rund um den Heldenberg unter dem Aspekt des internationalen Jahres der Artenvielfalt durch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten nach Wunsch einen Biodiversitäts-Wanderpass, der zur Teilnahme an einem Gewinnspiel berechtigt. 65 interessierte Wanderer waren erschienen.
Nach einer Einführung in die Route, die Wacholderheiden und die Landschaft bei der Reiterleskapelle konnten neben den bereits verblühten Frühlingsenzianen und den noch nicht blühenden Gelben Enzianen folgende Orchideenarten beobachtet werden: Weißes Waldvögelein, Weiße Waldhyazinthe, Nestwurz, Großes Zweiblatt, Mücken-Händelwurz, Fliegen-Ragwurz, Bleiches Knabenkraut, Männliches Knabenkraut, Helm- Knabenkraut und Breitblättriges Knabenkraut.
Weitere kennzeichnende Pflanzenarten der Wacholderheiden und ihre ökologischen Ansprüche wurden vorgeführt. Im Wald wurden artenreiche Hangbuchenwälder und Bärlauch-Eschen-Bergahornwälder studiert.
Zum Schluss wurde ein sehr artenreiches Kalkflachmoor im Christental mit vielen Breitblättrigen Knabenkräutern besucht.
Die Führung wurde von Prof. Dr. Dieter durchgeführt, der sich über das große Interesse freuen durfte.

22.05.2010: Blumen und Streuobstwiesen des Unterjura in der Umgebung von Böbingen
Im Rahmen einer Führung von VHS Schwäbisch Gmünd und Naturkundeverein mit Professor Dr. Dieter Rodi trafen sich die naturkundlich Interessierten um 14.00 Uhr am Rathaus Böbingen. Nach Besichtigung der laufenden Ausstellung und der Bildung von Fahrgemeinschaften ging es ins Gelände. Hier versuchte Dr. Rodi, den Zusammenhang zwischen Gestein, Bodenbildung und Vegetation zu erläutern. Gerade um Böbingen gibt es noch intakte Blumen und Streuobstwiesen, die besucht und besprochen wurden.

16.05.10: Fröhliches Fossilienbuddeln bei RemsTotal in Böbingen
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Geologie hatten sich zum 120-jährigen Jubiläum des Naturkundevereins etwas Besonders ausgedacht: ein fröhliches Fossilienbuddeln für jung und alt.
Ort des Geschehens war der Platz vor der Römerhalle in Böbingen; Anlass dazu war die Teilnahme der Gemeinde Böbingen am RemsTotal-Tag am 16.05.10 in der Zeit von 11.00 - 17.00 Uhr.
Es kommt nicht alle Jahre vor, dass erfahrene Sammler sich von ihren fossilen Duplikaten trennen. Und wenn, dann meistens im Tausch oder für Geld.
In Böbingen war dies anders. Hier haben die Sammler zunächst um die Böbinger Seelilienkolonie eine besondere Ausstellung gestaltet, die weit und breit Beachtung findet. Wenn man im Internet mit Schlagwort Unterjura oder Böbinger Seelilien sucht, dann öffnen sich seitenweise Hinweise auf Böbingen und deren bemerkenswerte Ausstellung. Natürlich auch auf das Unterjurabuch, das der Ausstellung seinen besonderen Reiz gibt.
Um junge Menschen zur Beschäftigung mit der Natur anzuregen, lagen am Sonntag vor der Römerhalle vier riesige Haufen mit Erdaushub verschiedener Farbe. In ihnen waren  zentnerweise Fossilien, versteinerte Hölzer und Mineralien versteckt. Hier konnten sich die jungen Forscher mit Häckchen, kleinen Schaufeln oder Hämmern austoben und nach fossilen Schätzen suchen. Und sie wurden fündig, denn rund eine Tonne Fossilien und Mineralien vergruben die Sammler der Geologie AG um ihrem Leiter Werner K. Mayer. Und Michael Riek, der Sohn des örtlichen Bauunternehmers gab sich mit seinem schmucken Minibagger reichlich Mühe, sie fachgerecht zu verstecken.
Doch bevor es ans Werk ging, stand noch eine kleine Aufgabe bevor. Die Teilnehmer mussten sich zunächst eine Grablizenz erwerben. In der Ausstellung im Bürgersaal war zuvor eine einfache Quizfrage zu lösen. Wer nicht von selbst drauf kam, konnte sich die Erklärungen von Professor Dr. Dieter Rodi zur Ausstellung anhören. Er war an diesem Tag stark gefordert, denn Hunderte von Interessenten bewunderten die ausgestellten Stücke. Schon früh voran die Prominenz mit Landrat Klaus Pavel, dem Schwäbisch Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold, Staatssekretär Richard Drautz und dem Böbinger Bürgermeister Jürgen Stempfle.
Seelilien war das Lösungswort und um die schon berühmten Seelilien von Böbingen war ja auch die ganze Ausstellung ausgerichtet. Fein säuberlich schrieben Dr. Erhard Grallath und Dieter Prölß vom Geschichts- und Heimat Heimatvereins die schmucken Urkunden aus.
Mit der Grablizenz in der Hand durften der/die „lizenzierten" Sucher/innen nach Herzenslust wühlen. Fündig wurden sie allemal. Da gab es Ammoniten, fossile Hölzer und Mineralien. „Katzengold" zu  Hauf, „Flädle" waren zu finden, aber auch Korallen, Schnecken, Muscheln, Belemniten.
Es ist gar nicht so einfach, sie richtig einzuordnen. Aber Hilfe in Form erfahrener Sammlern stand zur Verfügung. Sie halfen beim Bearbeiten und Präparieren und wussten meist auch noch Name und den einstigen Fundort.
Mit Dietmar Münch und Michael Stegmaier standen zwei erfahrene Präparatoren zur Verfügung. Gleich daneben zeigten Prof. Dr. Frieder Bay und Stukkateurmeister Paul Stummer, wie man schöne Fossilien formt und auf was es bei den Tieren ankommt.
Es war also ein Spaß für die Großeltern mit ihren Enkeln und hunderte junger Familien. Kaum dass sich der Bagger bewegte, waren Scharen von Kindern dort zur Stelle, wo immer wieder ein Schubkarren voller Beutestücke vergraben wurde. Wolfgang Wilhelm, August Freudenreich und Mitglieder des Heimatvereins sorgten für die nötige Ordnung.
Dass der leibliche Genuss nicht zu kurz kam, standen wiederum ehrenamtliche Helfer  um Gabi Ernst zur Verfügung.  Während die Jungen schürften, konnten die Alten schlürfen. Der Erlös ging an die örtliche Bücherei.
Und wem das alles zu anstrengend war, der konnte sich in der Bürgerhalle bei Hans Miksche und Manfred Boni nicht nur das Buch erwerben, sondern auch besonders schön präparierte Fossilien und Mineralien.
Aber auch noch dem offiziellen Ende wurde auf den Gesteinshaufen bis in den späten Abend hinein weiter gewühlt, denn Schatzsucher lassen nicht so schnell locker.

04.05.2010:Die Schichtfolge im Unterjura
Einen weiteren Vortrag bot die Geologie-AG des Naturkundevereins anlässlich der Ausstellung über die Böbinger Seelilien und den Unterjura im Albvorland an.
Werner K. Mayer besprach im Bürgersaal in Böbingen  "Die Schichtfolge im Unterjura".
In dem Diavortrag stützte er sich vor allem auf die im Rahmen seiner Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse, die zum Unicornis-Buch "Der Unterjura in der Umgebung von Schwäbisch Gmünd" geführt haben.
Im Anschluss an den Vortrag, der sich mehr mit der Stratigraphie beschäftigte, zeigte er den interessierten Zuhörern noch die dazu gehörigen Leitfossilien aus den besprochenen Schichten.

21.04.10: Auf der Lüneburger Heide - Naturbeobachtungen zwischen Elbe und Weser
Das heutige Gebiet der Lüneburger Heide war einst geprägt von großflächigen Heidelandschaften, die sich auf den nährstoffarmen Sandböden nach Waldrodung
und Schafbeweidung als Folgegesellschaft dieses Raubbaus an der Natur gebildet hatten.
Nach der Umstellung auf modernere Formen der Landnutzung dominieren hier jedoch inzwischen Wälder, Viehweiden und Agrarlandschaften. Dazwischen lassen sich aber noch Reste intakter Naturlandschaften, etwa Moore und Binnendünengebiete, mit einer hochgradig gefährdeten Flora und Fauna entdecken. Einige der dort vorkommenden Arten besitzen hier ihre letzten Rückzugsgebiete in ganz Deutschland. Solche Seltenheiten finden sich aber nicht nur in den kläglichen Resten natürlicher Lebensräume, sondern vielfach auch in vom Menschen wenig gestörten Ersatzlebensräumen, wie etwa aufgelassenen Sandgruben und auf den oft riesigen, meist völlig menschenleeren Truppenübungsplätzen.
Dr. Heiko Bellmann aus Lonsee brachte seinem Publikum am Mittwoch, dem 21.04.10 in der Volkshochschule am Münsterplatz diese einmalige Landschaft und ihre vielfältige Natur anhand seiner vorzüglichen Aufnahmen näher.

21.04.2010: Vortrag über "Seelilien durch die Erdgeschichte"
Im Rahmen der Ausstellung sprach Werner K. Mayer am Mittwoch, 21.04.2010 im Bürgersaal über "Seelilien durch die Erdgeschichte".
Die zum Stamm der Stachelhäuter gehörende Klasse der Seelilien gibt es schon seit dem Erdaltertum und zwar seit dem Mittleren Kambrium. Man kennt etwa 5 000 Arten. Während in der Vergangenheit bis zur Kreidezeit gestielte Arten vorherrschten, überwiegen heute die stiellosen Arten.
Der Referent zeigte zahlreiche Beispiele der vier Unterklassen und ging im speziellen auf die Seelilien des Jura und vor allem auf die Seelilienkolonie von Böbingen ein.

17.04.10: Frühblüher an der Unterjura-Kante bei Schönhardt mit Prof. Dr. Rodi
Der Naturkundeverein setzte seine Jubiläumsveranstaltungen mit einer Wanderung in der Nähe von Böbingen fort.
Am Beispiel der Frühblüher konnte in Ergänzung zu der Unterjura-Ausstellung sehr gut der Zusammenhang zwischen Geologie, Landschaft, Boden und Vegetation gezeigt werden.
Die Frühblüher der Wälder und Hecken blühen und fruchten im März und April und ziehen sich im Mai in ihre unterirdischen Organe zurück. Im Sommer würden sie von höheren Stauden wie Brennnessel oder Giersch überwuchert werden. Für die rasche Entwicklung und die Bildung von Speicherorganen für das kommende Jahr brauchen sie dazu einen sehr lockeren, humosen, kalk- und nährstoffeichen Boden. Diesen finden sie insbesondere an der Unterkante des Arietenkalkes und den darunter liegenden Hängen. Optimal ist diese Bedingung an der Steilkante nördlich von Schönhardt der Fall.
Folgende Frühblüher konntenen mit ihren Speicherorganen gezeigt werden: Lerchensporn mit rübenartigen Knollen, Scharbockskraut mit Wurzelknollen, Anemone und Aronstab mit unterirdischen Kriechsprossen, Blaustern, Goldstern und Märzenbecher mit Zwiebeln.
Zur Einführung in die Geologie und Landschaft trafen sich viele interessierte Naturfreunde am Samstag, 17. April um 14.00 Uhr in der Geologieausstellung im Bürgersaal des Rathauses in Böbingen. Anschließend fuhr man nach Bildung von Fahrgemeinschaften nach Schönhardt mit einem Zwischenhalt zur Landschaftsbetrachtung beim Feldkreuz. Frühblüher und Böden wurden auf einer Wanderung von Schönhardt zum Mühlhölze besucht.
Die kostenlose Führung mit Prof. Dr. Dieter Rodi veranstaltete der NKV in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Schwäbisch Gmünd und Böbingen.

15.04.10: Vorsitzender Prof. Dr. Friedrich Bay wurde 70
Der Vorsitzende des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd und der Leiter der Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd des Naturschutzbundes Deutschland feierte am 15.04. seinen 70. Geburtstag. Dazu gratulierten ihm die Naturkundler recht herzlich und danken ihm für seine Aktivitäten für Natur und Umwelt rund um Gmünd.
Er wurde 1940 in der Ortschaft Hürben im Brenztal geboren. Nach dem Abitur in Giengen/Brenz absolvierte er eine zweijährige Ausbildung zum Volkschullehrer am Pädagogischen Institut in Esslingen. In Wernau wurde ihm seine erste Anstellung als Junglehrer übertragen. Dort lernte er seine Ehefrau Irmela kennen. Aus dieser glücklichen Verbindung sind drei Töchter hervorgegangen.
Nach einem Pädagogikstudium in Tübingen und einer kurzen Assistentenzeit in Ludwigsburg unterrichtete er seit 1969 als Professor für Biologie und ihre Didaktik mit den Schwerpunkten Zoologie und Ökologie an der PH Schwäbisch Gmünd bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2005.
Neben seiner vollen Berufstätigkeit als Dozent promovierte er in den Siebzigerjahren in Tübingen über Fledermäuse. Friedrich Bay hat eine ganze Anzahl von Veröffentlichungen aus dem Gebiet der Biologie und der Biologiedidaktik aufzuweisen.
Friedrich Bay hat sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich über seine Aufgaben als Professor an der PH Schwäbisch Gmünd hinaus zum Wohle der Allgemeinheit in naturkundlich orientierten Vereinen und in Naturschutz-Arbeitsgruppen bei der
Vermittlung von Kenntnissen und bei Belangen des Umwelt-, Biotop- und Artenschutzes überdurchschnittlich engagiert. Zu Gute kamen ihm dabei seine hervorragenden vielseitigen fachwissenschaftlichen, pädagogischen und didaktischen Kenntnisse und Fähigkeiten, seine Kontaktfreudigkeit sowie sein Organisationstalent.
Beim Elternbeirat am Scheffold-Gymnasium und vor allem im Gemeinderat der Evangelischen Kirche in Waldstetten engagiert er sich darüber hinaus im sozialen und religiösen Bereich.
Für seine vielfältige ehrenamtlichen Tätigkeiten erhielt Friedrich Bay im November 2004 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

14.04.2010: Filmvortrag über Tag und Nachtfalter
Die Arbeitsgemeinschaft Insektenkunde des NKV bot in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der VHS Schwäbisch Gmünd einen interessanten Filmabend über Tag- und Nachtfalter, insbesondere Schmetterlinge unserer Heimat, an.
Die Filme zeigten faszinierende Bilder vom aufregenden Leben einheimischer Insekten am Wegesrand, die Blütenbesucher von Knautie, Klee und Flockenblume, sowie das Leben an der Brennnessel.
Die Filmautorin, Frau Ursula Sixt, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Aufzucht und der Dokumentation heimischer Schmetterlinge. Sie ist bekannt durch zahlreiche Ausstellungen Ihrer Fotos von bestechender Qualität, wie im Jahre 2002 im Museum im Prediger in Schwäbisch Gmünd. Seit einigen Jahren befasst Sie sich mit der filmischen Dokumentation Ihrer Beobachtungen. Die dabei erzielten Ergebnisse führen das Insektenleben einheimischer Arten – insbesondere das der Schmetterlinge – in neuer, einzigartiger Sichtweise vor Augen.

11.04.10 - 30.05.10: Die Böbinger Seelilien und der Unterjura im Albvorland
Am 11. April wurde im Bürgerzentrum in Böbingen/Rems eine von der Geologie-AG
des Naturkundevereins zusammen mit der Gemeinde Böbingen vorbereitete Ausstellung
„Die Böbinger Seelilien und der Unterjura im Albvorland"
eröffnet.
Erstmalig wurde die vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart aufwendig sandgestrahlte, große Seelilienkolonie aus dem Numismalismergel von Böbingen gezeigt. Diese Kolonie ist der älteste Nachweis von auf Treibholz angesiedelten Seelilien in Europa. Sie sind älter als die berühmten Seelilienkolonien aus dem Posidonienschiefer von Holzmaden.
In der Ausstellung werden außerdem zahlreiche Funde aus den Gesteinsschichten des Unterjura rund um Böbingen präsentiert. Auch aus Böbinger Baugebieten vergangener Jahre stammen zahlreiche bemerkenswerte Funde.
Zur Ausstellungseröffnung  hielt Dr. Günter Schweigert vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart den Festvortrag anlässlich des 120-jährigen Jubiläum des Naturkundevereins. Sein Thema lautete:
        Der Unterjura in Süddeutschland - nicht nur Saurier.
Außerdem wurde auch das neue UNICORNIS-Buch Nr. 12 „Der Unterjura in der Umgebung von Schwäbisch Gmünd" durch Werner K. Mayer, den Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geologie, vorgestellt.

11.04.10: Unterjurabuch vorgestellt
Der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd e.V. hat sein neuestes Buch in der Unicornis-Reihe vorgestellt. Quasi zum Jubiläum des Vereins erschien das als Unterjurabuch bezeichnete Werk "Der Unterjura in der Umgebung von Schwäbisch Gmünd".
Auf 255 Seiten mit 300 meist farbigen Abbildungen, Tabellen und Profilen sowie einer morphologischen und einer geologischen Karte beinhaltet es in 11 Kapiteln folgende Themen: Fundstellen für Aufschlüsse und Fossilien und eine naturräumliche Gliederung.
Es berichtet über die Stellung des Unterjura im Gefüge der Erdkruste und erklärt den Schichtaufbau. Nach dem Vergleich der Internationalen Schichtstufengliederung mit dem Quenstedt`schen Alphabet handelt es sehr fein die Schichtstufengliederung ab.
Der Landschaft, Boden und Vegetation ist Kapitel 6 gewidmet. Es erläutert in Kapitel 7 die wichtigsten Fossilgruppen im Unterjura.
Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln beschreibt dessen Entwicklung und Kapitel 9 führt auf, wie die Gesteine des Unterjura genutzt wurden.
Eine Fachwörtererläuterung sowie ein umfangreiches Literaturverzeichnis runden das Werk ab.
Der Autor, Werner K. Mayer, ist langjähriger Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geologie im NKV. Den Beitrag aus Kapitel 6 zu Landschaft, Boden und Vegetation übernahm Prof. Dr. Dieter Rodi.
Das Buch ist sowohl über den regionalen Buchhandel wie auch direkt beim Naturkundeverein unter Mail: schatzmeister@nkv-gd.de portofrei zu beziehen.
Es kostet @ 24,80.

2010: 120 Jahre Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd
Im Jahre 2010 feiert der Naturkundeverein sein 120-jähriges Bestehen. Dazu sind während des Jahres eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant. Den Auftakt
bildete am 11.04.10 die Eröffnung der Fossilienausstellung in Böbingen mit dem
Thema "Die Böbinger Seelilien und der Unterjura im Albvorland.


17.03.10: Jahreshauptversammlung des Naturkundevereins
Die diesjährige Jahreshauptversammlung wurde im Vortragssaal der
Volkshochschule abgehalten. Da dieses Jahr keine Wahlen anfielen, gestaltete sich
der Abend vorwiegend zu einer Rückschau des Vorsitzenden, Prof. Dr. Frieder Bay, über die zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Nach seinem Kassenbericht und einer Aussprache darüber wurden dem Schatzmeister, Hans Miksche,
einstimmig Entlastung erteilt.
Auf die kommenden Veranstaltungen des Jubiläumsjahres wurde hingewiesen, ehe
sich im Anschluss der botanische Vortrag von Udo Gedack anschloss.

17.03.10: Lebensräume im Namaqualand
Der Name Namaqualand steht für eines der interessantesten Naturphänomene Südostafrikas: Die meiste Zeit des Jahres ist das Gebiet trocken und bietet dem Betrachter kaum Spektakuläres. Doch im Frühling scheint die Erde aufzubrechen, und der Boden überzieht sich mit einem prachtvollen Blütenteppich, der in allen denkbaren Farben leuchtet. Die Region verdankt ihren Namen dem Volk der Nama - Khoikhoi-Hirten, die vor rund 2000 Jahren in der kargen Einöde südlich der Oranje siedelten.
Udo Gedack, der Leiter der Botanik-AG in NKV berichtete in einem spannenden Diavortrag über diesen interessanten Landstrich.
Unter anderem zeigte Gedack einen besonderen Lebensraum, die so genannte Knersvlakte. Dieses holländische Wort für Knirschfläche bezeichnet große, mit Quarzkieseln bedeckte Flächen, über welche die Buren einst mit ihren sechsspännigen Ochsenkarren fahren mussten. Hier haben sich vornehmlich sukkulente, als wasserspeichernde Pflanzen in großer Arten- und Formenfülle perfekt angepasst. Manche Tierart tut es ihnen gleich. Hervorragend getarnte Heuschreckenarten und Reptilien werden mit den Unbilden dieses extremen Lebensraumes fertig. Auch außerhalb der kurzen Regenperiode im Frühjahr, die oft auch ausfällt, ist dieser Lebensraum für den Beobachter einzigartig.

10.02.10: Zwischen Offenbarungsglaube und Evolutionstheorie: Theodor Wolf - ein bewegtes Forscherleben
Werner K. Mayer hielt obigen Vortrag in Zusammenarbeit von VHS und NKV im VHS-Saal am Münsterplatz in Schwäbisch Gmünd.
Der in Bartholomä auf dem Albuch 1841 geborene Franz Theodor Wolf ist sowohl in seiner Heimatgemeinde wie auch im schwäbischen Raum nahezu unbekannt. Dabei verbirgt sich hinter seinem Namen eine große Persönlichkeit als Naturwissenschaftler.
Nicht umsonst steht er in Ecuador, wo er lange Jahre tätig war, noch heute in großen Ansehen. Eine Galápagos-Insel trägt ebenso seinen Namen wie die höchste vulkanische Erhebung der größten Insel des Galápagos-Archipels. Zu seinen Ehren ist ein Gletscher am höchsten ecuadorianischen Andenberg, dem Chimborazo, benannt.

Wolf gilt nach Alexander von Humboldt als der bahnbrechende Erforscher Ecuadors. Zunächst als Professor der Naturwissenschaften in Quito, später als Staatsgeologe des Lande, begründete er sein landesweites Ansehen. Sein Hauptwerk über die Geologie und Geographie Ecuadors war über Jahrzehnte unübertroffen. Zurück in Deutschland arbeitete er für den Vulkanologen Alfons Stübel zwölf Jahre lang dessen umfangreiche Südamerika-Sammlung auf. Sie fand ihren Platz in der Abteilung für vergleichende Länderkunde im Museum für Völkerkunde in Leipzig. Daneben widmete er sich der Pflanzengattung der Fingerkräuter. In seiner umfangreichen Monographie der Gattung Potentilla untersuchte und beschrieb er alle damals bekannten Arten. Sie gilt noch heute als ein Beispiel ungemein exakter Arbeit und deutschen Forscherfleißes. Die Republik Ecuador ernannte ihn 1921 zu ihrem Ehrenbürger. Wolf starb 1924 in Dresden-Plauen.
Werner K. Mayer, Mühlberger-Preisträger 2009, hat die spannende Lebensgeschichte Wolfs nachvollzogen. Der Dia-Vortrag führte durch die Stationen seines Wirkens.

27.11.09: Umweltschutzpreis der Heimatsmühle

Der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd war dieses Jahr wegen seiner Amphibienschutzaktionen im Schießtal einer der Gewinner des 20. Heimatsmühle-Umweltschutzpreises. Der 2. Preis (450,00 €) wurde am 27.11. von Prof. Dr. Friedrich Bay (als Organistor), von Dietmar Bildlingmaier (als Fachreferent) und Frau Nikolai
(als Betreuerin von Schülergruppen) entgegengenommen.

18.11.09: Aus der Flora des Großen Kaukasus
Einen Einblick in die Blumenvielfalt des Kaukasus gab Dr. Helmut Haas aus Aalen in seinem Dia-Vortrag am 18.11.09 im Klösterle-Saal der Volkshochschule am Münsterplatz.
Der zwischen dem Schwarzen und Kaspischen Meer gelegene Große Kaukasus zählt neben den Rocky Mountains und dem Himalaya zu den höchsten, ursprünglichsten und am wenigsten bekannten Bergmassiven der nördlichen Hemisphäre. Leider geriet diese interessante Gebirgsregion in den letzten Jahren eher durch politische und kriegerische Auseinandersetzungen in die Schlagzeilen.
Weit weniger bekannt war, dass mit etwa 6 400 Arten von Gefäßpflanzen der Große Kaukasus ungewöhnlich blumenreich ist, wobei die Flora besonders viele Endemiten, also nur hier vorkommende Pflanzen, enthält. In keiner Region der gemäßigten Zonen gibt es prozentual mehr endemische Pflanzen als in diesem Hochgebirge. So zählt der Große Kaukasus zu einem der wichtigsten "Hotspots" von Biodiversität.

21.10.09: Dr. Heiko Bellmann: Carnivoren - Fleisch fressende Pflanzen
In einer gemeinsamen Veranstaltung von Naturkundeverein und Volkshochschule hielt Dr. Heiko Bellmann am 21.10.09 im Saal des VHS-Gebäudes, Am Münsterplatz, einen interessanten Vortrag. Sein Thema waren die Carnivoren - "Fleisch fressende Pflanzen".
In nährstoffarmen Lebensräumen, etwa in Mooren, haben viele Pflanzen besondere Strategien entwickelt, um zusätzliche Nahrungsquellen zu erschließen. Eine der interessantesten ist zweifellos die Ausbildung der Carnivorie, also das Erbeuten und Verdauen tierischer Beute. Derartige „Fleisch fressende Pflanzen" kommen auch in der heimischen Natur vor, erreichen aber erst in den Tropen und Subtropen, insbesondere in Südostasien und Australien, ihre höchste Artenfülle.
Außer heimischen Arten, wie Sonnentau, Wasserfalle, Fettkraut und Wasserschlauch, wurden im Vortrag auch zahlreiche Vertreter wärmerer Länder vorgestellt, die bei uns in Botanischen Gärten bewundert werden können, vielfach aber auch von Liebhabern kultiviert werden.

17.10.09: Albertus Magnus-Tagung 2009 in Königsbronn
Die diesjährige Albertus Magnus-Tagung der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg, Vereinszweig Ostwürttemberg, wurde in Königsbronn abgehalten.
Das Thema lautete: Karst, Wasser und Eisen der östlichen Schwäbischen Alb.
Es gliederte sich in zwei Teile - eine Exkursion von Königsbronn nach Itzelberg und Nachmittagsvorträge.
Auf Grund des beginnenden Regens wurde die Begrüßung durch Bürgermeister Stütz und den Leiter des Vereinszweigs Ostwürttemberg, Dipl. Ing. Hans Wolf im Rathausfoyer von Königsbronn vorgenommen.
Danach führte Werner K. Mayer vom Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd die Gruppe zum Brenztopf und erläuterte die Zusammenhänge zwischen Dolinen, Karsterscheinungen und den Quelltöpfen des
tiefen Karsts. Über Brenz und Ziegelbach führte der Weg durch das ehemalige Zisterzienserkloster. Am Epitaph von Johann Georg Blezinger an der Kirche beleuchtete er das Leben des wohl bedeutendsten Unternehmers im ostwürttembergischen Raum des 18. Jahrhunderts.
Bewunderung erregten die seit wenigen Wochen wieder aufgestellten gusseisernen Epitaphe an der Klostermauer. Sie wurden alle im ehemaligen herzoglichen Hüttenwerk in Königsbronn gegossen.
Vorbei an der heute privatwirtschaftlich orientierten Unternehmung der SHW-Casting, wo auch gegossene Kalanderwalzen im Rohzustand zu sehen waren, ging es zur Pfefferquelle am östlichen Rand der Gemeinde. Die Pfefferquelle entwässert die westlichen Teile des Härtsfelds von Ebnat bis Ochsenberg.

Im  Industriedenkmals Alter Flammofen wurden die Naturkundler von Dipl. Ing. Ulrich Knöller erwartet. Der Vorsitzende des Kulturvereins führte dabei in die Technologie des frühen 19. Jahrhunderts ein. Bewunderung erregten die damals innovative Technik des zweizügigen Flammofens und der hölzerne 100-Ztr.-Kran, mit dem die Kokillen aus der Walzenfertigung nicht nur senkrecht und waagrecht sondern auch radial bewegt werden konnten.
Im aufgelassenen Steinbruch der Firma Vollmer beschrieb Mayer die durch die chemische Verwitterung entstandenen Kluft- und Höhlenformen. Im Steinbruch lassen sich lokale Riffe, so genannte Bioherms, sowie Rasenmatten (Biostroms) im Wechsel mit Schichtablagerungen erkennen. Am Itzelberger See mit seinen Wasserpflanzen, Fischen und Wasservögeln besprachen Hans Wolf und Dr. Klaus Schmieder die dort durch Frühjahrshochwasser entstandene Situation der saisonalen Verdrängung höherer Wasserpflanzen.
Nach dem Mittagessen im Cafe Seeblick am Itzelberger See begannen die Nachmittagsvorträge im Schulgebäude des Forstlichen Bildungszentrums Königsbronn.
Thomas Emmerich, der Leiter des Zentrums, hatte seine Einrichtung dankenswerterweise zur Verfügung gestellt und gab einen Einblick in die Arbeit des Forstzentrums. Hans Wolf begrüßte Referenten und Teilnehmer, ehe die je 20-minütigen Kurzvorträge begannen.
Werner K. Mayer begann bildunterstützt über Karst, Wasser und Eisen der Ostalb und speziell von Königsbronn.  Er zeigte unter anderem aufschlussreiche Bilder über die Entstehung einer neuen Doline und eines diesjährigen Frühjahrshochwassers auf dem Albuch.
Das Thema von Prof. Dr. Klaus Schmieder von der Universität lautete: Wasserpflanzen der Brenz und des Itzelberger Sees und ihre Bestandsdynamik. Mehrjährige Untersuchungen zeigten, dass durch die Frühjahrshochwasser höhere Wasserpflanzen geschädigt wurden und die Algenbildung zunahm, sich aber im Jahresverlauf immer wieder teilweise erholten.
Nach der Kaffeepause sprach Dr. Rainald Hoffmann vom Regierungspräsidium Stuttgart über Fische der Brenz und des Itzelberger Sees. Er plädierte für den Einbau von Fischtreppen, um die Situation für natürliche Fischpopulationen zu verbessern.
Die Veranstaltung schloss mit dem Vortrag von Prof. Dr. Immo Eberl aus Ellwangen über den Zisterzienserorden und das Kloster Königsbronn mit seiner Eisenindustrie. Er sprach über die Bedeutung des Klosters als eine der jüngsten Einrichtungen in Süddeutschland.
Hans Wolf bedankte sich bei der Gemeinde Königsbronn und beim Forstzentrum für die gewährte Hilfestellung bei der Ausrichtung der gelungenen Tagung.

16.10.09: Nachruf auf Frau Elisabeth Nolte
Am 16. Oktober 2009 ist Frau Elisabeth Nolte im Alter von 81 Jahren ihrem am 23. Januar 2009 verstorbenen Gatten Willi Nolte nachgefolgt. Als Tochter des über Jahrzehnte im Naturkundeverein aktiven Vorstandmitglieds Karl Kratochwille war sie schon seit ihrer Jugend mit dem Naturkundeverein verbunden und hat regelmäßig an Aktivitäten des Naturkundevereins teilgenommen. Mitglieder des Naturkundevereins haben sie bei der Trauerfeier begleitet und ihrer gedacht.

07.10.09: Vortrag über Naturkundliche Schönheiten an der Ostküste Australiens
Naturkundeverein und Volkshochschule luden zu einem Vortrag am Mittwoch, den 7.10.09, 19.30 h in den Klösterle-Vortragssaal ein. Das Thema lautete: Naturkundliche Schönheiten an der Ostküste Australiens. Referent war Werner K. Mayer von der Arbeitsgemeinschaft Geologie des NkV.
Australienreisen sind derzeit sehr beliebt, zumal der weit entfernte Kontinent naturkundlich viel zu bieten hat. Der Referent startete mit Bildern von Sydney
und Brisbane. Über die Glasshouse Mountains und die Tablelands führte der Weg
in Richtung Great Barrier-Reef. Bilder zeigten die Schönheiten der Inseln von
Frazer-Island, Heron-Island, den Whitsundays und dem Opal-Reef. Im Eungella-Nationalpark waren die scheuen Schnabeltiere zu bewundern, am Daintree-River Krokodile. Aufnahmen aus den großen Seewasser-Aquarien von Sydney und Townsville waren ebenso enthalten wie Unterwasser-Aufnahmen von Korallen, Anemonen, Muscheln und Stachelhäutern. Der 90-minütige Vortrag wurde von zahlreichen
Naturfreunden besucht.

11.-13. September: Jahresversammlung des Netzwerks der naturwissenschaftlichen Vereinigungen Mitteleuropas (nnvm) in Magdeburg
Als Vertreter des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd nahm Prof. Dr. Dieter Rodi an dem Jahrestreffen des nnvm teil. Der nnvm ist ein lockerer Zusammenschluss der naturwissenschaftlichen Vereinigungen Mitteleuropas. Er ging aus dem Dachverband der naturwissenschaftlichen Vereinigungen Deutschlands hervor, dem der Nkv seit seiner Gründung angehörte.
Die zentrale Veranstaltung war die Konferenz am Samstagvormittag, in dem der Sprecher der Lenkungsgruppe, Herr Prof. Dr. Finke, die Ziele und Aufgaben der Vereinigung klar herausstellte, die vor allem dem Erfahrungsaustausch dienen. Auch das weitere Vorgehen wurde diskutiert. Die Lenkungsgruppe wurde wieder gewählt (s. www.nnvm.org).
Als Begleitprogramm gab es eine sehr interessante Stadtführung, eine Besichtigung
des Jahrtausendturmes im Gartenschaugelände 1999 mit seiner hervorragenden Ausstellung über die Entwicklung von Technik und Kultur seit dem Steinzeitalter
und eine interessante Exkursion im Biosphärenreservat Mittelelbe.
Die Jahresversammlung 2010 wird im Berner Oberland in der Zeit vom 10.-12- September sein.

20.09.09 Tag des Geotops 2009 – Die Weiherwiesen
Bereits zum 9. Mal wurde bundesweit am 3. Sonntag im September zum Tag des Geotops aufgerufen. Überall in Deutschland wurden geführte Wanderungen zu besonderen Geotopen durchgeführt. Zum fünften Mal beteiligte sich die Arbeitsgemeinschaft Geologie des Naturkundevereins regional daran. Das Interesse war jeweils riesengroß.
Geotope sind bemerkenswerte Zeugnisse der Erdgeschichte. Als Naturerbe sind sie Wissenschaftsobjekte und Naturdenkmale zugleich. Sie prägen oft Landschaft und deren Menschen gleichermaßen.
Das diesjährige Thema waren die Weiherwiesen auf dem nördlichen Albuch.
Dazu hatten sich rund 80 Personen eingefunden. Durch Einsatz einer fahrbaren,
batteriebetriebenen Lautsprecheranlage konnten die Erläuterungen auch bei der großen Teilnehmermenge gut verstanden werden
Vom Parkplatz aus führte Werner K. Mayer die Teilnehmer vorbei an alten Eisengruben, so genannten Pingen, zu den Weiherwiesen. Bei Ausgrabungen auf Grund von Luftbildern entdeckte man dort ein ehemaliges römisches Kleinkastell. Bei den intensiven Untersuchungen fand man in Teilen des ehemaligen Kastellgrabens große Mengen von Eisenschlacken.
Eine Besonderheit in der sonst wasserlosen Landschaft bildet der Weiherbach. Er fließt nur bei anhaltenden Regenfällen und/oder bei Schneeschmelze. Er entspringt am westlichen Ende des Naturschutzgebiets aus zahlreichen Quellen und speist die beiden künstlich aufgestauten Weiher. Nach ca. 1 km Lauf endet er in einer Doline, die "Wasserfall" genannt wird. Das Wasser tritt im Kocher-/Brenztal wieder zutage. Durch ein Trockental, vorbei an Dolinenschwärmen und Äckern, in tertiären Feuersteinlehmen gelegen, gelangte man zurück zum Ausgangspunkt.
Auch die einmalige Flora dieses bemerkenswerten Naturschutzgebietes wurde durch den Leiter der Botanik-AG, Udo Gedack erläutert.

09.09.09: Geologie in der Innenstadt
Eine geologische Stadtführung, gemeinsam mit der VHS, bot der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd am Mittwoch, den 09.09.09 an. Werner K. Mayer von der Arbeitsgemeinschaft Geologie konnte den Teilnehmern verdeutlichen, wie die in der Nähe anstehenden Gesteine des Stubensandsteins und des Angulatensandsteins das historische Gmünd geprägt haben. Bei seinem Rundgang durch die Innenstadt  erläuterte er die Vielfalt der verwendeten Gesteinssorten an Hand von Beispielen.
Bereits am Treffpunkt beim Marienbrunnen auf dem Marktplatz bot sich die Gelegenheit, über die Erze, aus denen der eiserne Wasserkasten gegossen wurde, zu sprechen. Sie stammen einerseits aus den höffigen Flözen des Eisensandsteins um Aalen und andererseits von den tertiären Bohnerzen des Härtsfeldes. Johanniskirche, Glockenturm und Münster waren weitere Stationen. Aufschlussreich waren auch die Kerben an Glockenturm, Johanniskirche und Münster. Sie bildeten sich durch Feuerschlagen mittels Feuersteinen und Zunder, Kienspan oder Stroh am, silikatreichen Stubensandstein. Mit der entfachten Flamme wurde das Osterfeuer entzündet. Diese Kerben sind heute Kleindenkmale, die geschützt werden sollten.

05.09.09: Botanische Kartierexkursion des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd 
Der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd führte in diesem Jahr wieder in Zusammenarbeit mit der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland im Welzheimer Wald bei Kaiserbach in der Nähe des Bannwaldes Steinhäusle eine botanische Kartierexkursion durch.
Nach einer Einführung in die Kartiermethoden bei einer Waldhütte inmitten des Kartiergebiets ging die Wanderung vom Stubensandstein zu den Bunten Mergeln in die Schlucht des Gänsbachs zum Treibsee. Dieser wurde früher als Stausee für die Holzflößerei benutzt, was sich im Name ausdrückt. Von dort ging es auf einem anderen Weg wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück. Unterwegs wurden sämtliche Farn- und Blütenpflanzen erfasst und in eine Liste eingetragen.

29.08.09: Botanische Exkursion zum Naturschutzgebiet Kapf bei Trochtelfingen am Riesrand
Die Exkursion wurde von der Botanik-AG des Naturkundevereins in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule durchgeführt. Bei optimalem Wanderwetter war eine größere Gruppe
unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Rodi unterwegs.
Das am Riesrand gelegene Gebiet weist einige geologische und botanische Besonderheiten auf, die im Gmünder Raum nicht zu sehen sind. Die Vegetation ist vom kontinentalen
Klima des Rieses beeinflusst. So kommt in dem Orchideenwald neben einer Reihe von Orchideen auch der Berghaarstrang vor.
Besonders beeindruckte die Saumgesellschaft am Rand des Orchideen-Buchenwalds  mit dem seltenen Diptam, der in Ostwürttemberg nur dort gedeiht, der Berg-Kronwicke und der Schwarzen Platterbse, die ebenfalls nur in Wärmegebieten wächst.
Beeindruckt waren die Teilnehmer/Innen auch von der Raupe des Schwalbenschwanzes in der Wacholderheide.

18.08.09: Nochmalige Salvator- und Tunnelführung in Schwäbisch Gmünd
Auf Grund der unerwartet großen Resonanz auf die erd-, landschafts- und kulturgeschichtliche Führung am Salvator und das Interesse am Tunnel versprachen
die beiden Organisatoren, Werner K. Mayer und Johannes Zengerle  die Veranstaltung nochmals zu wiederholen.
Sie sollte vorrangig vor allem für diejenigen angeboten werden, die am ersten Termin vor Ort waren und auf Grund des riesigen Andrangs wieder nach Hause gingen.
Dennoch waren wieder rund 160 Interessenten am Fuß des Salvators zugegen, die in jeweils zwei geteilten Führungen Tunnel und Salvator besichtigten.
Die Meinung der Teilnehmer war einhellig: Der Salvator ist als kunst- und kulturhistorische Stätte ein Gmünder Alleinstellungsmerkmal, dem in Zukunft wieder mehr Beachtung zukommen sollte. Auf Grund des Aufrufs "Rettet den Salvator" gingen bereits eine Reihe von Spenden ein, die als gemeinnützig eingestuft werden und für eine Restaurierung zunächst auf einem Sonderkonto der Münstergemeinde als Eigentümer gesammelt werden.

04.08.09: Salvator- und Tunnelführung mit Werner K. Mayer und Johannes Zengerle
Eine Abendführung am Salvator und im Gmünder Tunnel bot der Naturkundeverein am Dienstag, den 04.08.09 an. Interessenten wurden von der Geologie-AG zu einer erd-, landschafts- und kulturgeschichtlichen Betrachtung der beliebten Gmünder Wallfahrtsstätte eingeladen. Da kurz zuvor der neue Oberbürgermeister, Richard Arnold, zusammen mit Herzogin Diana von Württemberg den Salvator besuchte und auch die beiden Tageszeitungen darüber berichteten, war ein riesiges, kaum zu bewältigendes Interesse der Bevölkerung vorhanden.
Die beiden Organisatoren, Werner K. Mayer und Johannes Zengerle mussten kurzfristig darauf reagieren. Sie boten daher im Wechsel zwei Mal eine Tunnelführung und einen Salvator-Rundgang an.
Mayer sprach zunächst über die Keupersandsteine, insbesondere die am Salvator auftretenden Schichtfolgen des Stubensandsteins und deren Einordnung innerhalb der Erdkruste. Der landschaftsgeschichtliche Aspekt befasste sich mit dem Nepperberg und seiner Namensgebung als "angebohrter Berg". Er wies auf die 22 Gesteinsarten hin, die am Salvator zu erkennen sind und erklärte sie zum Teil durch Beispiele.
Die Teilnehmer zeigten großes Interesse an der Deutung der Salvatorbrille und den Hinweisen auf den Donzdorfer Sandstein, aus denen Caspar Vogt seine Bildstöcke um 1620 schuf. Deutlich sind auch die vier Epochen des Ausbaus der Wallfahrtstätte zu erkennen. In der Symbolik der Muschelkapelle stecken viele deutbare naturkundliche Ansätze, deren Wissen zum Verständnis ihrer christlichen Aussagen beitragen.
Dass der Oberbürgermeister Richard Arnold an der Muschelkapelle die Bürger empfing und sein großes Interesse am Salvator bekundete, war ein sehr erfreulicher Aspekt der Führung. Er rief zu einer bürgerschaftlichen Aktion zur Rettung des Salvators auf und begeisterte damit die Teilnehmer.
Johannes Zengerle, der verantwortliche Bauleiter des Gmünder Tunnels, wanderte seinerseits mit einer großen Interessentenschar zum Tunnelprojekt. In vier Gruppen aufgeteilt wurden die einzelnen Bauphasen erkundet. Im Vortragsraum konnten die
Bürger viel über den Baufortgang erfahren.
Auf Grund des übergroßen Interesses versprachen die beiden Exkursionsführer, in den nächsten Wochen nochmals Führungen anzubieten.

01.08.09: Geologie-AG bei der Fossilienausstellung in Crailsheim
In Crailsheim läuft derzeitig bis September eine interessante Ausstellung über fossile Pflanzen und Hölzer. Ihr Titel: Aus Holz wird Stein - Kieselhölzer aus dem Keuper Frankens.
Das NKV-Mitglied Siegfried Nikel, der maßgeblich daran beteiligt ist,  hatte dazu eingeladen. Er führte die Arbeitsgemeinschaft Geologie einfühlsam und spannend im Stadtmuseum im Spital in der Spitalstraße.
Unter den Exponaten ist auch ein 12 m langer fossiler Baumstamm einer Conifere aus dem Schilfsandstein des Oberen Bühlertals zu bewundern, den Siegfried Nikel vor einigen Jahren im Bühlertal vollständig ausgrub. Darüber hinaus wurde eine weitere fossile Baumart, eine Markholznadelbaumart, gefunden. Sie ist im Keuper sehr selten.
Nikel machte er auch auf "exotische Gerölle" aufmerksam, mit denen sich der Transportweg und die Herkunft der Schilfsandsteine nachweisen lässt. So konnten auch die möglichen Wuchsgebiete der Keuperkoniferen ermittelt werden.
Seit Jahren beschäftigt sich Nikel auch mit Beobachtungen zur Holzzersetzung in den Treibhölzern aus dem Oberen Bühlertal. Auf Spurensuche nach Mikroorganismen fand er Pilzfruchtkörper an Kieselhölzern. Seine erläuternden großformatigen Bilder zeigen Fremdstrukturen der verschiedensten Art. Über deren Erscheinungen stehen die  wissenschaftlichen Erklärungen erst am Anfang.
Im Anschluss an die Führung lud die Familie Nikel die Mitglieder der Geologie-AG noch zu einer Besichtigung seiner umfangreichen Sammlung von Keuperhölzern nach Bühlerzell ein.

19.07.09: Gebirgsausfahrt ins Kleine Walsertal
Auch in diesem Jahr wurde wieder zusammen mit der VHS eine eintägige Gebirgsausfahrt angeboten. Ein voller Omnibus brachte die Teilnehmer der naturkundliche Exkursion nach Riezlern ins Kleine Walsertal.  Mit dem Lift ging es zur Ifenhütte. Von dort wurden zwei verschiedene Gruppenwanderungen zum Gottesacker und auf demselben Weg wieder zurück angeboten. Exkursionsführer waren die Botaniker Hans H. Rademann und Prof. Dr. Dieter Rodi.
Dr. Rodi hatte einen kurzen Exkursionsführer zusammengestellt, den er beiden Gruppen zu Beginn erläuterte und sowohl in die Geologie wie auch in die Vegetationsgliederung des Allgäus einführte.
Bei bestem Wanderwetter bereitete der kurzweilige Aufstieg, immer wieder unterbrochen durch interessante Erläuterungen der beiden Biologen, keinerlei Schwierigkeiten. Die körperliche Anstrengung war überlagert von der Menge wissenswerter Informationen, die von den Teilnehmern dankbar aufgenommen wurden.

18.Juli.09: Führung zu den Höhlen am Rosenstein mit Roger Schuster
Am Samstag, 18.07.09 bot die Arbeitsgemeinschaft Geologie des Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd eine Führung zu und in den Höhlen am Rosenstein an. Trotz widriger Umstände und Starkregen zur vereinbarten Zeit besuchte Roger Schuster, aktiver Höhlenforscher, mit der Gruppe zunächst die Kleine Scheuer.
Er erläuterte dort Beobachtungen zur Tektonik und wies und auf die mehrphasige Entstehung durch einen unterirdischen Bachlauf hin. Auch über archäologische Funde, vor allem die Entdeckung einer Rentierdasselfliegenlarve aus Gagat, dem ältesten Artefakt aus fossilem Holz, wusste er zu berichten.
Des Weiteren wurde die Dreieingangshöhle besucht. Hier vermittelte er, wie ein Höhlenbach ein verzweigtes Gangsystem geschaffen hat.  Auch die nachfolgende Wirkung der Korrosion durch Sickerwasser war dort anschaulich zu sehen.
Spannend für die anwesenden Jugendlichen war auch der Besuch des Finsteren Loches. Der abschließende Blick bei klarem Wetter von der Ruine Rosenstein auf die Ebenen des Albvorlandes entschädigte für die empfangene Nässe.

05. Juli 2009: Jahresausflug des NKV
Der Jahresausflug des Naturkundevereins führte dieses Jahr am Sonntag, 05. Juli, in das neue Biosphärengebiet Schwäbisch Alb um Münsingen. Bei strömendem Regen trafen sich um 7.00 Uhr 38 Personen am ZOB zur Busabfahrt. Da in Zainingen an diesem Wochenende das Hülbenfest stattfand, mussten wir wegen Straßensperrung bereits bei der Ortseinfahrt aussteigen. Dort begrüßte uns unser Exkursionsleiter, Herr Günter Künkele, der seit Jahren den Truppenübungsplatz Münsingen naturkundlich erforschte und einige Bücher dazu veröffentlicht hat.  Nach einer kurzen Einführung in die Geologie besichtigten wir die Hülbe in Zainingen. Dort wurde auch die Entstehung der Hülbe erläutert.
An der Einführungstafel beim Parkplatz vor dem ehemaligen Truppenübungsplatz wurde der Begriff Münsinger Hardt als ehemaliger Hutewald  und die Geschichte des Truppenübungsplatzes erläutert. Auf die Bedeutung der Panzerringstraße und heutige Nutzung als Erprobungsstrecke für Lastwagen hat Herr Künkele hingewiesen und daran sowie an anderen Beispielen darauf die Interessenkonflikte zwischen den Ansprüchen von Tourismus und Naturschutz in dem Biosphärengebiet hingewiesen, das von Reutlingen über Münsingen bis nach Kirchheim Teck reicht.  Bei der Wanderung quer durch den ehemaligen Truppenübungsplatz auf den Routen 6 und 5 hat uns Herr Künkele interessante Pflanzen, z.B. eine Sommerwurzart und den Kleinen Wiesenbocksbart erläutert. Besonders viele verschiednen Schmetterlinge (Widderchen, Mohrenfalter, Schachbrett und Nachtfalter) konnten fotografiert werden. An seltenen Vögeln sahen und hörten wir Braunkehlchen und Schwarzkehlen. Es wurde auch auf die Schafbeweidung, die Wasserversorgung und auf die um den ehemaligen Schafhof noch vorhandenen Streuobstbestände mit alten Obstsorten eingegangen. Wir konnten auch die Leittürme, die Schießbahnen und die Beobachtungsbunker sehen.
Von dem 1937 evakuierten Dorf Gruorn steht nur noch dir Kirche und ein weiteres Gebäude. Beim Besuch der Kirche konnten wir auf einem Bild die Größe und Lage des ehemaligen Dorfes sehen. Bemerkenswert war auch der sehr gepflegte Friedhof um die Kirche. Gruorn entstand wie Zainingen auf einem ehemaligen Vulkanschlot, weil dadurch auf der verkarsteten Alb die Wasserversorgung gesichert war. Nach einem  Rundgang durch das ehemalige Dorf, von dem nur noch wenige  Mauerreste vorhanden sind, wanderten wir zum Parkplatz Tailfingen, an dem bereits der Bus auf uns wartete. In seiner Dankrede hob Herr Rodi die humorvolle und umfassende Information über den ehemaligen Truppenübungsplatz, über naturkundliche und heimatgeschichtliche Themen hervor. So war die Wanderung für Mitglieder der verschiednen Arbeitsgemeinschaften des Gesamtvereins besonders interessant.
Nach einer Mittagspause begann die Führung im Erholungsgebiet Beutenlay südlich von Münsingen. Besonders bemerkenswert war eine Reihe von verschiedenen heimischen Sträuchern, wobei die im Allgäu beheimatete Pimpernuss durch ihre blasig aufgequollenen Früchte auffiel. Im Feldflorareservat konnten verschieden Feldfrüchte vorgestellt werden: Einkorn, Emmer und Dinkel, Lein und Buchweizen. Dazwischen lagen einige Schwarzbrache-Äcker, die im Herbst frisch umgebrochen waren. An seltenen kalkliebenden Wildkräutern fanden wir den Frauenspiegel (Rote Liste 3), die Ackerröte und die Nachtlichtnelke. Auf einem größeren, schon länger nicht bearbeiten Acker (Grünbrache) gab es sehr viele Ackerwildkräuter, z.B. die Duftlose Kamille. Am Waldrand waren einige wärmeliebende Stauden zu sehen, z.B. Diptam und Purpurblauer Steinsame.
Auf den anschließenden Trockenrasen fielen der Gelbe Enzian und die Küchenschelle auf. Um 17.00 traten wir die Heimreise an und waren um 18.30 Uhr wieder in Schwäbisch Gmünd. Trotz des wechselhaften Wetters war die Exkursion sehr gut gelungen.

21.06.09: Jahrestreffen des Deutschen Naturkundevereins in Göppingen
Am Jahrestreffen in Göppingen nahm auch der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd teil. Die gemeinsame Fahrt mit dem Bus der Heidenheimer Gruppe begann am Sonntag um 9.15 Uhr. Es wurden zwei Exkursionen angeboten:
Die Exkursion A mit  geologischer, kulturgeschichtlicher und botanischer Ausrichtung führte zum Zeugenberg Hohenstaufen und zur Spielburg, wo die Rutschmasse der Spielburg erläutert wurde. Ebenfalls besucht wurden das Jurafangowerk mit Schieferbruch in Bad Boll (Geopark-Infostelle Schwäbische Alb) und das neue Staufer-Museum in Hohenstaufen.
Die Exkursion B mit forstwirtschaftlich, botanisch und geologischem Schwerpunkt befasste sich mit der Nordalb und dem Oberen Filstal.
Revierförster Schürle führte im Hutewald Nordalb. Die Geologie des Oberen Filstales, die Felsformationen sowie die Trockenrasen mit ihrer Flora waren der Ansatz für vertiefte Betrachtungen und Gespräche. Ebenso wurde das Jurafangowerk mit dem Schieferbruch in Bad Boll besucht.
In den Exkursionskosten war der Preis für den außerordentlich gut gelungenen neuen Führer „Erdgeschichtliche Wanderungen im Stauferkreis Göppingen“ enthalten.
Die Rückfahrt von Göppingen nach Schwäbisch Gmünd erfolgte dann vom  pünktlich vom vereinbarten Treffpunkt in Göppingen, ZOB.
Dem Naturkundeverein Göppingen ist für eine gut vorbereitete und interessante Veranstaltung zu danken.

15.06.09: Gelungener Amphibienschutz - Rückblick
Die starke Hin- und Rückwanderung der Amphibien erfolgte dieses Jahr Anfang April. Dies fiel mit den letzten Schultagen vor den Osterferien zusammen. So hatten die Schüler Gelegenheit zu stärkerer Beteiligung als in den letzten Jahren, und die Erfolge können sich sehen lassen. Die genaue Auswertung ergab: Insgesamt wurden 959 Tiere von Schülern über die Straße getragen. Der größte Anteil entfiel mit 774 Tieren aus Schüler der A.-Stifter-Realschule. Den Lehrerinnen Frau Braun, Frau Gasch  und Frau Übelmesser sei herzlich für ihre organisatorische Hilfe gedankt. Dank auch an die anderen! Frau Nicolai half mehrmals mit Ihren Schülern von der Klösterleschule und Herr Grün kam mit Schülern von St. Josef.
Am 22. April fand eine Pressekonferenz im Nebenzimmer des Gasthauses "Kübele" statt, um öffentlich zu zeigen, dass nun die Rettung der Amphibien bereits im 30. Jahr stattfindet. 1979 musste die Feuerwehr ausrücken, um die Masse der überfahrenen Tiere von der Straße zu räumen. Dies war der Anlass für Mitarbeiter  der ZF um Walter Haslauer und Peter Aleksejew gewesen, nun aktiv zu werden. Ein provisorischer Zaun wurde gebaut, die Arbeitsgemeinschaft Amphibien und Reptilien wurde gegründet. Jedes Jahr fanden sich Freiwillige, um im Schießtal zu helfen.
Die Rückwanderung der Jungtiere begann am Dienstag, 9. Juni und verstärkte sich am Mittwoch. Am Donnerstag war Feiertag: Fronleichnam. So wurde die Sperrung der Richard-Bullinger Straße für den gesamten Verkehr allgemein akzeptiert. Die künstliche Beregnung der Straße erwies sich als voller Erfolg. Hunderte von Besuchern kamen, um die wandernden Jungtiere zu beobachten. Nur als die Sperrung noch am Montag, 15. Juni vormittags aufrecht erhalten wurde, kam es zu telefonischen Protesten. Eine Leserbriefaktion in den Zeitungen, wie schon in früheren Jahren, blieb jedoch aus.
Die Akzeptanz für die Maßnahme nimmt zu.

09.06.09: Einweihung des Naturschutzgebietes Wental
Zur Vorbereitung der Ausweisung des Naturschutzgebietes Wental haben die damalige Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege (jetzt Referat 56 Naturschutz des Regierungspräsidiums Stuttgart) unter der Betreuung von Oswald Jäger, der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd und der Wentaltreff (ein Zusammenschluss von Biologen der Region Ostwürttemberg) die fachlichen Grundlagen geschaffen.
Sie wurden  im Buch „Das Wental“ (Herausgeber Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd) im Einhorn-Verlag Schwäbisch Gmünd 2003 veröffentlicht.
Nachdem noch einige offene Fragen, vor allem die Interessenkonflikte zwischen Naturschutz und Tourismus im Felsenmeer einvernehmlich gelöst werden konnten, wurde die Verordnung zum Schutz des Wentals als Naturschutzgebiet am
29. Dezember 2008 erlassen.
Die Einweihung fand am 9. Juni 2009 durch Enthüllung der Informationstafeln am Eingang des Felsenmeeres durch den Regierungspräsidenten des RP Stuttgart, Herrn Johannes Schmalzl statt. Außer Herrn Schmalzl, der das Naturschutzgebiet in seiner Bedeutung für Ostwürttemberg als Landschaft mit vielen geschützten Tieren und Pflanzen würdigte und dem Vorbereitungsteam dankte, begrüßten Herr Landrat Hermann Mader vom Landratsamt Heidenheim, Herr Erster Landesbeamter Hubert Götz als Verteter von Landrat Pavel, Ostalbkreis, Herr Bürgermeister Rainer Schaller (Steinheim ) und Herr Bürgermeister Wolfgang Hofer (Essingen).

Von den 29 Autoren des Wentalbuchs waren immerhin zehn erschienen, darunter auch der Schäfer Johannes Smietana mit einem Mutterschaf und zwei Lämmern. Ohne Schafbeweidung können die wertvollen Heideflächen des Wentals nicht gepflegt und erhalten werden.
Herr Oswald Jäger erläuterte die beiden Tafeln und ging dabei besonders auf die Tafel ein, auf der auf einem Foto des Felsenmeers die Bereiche gelb markiert sind, auf denen sich die Besucher aufhalten, spielen, klettern und grillen können. Es wurden keinen Verbote ausgesprochen, sondern positiv einige Bereiche für den Tourismus freigegeben.
Beim Spaziergang im Felsenmeer, entlang der Heidekraut-Heide und im unteren Teil des Wentals bis zum Spitzbubenstadel erklärte Herr Prof. Dr. Dieter Rodi als einer der Redakteure des Wentalbuches die Entstehung des Wentales als Trockental und die Entstehung der bizarren Dolomitfelsen. Außerdem stellte er einige bemerkenswerte Pflanzen vor. Herr Ralf Worm erläuterte als Geschäftsführer des Landschafts-erhaltungsverbandes Ostalbkreis die Probleme der Pflege der Heiden. Herr Revierförster Rösch brachte Beiträge zum Waldbau und Herr Reinhard Wolf vom RP gab allgemeine Informationen zum Naturschutz.
Weiterer Erfahrungsaustausch fand bei Kaffe und Kuchen in der Wentalgaststätte statt. Dort hielt der Naturschutzbeauftragte des Gebietes, Herr Revierförster Kühnhöfer einen Power-Point-Vortrag über die Neukonzeption des Naturlehrpfades im Wental.

27.05.09: Auf nach Münsingen – der Natur wegen.
Wer den Ortsnamen Münsingen hört, denkt an ein geruhsames Städtchen auf der Rauen Alb und besonders an harte Übungen auf dem angrenzenden, 67 km2 großen Truppenübungsplatz. Seit 2006 ist dies Vergangenheit. Die Stadt und der riesige Platz sind ein Herzstück eines noch ausgedehnteren Biosphärengebietes geworden, das dem natürlichen Wachstum interessanter Pflanzen und Tiere reichlich Lebensraum bietet.
Dieses erhalten gebliebene Stück echter Albnatur und das Feldflorareservat Beutenlay mit seinen Faunenschönheiten, seinen seltenen Bäumen und Sträuchern, seinen Blumenwiesen und insbesondere seinem Feldflorareservat mit vielen besonderen Ackerwildkräutern wurde am Mittwoch, den 27.05.2009 um 20.00 h im Vereinsheim der Naturfreunde in der Hinteren Schmiedgasse 16 für jedermann mit Lichtbildern von Peter Aleksejew und Dr. Dieter Rodi vorgestellt.
Es war eine Einführung für die zahlreichen Mitglieder und Naturfreunde, die sich am Jahresausflug des NKV beteiligen werden. Sie wurden zusätzlich mit Informationsmaterial über dieses, erst vor kurzem von der UNESCO als Biosphärenschutzgebiet ausgewiesene Kleinod auf der Schwäbischen Alb versorgt.
Am Sonntag, den 05.07.2009 werden diese Besonderheiten in einer Ganztagesexkursion mit Herrn Günter Künkele, einem erfahrenen Kenner der Gegend, erwandert und entdeckt.

23.05.09 in Königsbronn: Geologie an der Quelle im Rahmen der Woche Europäischer Geoparks.
Die Gemeinde Königsbronn besitzt alles, womit sich die Karsterscheinungen der Schwäbischen Alb eindrucksvoll und augenscheinlich dokumentieren lassen: große Dolinenfelder auf dem Albuch und dem Härtsfeld, einen Steinbruch, der die zerklüfteten Kalke und Höhlensysteme zeigt und vor allem zwei Quelltöpfe des Tiefen Karsts im Talgrund.
Der Brenztopf und der Pfeffertopf waren die treibenden Kräfte für die Schmieden und Hochöfen einer frühen Eisenverhüttung und -eisenverarbeitung im Brenztal.
Auch die Gmünder Sensenschmiede versuchten immer wieder, sich direkt an den Rohstoffen im Brenztal zu beteiligen.
Im Rahmen der Woche der Europäischen Geoparks bot der Kulturverein Königsbronn und der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd am Samstag, 23.05.09 eine gemeinsame Führung mit dem Thema „Geologie an der Quelle“ an.
Den geologischen Part übernahm der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geologie im Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd, Werner K. Mayer. Er führte zu den beiden Quelltöpfen und einem markanten Steinbruch. Hier ließen sich Karsterscheinungen und Höhlenbildungen eindrucksvoll dokumentieren.
Erich Vomhoff führte für den Kulturverein die Teilnehmer in der Alten Gießerei, einem Industriedenkmal der Schwäbischen Hüttenwerke von hohem Rang. Hier bestand die Gelegenheit, den alten zweizügigen Flämmofen und einen beinahe 200 Jahre alten Holzkran mit einer Tragkraft von 100 Zentnern zu besichtigen und sachkundige Informationen zu erhalten. Hier wurden seinerzeit immerhin schon Hartgusswalzen mit einer Länge von 6,50 m gegossen und zur Weiterverarbeitung gebracht.
Nebenbei wurde die Geschichte des ehemaligen Zisterzienserklosters und der Schwäbischen Hüttenwerke eingeflochten.
Rund 100 Teilnehmer nahmen bei sonnigem und sehr warmem Wetter an der dreistündigen, erfolgreich verlaufenen Führung teil.

Südwestdeutscher Floristentag am 16. und 17. Mai 2009 in Schwäbisch Gmünd
Die Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e.V. (BAS) führte in diesem Jahr ihren 19. Floristentag in Zusammenarbeit mit dem Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd e.V. (Nkv) in Schwäbisch Gmünd und Umgebung durch. Die Tagungen der BAS fanden seither in Karlsruhe, Stuttgart, Freiburg und Ulm statt. So war es an der Zeit, auch einmal Ostwürttemberg zu besuchen, zumal die Ostalb eine Reihe von floristischen Besonderheiten bieten kann.
Zur Tagung waren insgesamt über 50 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz Südwestdeutschland erschienen. Sie begann mit den Vorträgen am Samstag, 16. Mai um 9.15 im Kleinen Saal des Prediger mit Begrüßungen durch den 1. Vorsitzenden der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland, Thoma Breunig, durch den 1 Vorsitzenden des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd, Prof. Dr. Friedrich Bay und durch den Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, Dr. Joachim Bläse. Anschließend führte Prof. Dr. Dieter Rodi in die Landschaft des Albuch mit besonderer Berücksichtigung der Exkursionsgebiete ein. Anschließend fanden, unterbrochen durch eine Mittagspause, folgende Fachvorträge statt:
Biodiversität kennen lernen – Schularten und Schulgelände (Dr. Karlheinz Köhler),    Ostwürttembergische Ackerflora seit 1797 (Hans Wolf),
Morphologische Variabilität der Flaumeiche in Südwestdeutschland (Dr. Carl Höcke),  Die Landschaft der Goldsterne – vergleichende Beobachtungen aus 20 Jahren (Monika Peukert),
Die Gattung Celtis in Südwestdeutschland (Thomas Breunig),
 ie Wilde Rebe (vitis vinifera ssp. sylvestris) – Biologie, Ökologie, Aspekte des Artenschutzes (Annemarie Radkowitsch).
Um 17 Uhr schloss die alljährliche Mitgliederversammlung der BAS an. Nach den Berichten des Vorstandes, der Schatzmeisterin und der Kassenprüfer wurde der Vorstand und die Schatzmeisterin entlastet. Anschließend wurden der Vorsitzende (Thomas Breunig), seine Stellvertreter/Stellvertreterin (Prof. Dr. Reinhard Böcker, Norbert Höll und Annemarie Radkowitsch) und die Schatzmeisterin (Rita Hofbauer) wiedergewählt. Zu den bisherigen Beiräten (Siegfried Demut, Dr. Adam Hölzer, Dr. Walter Lang, Dr. Markus Sonnberger, Uwe Fessenbecker, Helmut Herwanger, Eberhard Koch, und Jürgen Vögtlin) kamen für Ostwürttemberg Prof. Dr. Dieter Rodi und für das Staatliche Museum für Naturkunde in Stuttgart Dr. Arno Wörz hinzu. Über die Tätigkeit der Arbeitskreise Kinder und Jugend, Characeen, Adventivflora und Geobotanik wurde berichtet.

Am Sonntag 17. Mai begannen um 9 Uhr am Hauptbahnhof in Schwäbisch Gmünd zwei Exkursionen. Die BAS hat sich in Zusammenarbeit mit den Museen für Naturkunde in Stuttgart und Karlsruhe die Aufgabe gestellt, die Verbreitung der Farn- und Blütenpflanzen in einer landesweiten floristischen Kartierung zu erfassen. Beispielhaft wurde für den Floristentag  ein Quadratkilometer am Albtrauf südlich von Bargau ausgewählt.
In zwei Gruppen: Annemarie Radkowitsch, Ingeborg Lenske, Manfred Walderich und Dr. Dieter Rodi bzw. Thomas Breunig und Dr. Hermann Spieß wurden jeweils annähernd 270 Farn- und Blütenpflanzen erfasst. Die Ergebnisse sollen in einer Tabelle zusammengeführt werden.
Die zweite Exkursion besuchte zwei Naturschutzgebiete auf dem Albuch.
Im Naturschutzgebiet Raue Wiese zeigten Peter Aleksejew, Jürgen und Brigitte Adler und Dr. Thomas Grund die Pflanzenwelt der feuchten Feuersteinlehme, insbesondere die Borstgrasrasen mit Arnika und Sparriger Binse und die Übergangsmoore mit Scheidenwollgras, Schmalblättrigem Wollgras, der Moosbeere und dem Waldläusekraut. Harald Buchmann vom Regierungspräsidium Stuttgart konnte von der Pflege des Naturschutzgebietes berichten. Auf einer Rundwanderung im Felsenmeer des Naturschutzgebietes Wental unter Führung von Peter Aleksejew wurde vor allem die Flora der Dolomitfelsen mit dem seltenen Rasen-Seinbrech, der Rotblütigen (Sand-)Schaumkresse und verschiedenen Streifenfarnen vorgestellt. Die Kalkarmen Magerweiden (Wiesenhafer-Flügelginster-Heiden) auf den trockenen Feuersteinlehm-Böden waren vor allem durch das Heidekraut, den Flügelginster, die Arnika und das Hundsveilchen geprägt. Der Erhalt dieser für die Ostalb besonderen Pflanzengesellschaft durch Schaf-Beweidung und Pflege wurde durch Ralph Worm erläutert. Eine Wanderung durch das Wental unterhalb der Wental-Gaststätte mit Forstdirektor i. R. Max Riehle und Ralph Wormbeschloss die Exkursion. Die Tagung endete am Sonntag, 17. Mai, gegen  17 Uhr.
 

25.04.09: Ehrennadel für Prof. Dr. Rodi
Eine weitere Ehrung wurde dem Ehrenvorsitzenden des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd zuteil. Er erhielt am 25.04.09 bei der Mitgliederversammlung des Landesnaturschutzverbandes die Ehrennadel des LNV für 25 Jahre erfolgreiche Tätigkeit als Sprecher des ANO.
Die Naturschutz treibenden Vereine des Ostalbkreises gratulierten ihrem langjährigen Sprecher herzlich zur Auszeichnung.

15.04.09: Vortrag über das „Geheimnis“ Patagonien
Naturkundeverein und VHS luden zu einem Dia-Vortrag am 15. April 09 im VHS-Vortragssaal am Münsterplatz ein.
Im Süden von Chile und Argentinien liegt Patagonien. Es ist ein mythisches Land, dort in Südamerika am anderen Ende der Welt. Kontraste geben die Eindrücke mit der Pampa im Osten, unberührtem Regenwald im Westen und den schroffen Bergen und gewaltigen Gletschern der Südkordilliere. Die einzigartige Natur ist von Wind und rauem Wetter geprägt. Ein Ketten von großen Nationalparks laden zu Beobachtungen und Erlebnissen
ein.
Gerhard Albrecht vom Naturkundeverein war dort mit Rucksack und Zelt über zwei Monate auf einer Rundtour unterwegs.
In seinem Dia-Vortrag zeigt er faszinierende Bilder von seinen Wanderungen und Abenteuern in diesen großartigen Landschaften und vermittelte - neben Beispielen aus dem Tier- und Pflanzenreich - Eindrücke der schier endlosen Weite unter einem Himmel ohne Horizont.

01.04.09: Prof. Dr. Ulrich Kull: Die großen Aussterbe-Ereignisse in der Erdgeschichte und ihre Bedeutung für das Evolutionsgeschehen.
Im so genannten "Darwin-Jahr" 2009, jährt sich der Geburtstag von Charles Darwin zum 200. Mal. Hinzu kommt, dass seit seiner Bahn brechenden Veröffentlichung "On the origins of species by means.." 150 Jahre vergangen sind.
Prof. Dr. Ulrich Kull, früher Professor am Botanischen Institut der Universität Stuttgart und ehemals Vorsitzender der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg, bot in diesem Zusammenhang obigen Lichtbildervortrag an, den der Naturkundeverein zusammen mit der Volkshochschule ausrichtete.
Ein Aussterben (Extinktion), d. h. Verschwinden von Arten, ohne Nachkommen zu hinterlassen, erfolgt häufig im Verlauf der Evolution. Weit mehr als 95 % aller entstandenen Arten sind wieder ausgestorben. Man unterscheidet gewöhnliche Aussterbe-Ereignisse und Massenextinktionen.
Zunächst wurde an Hand der ersteren über die Ursachen von Aussterben gesprochen. Regionale Aussterbe-Ereignisse, wie z.B. gegen Ende der Tertiärzeit in Südamerika, leiten über zu Massenextinktionen, die weltweit gleichzeitig wirksam wurden. Deren Zeitpunkte, Genauigkeit dieser Datierung, mögliche Ursachen und unmittelbare Auswirkungen wurden erörtert und die Folgen für Pflanzen, Tiere und den Evolutionsvorgang insgesamt dargestellt. Im Vordergrund standen die Massenaussterben an der Perm/Trias-Grenze und der Kreide/Tertiär-Grenze .
Ohne das letztgenannte Massenaussterben wären die Säugetiere wohl nicht oder zumindest nicht so rasch eine herrschende Tiergruppe geworden und daher auch die Evolution der Primaten (Herrentiere) vermutlich viel langsamer erfolgt und es gäbe wahrscheinlich (noch?) keine Menschen, so die Aussagen des kompetenten Biologen und Evolutionsforschers.
Der Vortrag im Klösterle-Saal der VHS am Münsterplatz wurde vom NKV wie immer kostenlos angeboten und erfreute sich einer großen Besucherzahl.

28.03.09: Moose im Gelände und unter dem Mikroskop
Die Arbeitsgemeinschaften Botanik und Mikroskopie des Naturkundevereins führten in einer einmaligen Veranstaltung gemeinsam einen Mooskurs durch. Sie trafen sich am Parkplatz am Ende der Taubentalstraße in Schwäbisch Gmünd.
Morgens fanden unter der Leitung des Moosspezialisten Gerd Höhenberger im Taubental Kennübungen vor allem der Moose an trockenen und feuchten Stubensandsteinfelsen statt. Nachmittags wurden die gesammelten Moose in Vereinsraum des NKV in der Pestalozzi-Schule unter dem Mikroskop betrachtet und genauer bestimmt. Dabei wurden die verschiedenen Formen der Moose vorgestellt. Gerd Schneider und Prof. Dr. Dieter Rodi unterstützten die Arbeit am Mikroskop.

19.03.09: Einführung in die digitale Praxis für Naturkundler
Im Vereinsraum des Naturkundevereins in der Pestalozzi-Schule fand eine Einführung in die digitale Praxis statt. Gerd Schneider bot einen Erfahrungsaustausch über digitale Diaschau, Projektion mit Powerpoint, Irfan View und andere Präsentationsprogramme an. Er war speziell an Naturkundler des Naturkundevereins und der Naturfreude gerichtet und wurde gut angenommen.

11.03.09: Jahreshauptversammlung des Naturkundevereins
Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Naturkundevereins wurde im Vereinsheim der Naturfreunde in der Hinteren Schmiedgasse 16 abgehalten.
Der Vorsitzende, Prof. Dr. Friedrich Bay erbrachte einen ausführlichen Rechenschaftsbericht, der ebenso wie der Bericht des Schatzmeisters Hans Miksche die einstimmige Entlastung zur Folge hatte. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Satzungsänderung. Er war mustergültig vorbereitet, so dass auch dieser Punkt einstimmig verabschiedet wurde.
Der Vorsitzende gab im Ausblick eine Reihe geplanter Veranstaltungen bekannt.
Sie sind bereits im neuen Programmheft beschrieben.
Im Anschluss an die Hauptversammlung fand der Vortrag von Jochen Klein im Rahmen der Botanik-AG:
Abenteuer Westafrika, der mit Lichtbildern unterlegt wurde, und den Beifall der Anwesenden fand, statt.

07.03.09: Amphibienschutz  im Schießtal - Einführung und Pflegeaktion
Wie in jedem Jahr vor Beginn der Amphibienwanderung im Schießtal wurde sowohl
in die Theorie wie auch in die Praxis eingeführt.
Zur Vorbereitung fand daher am Samstagmorgen um 9.00 h zunächst eine theoretische Einführung statt. Treffpunkt war das Vereinsheim der Naturfreunde in der Hinteren Schmiedgasse 14 in Schwäbisch Gmünd. Hier wurden nicht nur langjährige Mitarbeiter, sondern auch Anfänger mit den Besonderheiten der Amphibien vertraut gemacht.
Zur Einführung in die Praxis traf man sich um 14.00 Uhr am Haupteingang zum Schießtal-Freibad. Hier wurden auch unter Beteiligung einer Grundschulklasse der Klösterleschule die Fangrinnen vor dem Amphibienzaun gereinigt. Oberbürgermeister Wolfgang Leidig lobte bei seinem Besuch die Arbeit der ehrenamtlichen Amphibienhelfer.

26.01.09: Peter Aleksejew wurde 80 Jahre alt
Am 26.01.09 feierte in seinem Reihenhaus auf dem Rehnenhof ein hervorragender Naturkundler und Ehrenmitglied des Naturkundevereins seinen 80. Geburtstag.
Peter Aleksejew hat sich sein Leben lang im Beruf und in vielen Ehrenämtern für das Gemeinwohl der Gmünder Bürger und darüber hinaus engagiert.
Er kam 1942 aus dem Osten nach Deutschland und nach dem zweiten Weltkrieg nach Schwäbisch Gmünd. Jahrelang war er in der Zahnradfabrik Lenksysteme Schwäbisch Gmünd beruflich tätig und in deren Betriebsrat aktiv. Seit 1951 ist er Mitglied bei der Bergwacht Schwäbisch Gmünd und hat in der 50er- und 60er Jahren den Rettungs- und Streifendienst mit aufgebaut.
Seit den 70er-Jahren hat er seine ehrenamtlichen Tätigkeiten auf den Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd verlagert. Sein Organisationstalent und seine Kontaktfreudigkeit kamen dem Naturkundeverein bei der Gründung mehrerer Arbeitsgemeinschaften zugute. Bis ins hohe Alter hat er die Botanik-Arbeitsgemeinschaft und die Arbeitsgemeinschaft Landschaftspflege geleitet und beim Amphibienschutz im Schießtal mitgewirkt. Seine naturkundlichen Vorträge waren überall sehr beliebt. Als fachkundiger Botaniker hat er bei der vom Staatlichen Museum Stuttgart durchgeführten landesweiten floristischen Kartierung mitgewirkt. Ebenso war er bei der Biotopkartierung am Ende der 70er-Jahre ein gewissenhafter und zuverlässiger Partner. In Schwäbisch Gmünd hat er größere Tagungen des Arbeitskreises heimischer Orchideen ausgerichtet.
Bei der Gründung des Arbeitkreises Naturschutz Ostwürttemberg, Raum Schwäbisch Gmünd, war er wesentlich beteiligt. Er hat Landschaftsputz- und Landschafts-Pflegeaktionen mit organisiert und dabei selbst aktiv Hand angelegt. Er hat die Ausweisung und Erforschung von Naturschutzgebieten mit Rat und Tat unterstützt.
Den Wentaltreff, eine Vereinigung interessierter Botaniker von Ostwürttemberg, hat er ins Leben gerufen und jahrelang geleitet. Viele Veröffentlichungen über die Verbreitung von Pflanzen und über Naturschutzgebiete in Ostwürttemberg stammen aus seiner Feder.
Für sein ehrenamtliches Engagement hat er 1995 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Er hat sich aber auf seinen Lorbeeren nicht ausgeruht, sondern weiterhin beim Umweltbeirat, später bei der Agenda 21 Gruppe Stadtplanung und Stadtentwicklung sowie der Baumkommission der Stadt Schwäbisch Gmünd mitgearbeitet. Für die Errichtung des Walderlebnispfades Taubental (Naturatum) brachte er viele gute Ideen ein. Seit sich die Weleda-Gärten bei Wetzgau stark ausgedehnt haben, führt er dort regelmäßig Führungen durch. Seine Freunde und Bekannten wünschen Peter Aleksejew, dass er noch viele Jahre in Fröhlichkeit und Gesundheit zusammen mit seiner Frau, seinen Kindern und Enkeln verbringen darf.

23.01.09: Langjähriges Mitglied Willi Nolte verstorben
Am 23. Januar 2009 ist im Alter von 82 Jahren Herr Willi Nolte verstorben. Er war über 40 Jahre aktives Mitglied des Naturkundevereins und längere Zeit Schatzmeister. Auch hat er sich um die Bibliothek des Vereins gekümmert und bei der Gestaltung der naturkundlichen Sammlungen mitgewirkt. Außerdem hat er regelmäßig als Graveur bei Vorführungen in der Ott-Pauserschen Fabrik mitgearbeitet. 19 Jahre hat er als Vorsitzender des Josefsvereins und als Mesner die Josefskapelle betreut. Mitglieder des Naturkundevereins haben ihn bei der Trauerfeier begleitet. Herr Nolte hat sich um den Naturkundeverein verdient gemacht.

21.01.09: Vortrag - Die Seychellen - Paradies im Indischen Ozean
Am 21.01.09 entführte Josef Müller aus Alfdorf im Rahmen des aktuellen Vortragsprogramms des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd die Besucher in die faszinierende Inselwelt der Seychellen. Der Referent berichtete  über seine Reiseerlebnisse auf drei der Inseln dieses Archipels.
Bei dem Vortrag ging er unter anderem auf die vielen endemischen Vogelarten ein. Speziell wurden die Inseln Praslin und La Digue, sowie die Korallen-Insel Bird Island mit ihrer riesigen und einzigartigen Seeschwalbenkolonie, nebst den dort vorkommenden Fregatt- und Tropikvögeln gezeigt, ebenso wie viele weitere Tier- und Pflanzenarten dieser Inseln.
Der Vortrag fand in Zusammenarbeit mit Volkshochschule und NABU in Klösterle-Saal der VHS am Münsterplatz statt.

Nachrufe

Am 22.10.2008 ist Dr. Norbert Schoch im Alter von 76 Jahren gestorben. Er war
seit 1978 Mitglied des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd. Er hat den Naturkundeverein während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister von 1970-1986
mit Rat und Tat unterstützt. Sehr gerne nahm er mit seiner Frau an den Jahresausflügen des Naturkundevereins teil. Wir bewahren ihm ein ehrendes Andenken.

Herr Gerhard Nagel ist nach kurzer, schwerer Krankheit am 08.09.2008 im Alter von 71 Jahren verstorben. Für die Herausgabe der UNICORNIS-Hefte und der Programme des Naturkundevereins beim Einhorn-Verlag war er uns stets ein freundlicher, zuvorkommender und hilfsbereiter Berater. Dafür danken wir ihm herzlich.
 

03.12.08: Die schönsten Geotop-Ensembles der Region Ostwürttemberg
Durch das Unesco-Prädikat erhielt der Geopark Schwäbische Alb eine beachtliche Aufwertung. Auch die östliche Schwäbische Alb mit ihrer Fülle erdgeschichtlicher Besonderheiten wird daran partizipieren.
In seinem Vortrag stellte Werner K. Mayer 10 Beispiele von Geotop-Ensembles in Ostwürttemberg vor. Sie lassen sich thematisch im Rahmen abgeschlossener Wanderungen erarbeiten. Sie verbinden meist verschiedene geschützte Geotope in Landschaften mit hohem Erlebniswert.
Geotope sind Bildungen der unbelebten Natur, die sich auf Grund ihrer Bedeutung, Seltenheit, Eigenart oder Schönheit auszeichnen. Sie sind Schaufenster in die Erdgeschichte. Dazu zählen z.B. die Weiherwiesen, das Obere Brenztal, das Hürbetal mit der Charlottenhöhle, der Geologische Pfad auf den Hohenrechberg, das Steinheimer Becken, der Bergbau in der Aalener Bucht oder die Teufelsklinge und der nördliche Albuchrand.
Die Veranstaltung von Naturkundevereins und Volkshochschule im Klösterle-Saal der VHS fand reges Interesse.

20.11.08: Vortrag über das "Paradies im Pazifik"
Karen Debler aus Heubach hielt am 20.11.08 im Gasthaus Krone in Gmünd-Zimmern einen Vortrag über die Galápagos-Inseln. Naturkundeverein und NABU Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd luden dazu ein.
Karen Debler ging in diesem Vortrag über die bekannten Inseln  im Pazifik vor der Küste von Ecuador auf deren Entstehung im allgemeinen und auf die einzigartige Fauna nebst ihren endemischen Arten im besonderen ein. Von den vorkommenden Arten sind unter anderem die Landleguane, Meerechsen, Riesenschildkröten und Meeressäugetiere bekannt; nebst den 48 Seevögeln, die diese Inseln zu einem Paradies für Naturliebhaber haben werden lassen.
Diese Inselgruppe wurde dereinst vor allem durch die umfangreichen Studien von Charles Darwin berühmt.

05.11.08:  Anwendungen in der Geologie: "Zement, Zucker und Zahnpasta"
Baden Württemberg und die Region Ostwürttemberg sind reich an vielfältigen und hochwertigen nutzbaren Gesteinen und Industriemineralien. In unserem täglichen Leben sind wir auf eine große Menge mineralischer Rohstoffe angewiesen. Gerade daher und angesichts der Entwicklung der Energie-, Metall- und Rohstoffpreise sind die heimischen Abbaustätten auch in der Zukunft besonders wichtig.
Dies machte Dr. Wolfgang Werner vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in diesen Tagen im Rahmen der Vortragsreihe von Regionalverband Ostwürttemberg, VHS und Naturkundeverein im Klösterle-Saal der Gmünder Volkshochschule sehr anschaulich deutlich.
Dabei weist unser Land eine große Rohstoffvielfalt auf. Diese reiche von Kiesen und Sanden über Natursteine, Zement- und Ziegeleirohstoffen, Erzen und Schiefer bis zu Steinsalz, so Dr. Werner. Die hier abgebauten Rohstoffe begegnen den Menschen im täglichen Leben. Unser Land ist nicht nur die Wiege der deutschen Zementindustrie, sondern auch Standort der größten Steinsalzproduktion in Deutschland und der ältesten Erzabbaustellen in Königsbronn und Wasseralfingen.
Aber auch der Rohstoff der Zukunft, nämlich der Quarzsand, wird hier abgebaut. In vielen Lebensbereichen finden diese Rohstoffe Verwendung, angefangen von der Zahnpasta über die Baustoffe und Düngemittel bis hin zur Papierherstellung.
Auf rund 270 Hektar werden an 24 Abbaustellen in Ostwürttemberg Rohstoffe gewonnen und in Verarbeitungsbetrieben zu hochwertigen Produkten veredelt. Nicht weniger als 5,3 Millionen Tonnen Rohstoffe werden in unserer Region Jahr für Jahr abgebaut. Der Vorteil dieses Abbaus ist die Marktnähe der vorhandenen Rohstoffe, denn sie werden fast ausschließlich auch wieder im Land eingesetzt.
Für diese nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen ist es daher erforderlich, die besten Stellen im Land zu kennen, an denen mächtige und hochwertige Rohstoffe vorliegen. Auch in der Zukunft kommt es daher darauf an, nicht zuletzt durch Verminderung der Flächeninanspruchnahme und des Energieverbrauchs, besonders mächtige und hochwertige Lagerstätten zu erkunden, zu kartieren und zu sichern. Damit soll auf möglichst kleiner Fläche die größtmögliche Menge an Rohstoffen langfristig abgebaut werden können.
Sehr anschaulich gab Dr. Werner einen Überblick, wie diese Aufgaben durch das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau und die Regionalplanung erfüllt werden. Er wies besonders auf die Bedeutung der Regionalplanung hin, welche die Aufgabe der Sicherung dieser Flächen habe. Dabei müssten auch vielfältige Nutzungskonflikte aufgearbeitet werden. Denn die Ansprüche an den Raum seien vielfältig und müssten hierbei zum Ausgleich gebracht werden.
Dabei sei das planende Vorgehen, die besonders ertragreichen Standorte zu erkunden, besonders wichtig und angesichts der Bedeutung der Rohstoffe für die vielfältigen Lebensbereiche sei es erforderlich, auf geringer Fläche vorübergehend einen Abbau zu ermöglichen. Die Flächen könnten anschließend wieder einer allgemeinen Nutzung zugeführt werden, seien also nicht verlorenen Flächen.
Dass für diese bedeutsame Aufgabe nur 0,2 Prozent der Fläche in Anspruch genommen werden, verdeutliche den verantwortlichen Umgang mit der Sicherung und dem Abbau so notwendiger Rohstoffe.
Dr. Werner gelang es mit seinem umfassenden Vortrag die Zuhörer zu fesseln, was sich auch in der anschließenden Diskussion zeigte.

25.10.08: Albertus Magnus-Tagung des Vereinszweigs Ostwürttemberg der Gesellschaft für Naturkunde in Giengen-Hürben
Wie jedes Jahr veranstaltete der Vereinszweig Ostwürttemberg der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg im Spätherbst seine Jahrestagung. Sie ist benannt nach dem in nahen Lauingen geborenen Theologen und Naturforscher Albertus Magnus.
In diesem Jahr befasste sich die Tagung mit einem Themenkomplex rund um das Lone- und Hürbetal.
In der Heidenheimer Presse wurde darüber wie folgt berichtet:
"Bereits am Vormittag konnte Dipl. Ing. Hans Wolf aus Ellwangen, der Leiter des Vereinszweigs Ostwürttemberg, an der Vogelherdhöhle knapp 40, meist auswärtige Besucher begrüßen.
Danach führte Hermann Huber, der Vorsitzende des Naturkundevereins Heidenheim, die Gruppe entlang der neuen Schautafeln zur Vogelherdhöhle. Dabei wurde die Erforschung dieser Fundstelle und ihre Bedeutung für die Eiszeitarchäologie und ganz besonders für die Entstehung der Kunst ausführlich besprochen.
An der letzten Schautafel, die Umwelt und Lebensweise der Eiszeitkünstler und -jäger zum Thema hat, durften ein paar Schleuderspeerwürfe, mit Repliken von Hermann Huber nicht fehlen. Viele Teilnehmer hatten diese "Superfernwaffe" der Eiszeitjäger noch nie in Aktion gesehen.
Vom Vogelherd fuhr die Gruppe nach Hürben zur Charlottenhöhle. Bei deren Besichtigung erklärte Gerd Höhenberger aus Nördlingen auch die Moose und Flechten in der Höhle.
Während des Mittagessens im Höhlenhaus erzählte Eduard Geisser, der Leiter des Höhlenvereins Hürben, wie der Komplex aus Höhlenhaus, Erlebnispark und Höhlenschauland entstanden ist und wie er betrieben wird.
Zum Nachmittagsprogramm im Vortragssaal des Höhlenhauses hatte sich die Teilnehmerzahl auf ca. 65 Personen erhöht, vor allem durch Mitglieder des Naturkundevereins Heidenheim. Zunächst berichtete Dr. Wilhelm Schloz, bis vor wenigen Jahren Hydrogeologe am Geologischen Landesamt in Stuttgart, über seine Forschungen zum Thema "Hürbe, Lone, Brenz und der Karstwasserspiegel der Ostalb." Er konnte neue und überraschende Erkenntnisse vorlegen.
Danach referierte Hermann Huber seine Überlegungen zur "Charlottenhöhle und ihrem Alter". Aus den Forschungsergebnissen zur Talentwicklung der Urbrenz kam er auf eine Entstehungszeit der Höhle zwischen 3 und 2,5 Millionen Jahren v. Chr. Sie mündete damals mit einem Fluss auf den in gleicher Höhe liegenden Brenztalboden eben aus.
Nach einer Kaffeepause folgte als krönender Abschluss der Tagung ein Vortrag von Dr. habil. Harald Floß von der Uni Tübingen zum Thema "Eiszeitkunst der Vogelherdhöhle und die ältesten menschlichen Kunstwerke". Mit hervorragenden Bildern verglich er in einem lebendigen und humorvollen Referat die Vogelherdfiguren mit den wenigen Kunstwerken ähnlichen Alters, die in Europa gefunden wurden.
Danach beendete Hans Wolf mit einem Schlusswort offiziell die Tagung.
Trotz fortgeschrittener Zeit machte Eduard Geisser das Angebot einer Führung durch das im Sommer eröffnete Höhlenschauland, was von einigen Teilnehmern noch gerne wahrgenommen wurde.

18.10.08: Pflegeaktion im Naturdenkmal Auwald Remswasen
Die im Frühjahr wegen des Wintereinbruchs ausgefallene Pflegeaktion im Naturdenkmal Auwald Remswasen zwischen Zimmern und Hussenhofen wurde am Samstag, den 18.10.08 nachgeholt. Sie war notwendig geworden, weil inzwischen Amphibientümpel zugewachsen waren und auch der Waldsaum naturnah gepflegt werden musste. Auch der leider immer wieder anfallende Müll musste entfernt werden.
Eine kleine, aber schlagkräftige Truppe mit den erforderlichen Geräten und der richtigen Arbeitskleidung ausgestattet, bewältigte die Arbeit fachgerecht bis gegen Mittag. Sie wurde nur von einem zünftigen Vesper unterbrochen, mit dem der Naturkundeverein gerne die fleißigen Helfer etwas entschädigte.

14.10.08: Die Seelilien aus dem Numismalismergel von Böbingen - Führung und Vortrag
Anlässlich der erstmaligen Präsentation des Böbinger Seelilien-Fundes bot der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd zusammen mit der Gemeindeverwaltung Böbingen am 14.10.08, um 19.00 h eine Führung im neuen Bürgerzentrum an.
Seelilien sind Meerestiere und gehören zum Stamm der Stachelhäuter. Zu ihnen zählen auch die Seesterne, Seeigel, Seegurken und Haarsterne. Die Besonderheit liegt in der Fünfzähligkeit ihres Aufbaus. Bewegung und Nahrungsaufnahme erfolgt über ein spezielles System, das Wassergefäß- oder Ambulakralsystem. Wie bei einer pneumatischen Anlage wird der Druck in die feinsten Körperteile geleitet.
Die Böbinger Seelilien gehören zu den artikulierten Seelilien der Gattung Seirocrinus. Sie sind zwar identisch mit der Holzmadener Art Seirocrinus subangularis aus den Posidonienschiefern, nur sind sie wesentlich älter.
Es war eine Überraschung, als aus dem tiefer liegenden Numismalismergel in Oberböbingen im Jahre 1993 vom Staatlichen Museum in Stuttgart eine nahezu 100 m² große Platte geborgen werden konnte. Zwischenzeitlich hat das Museum eine ca. 20 m² große Platte von der Unterseite her aufwendig präpariert. Einige Elemente daraus waren nun in Böbingen ausgestellt.
Funde einzelner Körperteile dieser Seelilie, wie Stielglieder und Armteile sind in den
Mergelschichten um Schwäbisch Gmünd nichts Ungewöhnliches.
Ein bruchstückhafter Erstfund stammt aus 1977 von Gerhard Stiegele, der ihn auf dem Gügling fand. Die Kelchfragmente liegen im Museum im Prediger. Weitere Bruchstücke wurden auch in Bettringen und Waldstetten gefunden.
Einzigartig am Böbinger Fund ist die Einlagerungsart. Da die aus Tausenden von Calcitplättchen bestehenden Tiere nach ihrem Tode schnell zerfallen, müssen ungewöhnliches Ereignisse ihren Tod herbeigeführt haben. Das könnte z.B. durch Wassertrübungen in einer Lähmung ihres Wassergefäßsystems bestanden haben.
Diese und anderweitige Informationen waren Gegenstand des Informationsabends, an dem Werner K. Mayer, der Leiter der Geologie-Arbeitsgemeinschaft des Naturkundevereins über diesen Fund und Seelilien im allgemeinen sprach.
Weitere Seelilienfunde aus dem Jura konnten ebenfalls an diesem Abend besichtigt werden.

08.10.08: Naturkundliche Beobachtungen im Gasteiner Tal
Immer wenn Prof. Dr. Dieter Rodi Urlaub macht, lässt er im Nachgang naturkundlich Interessierte daran teilnehmen; so auch am Mittwoch, 08.10.08, 20.00 h im Vereinsheim der Naturfreunde in der Hinteren Schmiedgasse in Schwäbisch Gmünd.
Im Rahmen des Stammtisches der AG Botanik sprach er über Naturkundliche Beobachtungen im Gasteiner Tal am Rande des Nationalparks Hohe Tauern.
Seine Beobachtungen hatte er auch in Dias festgehalten.

07.10.08: Vortrag von Wolfgang Wilhelm über Gagat
Im Rahmen des monatlichen Stammtisches der AG Geologie sprach Wolfgang Wilhelm über das Thema: Gagat - Vorkommen und Nutzung.
Nachdem vor einigen Wochen Wolfgang Wilhelm im Rahmen einer Führung alte Gagat-Abbaustellen im Keuper bei Durlangen besucht hatte, wurde das Thema Gagat nunmehr umfassend erläutert. Anhand von Handstücken zeigte der Referent den Unterschied zwischen Süßwasser- und Meeresgagat sowie zwischen weichem und hartem Gagat auf. Interesse fanden auch die von Wilhelm selbst nach historischen Funden gefertigten Anhänger aus Keupergagat.

21.09.08: Ansturm auf die "Geologie an der Quelle"
Zum 7. Mal wurde bundesweit der Tag des Geotops begangen. Weit über 200 Veranstaltungen in Deutschland, davon 44 in Baden-Württemberg, brachten der Bevölkerung erdgeschichtliche Themen nahe. Zum vierten Mal beteiligte sich der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd daran. Das diesjährige Motto lautete: "Geologie an der Quelle"
Die Heidenheimer Zeitung berichtete darüber:
"Rund 200 Wanderer aus der Region fanden sich dazu vor dem Palais Blezinger, dem heutigen Rathaus ein. 39 Geotope gibt es auf der Gemarkung Königsbronn: Hülben, Dolinen, Steinbrüche, Kies- und Sandgruben, Quellen.
Werner K. Mayer, der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geologie, führte zu markanten Stellen in Königsbronn und verstand es trefflich, die Geologie und die Heimatgeschichte des Ortes am Brenzursprung anschaulich zu vermitteln.
Der Brenztopf ist die größte Quelle unserer Gegend. Bereits 1529 wurde hier eine "neue Schmiede" mit acht Wasserrädern gebaut. Berühmt wurde der 1772 errichtete eiserne "Wasserkasten", ein Wunderwerk der damaligen Technik.
Im Klosterhof erläuterte Mayer die bedeutende Geschichte des Zisterzienserklosters, das von 1308 bis 1806 die Geschichte Königsbronns bestimmte.
Weiter ging es zur Pfefferquelle, die vor Jahrhunderten mit einem Stauwehr zur Nutzung der Wasserkraft versehen wurde. 1540 entstand hier der erste Hochofen des nahe gelegenen Eisenhüttenwerks Königsbronn.
Der Vorsitzende des Kulturvereins, Dipl.-Ing. Ulrich Knöller, empfing die Wanderer  im historischen Flammofengebäude. 1844 entstand der Doppelflammofen, den man mit geringem Aufwand wieder funktionsfähig machen könnte, so Knöller. Bis 1920 war dieser Ofen in Betrieb. Der historische Holzkran wäre, so Knöller, ebenfalls mit geringen Mitteln wieder herzurichten.
Beim Steinbruch Vollmer wies Werner K. Mayer an der aufgelassenen Abbauwand auf zwei Riffkörper hin.
Am Wasserwerk beim Itzelberger See wartete dann der technische Betriebsleiter Rainer Junginger, der den Besuchern die Geschichte des Wasserzweckverbandes Albuch-Härtsfeld vermittelte. Auch über die Tierwelt wusste der passionierte Jägersmann viel zu berichten."

17.09.08 Naturkundliche Wanderungen im Heil`gen Land
Der Naturkundeverein bot in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule am 17.09.08 einen botanischen Vortrag an. Referent war Erich Klotz aus Eislingen, den drei Exkursionen in die nachstehenden Länder führten .
Der Vordere Orient, Israel, Jordanien und die Halbinsel Sinai, der biblische Weg in das „Land, wo Milch und Honig fließt“, ist maßgeblich geprägt von Wüsten und Halbwüsten. Es sind weit überwiegend Stein- u. Gebirgswüsten. Lediglich die dem Mittelmeer zugewandte Seite des judäischen Gebirges hat Anteil an der Mittelmeerflora.
Die Pflanzenwelt der Wüsten und Halbwüsten ist, wenn auch vom Deckungsgrad her mehr als dürftig, überraschend artenreich.
Vier Florenreiche steuern dazu Elemente bei: zum einen die schon genannte Mittelmeerflora, zum anderen das saharo-sindische, das irano-turanische und zuletzt - am äußersten Nordrand seiner Verbreitung - das sudanesische (tropische) mit wenigen, gleichwohl markanten Arten.
Die Wanderungen führen von Mittelmeerischen über die Halbwüsste in den Negev, die Gebirgswüste des Sinai, die Felsenburgen des Nubischen Sandsteins im Süden Jordaniens und schließlich in die ostjordanische Wüste und die Wüste Juda.
Wüste zeichnet sich durch sehr geringe Jahresniederschläge aus. Entsprechend dürftig, ja vielfach sogar vegetationslos, ist die Pflanzenwelt. Deren Fortkommen ist nur durch eine Vielzahl artspezifischer Anpassungen und Ausrüstungen möglich. Lediglich die Extremwüste ist pflanzenleer.
Geologisch interessant ist die Fortsetzung des ostafrikanischen Grabenbruchs. Der Jordangraben mit dem tiefsten natürlichen Punkt der Erde, dem Toten Meer, liegt knapp 400 m unter Meeresniveau.
Drei Gesteinsarten prägen das Landschaftsbild. Da ist zum einen der Granit mit grauer und rötlicher Matrix als Sockel. Darüber, wenn auch nicht überall, der vielfältig farbige Nubische Sandstein, überlagert vom Kalkgestein des Tethysmeeres. Beiderseits des Jordangrabens finden sich an Bruchspalten empor gedrungene magmatische Gesteine. Die Vielfalt und Farbigkeit der Gesteine ergeben zusammen mit der Schroffheit der Erhebungen ein überaus beeindruckendes Landschaftsbild.
In der anschließenden regen Diskussion wollten die Besucher vor allem vom Referenten wissen, wie man solche Individualreisen erfolgreich durchführt.

08.-13. 09. 08: Pilzberatung in der Schiller-Realschule in Schwäbisch Gmünd
Der Naturkundeverein führte in der Zeit vom 8. September bis einschließlich 13. September täglich eine Pilzberatung durch. Der Pilzexperte Peter Tobies bot sich dafür kostenlos an.
Treffpunkt war im Innenhof der Schiller-Realschule jeweils um 18.00 Uhr.
Körbe sollten aus Naturschutzgründen nicht wahllos zum Aussortieren gefüllt werden, sondern es durften von interessanten Pilzen nur wenige Exemplare vorgelegt werden.
Vom Angebot wurde reger Gebrauch gemacht.

06.09.08: Floristische Kartierexkursion bei Laufen/Kocher
Die Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland führte auch in diesem Jahr an ausgewählten Beispielen von Baden-Württemberg eine floristische Kartierung durch.
Der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd hat sich bereit erklärt, alle Blütenpflanzen und Farne auf einem Rundweg innerhalb eines Quadratkilometers östlich von Laufen/Kocher zu erfassen und in eine von der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland erarbeitete Tabelle einzutragen.
Am Treffpunkt beim Gasthaus Germania in Laufen am Kocher trafen fünf interessierte Mitglieder des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd ein: Herr Prof. Dr. Dieter Rodi aus Schwäbisch Gmünd als Organisator und wissenschaftlicher Leiter, Herr Hans Payerl aus Eschach als ortskundiger Kenner der Flora, Herr Manfred Walderich aus Gingen/Fils als Botaniker, Frau Ulrike Schnitzler aus Aalen als Protokollantin und Herr Siegfried Nikel aus Bühlerzell als ortskundiger Geologe. Der im Programm angekündigte
Leiter der Botanik AG, Herr Udo Gedack, konnte krankheitshalber leider nicht teilnehmen.
Nach einer Einführung in die Landschaft und die Kartiermethoden ging es ins Gelände. In dem Schluchtwald der Hundsklinge wurden sieben verschiedene Farne und viele kennzeichnende Arten nasser Stellen wie Milzkraut und Alpen-Hexenkraut gefunden. In den Wiesen gab es viele Gräser, z. B. Glatthafer und Goldhafer, sowie Blumen, z. B. Schafgarbe, Wiesenflockenblume und Behaarter Löwenzahn. Auf den Sandäckern in Kartoffelfeldern und am Rande von Maisäckern der Hochfläche konnten interessante Ackerwildkräuter erfasst werden, z. B. Reiherschnabel, Knopfkraut und Hühnerhirse. Insgesamt konnten in den vorgesehenen 4 Stunden bis 12.30 Uhr 212 Arten aufgeschrieben werden. Die Ergebnisse der Kartierung werden zur Zeit in ein Programm der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland von Frau Schnitzler digital eingetragen und nach Fertigstellung zur Auswertung dorthin weitergeleitet.

02.09.08: Gagatbergwerk bei Durlangen erkundet
Die Arbeitsgemeinschaft Geologie im Naturkundeverein lud zu einem Waldspaziergang bei Durlangen ein.
Wolfgang Wilhelm, auch durch seine archäologischen Forschungen bekannt, führte zahlreiche Interessierte zu den Stellen, wo schon im Mittelalter Gagat abgebaut wurde. Der "Schwarze Bernstein", auch Augstein genannt, war ein gesuchter Werkstoff, aus dem in Gmünd Gebetsketten, so genannte Paternoster und später Rosenkränze gefertigt wurden.
Gagat besteht aus in Faulschlamm eingelagerten Hölzern, deren Kohlenstoffgehalt sich im Verlauf von Jahrmillionen erhöhte. Das schwarze Material ist zäh, glänzend, schnitzbar und polierfähig. Wilhelm gelang es, an den Fundstellen im heimatlichen Stubensandstein eine weiten Bogen über die europäischen Fundorte, Be- und Verarbeitung, die Produkte und den Vertrieb über wichtige Handelswege zu schlagen.  
Die Teilnehmer bedankten sich für eine interessante Lehrstunde in Heimat- und Naturkunde.

20.07.08: Gebirgsausfahrt ins Kleine Walsertal
Traditionell führt der Naturkundeverein jedes Jahr eine Gebirgswanderung durch.
Sie war zusammen mit der Volkshochschule ausgeschrieben.
Mit 40 Personen ging es diesmal unter Führung von Hans Holm Rademann und Gerd Schneider ins Kleine Walsertal. Wegen des schlechten Wetters konnte die geplante Wanderung nur teilweise durchgeführt werden. Auf dem neuen Weg in Richtung Fellhorn über die Rote Wand gab es viele interessante Pflanzen. Die Rückkehr ins Kleine Walsertal erfolge wieder über die Kanzelwandbahn.

06.07.08: Jahresausflug nach Augsburg
Am Jahresausflug nahmen 27 Personen teil. Die Organisation hatten Udo Gedack und Gerd Schneider. Der Vormittag war bei gutem Wetter dem Studium der Flora und Fauna der sehr interessanten Halbtrockenrasen der Königsbrunner Heide gewidmet. Nachmittags wurde der Goldene Saal des Augsburger Rathauses besichtigt. Anschließend mussten die Teilnehmenden bei der Besichtigung der Fuggersiedlung leider im strömenden Regen von Haus zu Haus rennen.

02.07.08: Nkv im Studio des Schwabenradios in Ulm
Vier Mitglieder des Naturkundevereins wirkten im Studio des Schwabenradios in Ulm unter der Leitung von Raymond Contrael bei einer Life-Sendung von 17 bis 18 Uhr über den Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd mit: Prof. Dr. Bay, Hans Holm Rademann, Prof. Dr. Dieter Rodi und Wolfgang Wilhelm.
Der Naturkundeverein freute sich darüber, über das Medium Rundfunk Interesse für die verschiedenen Wissensgebiete der heimatlichen Natur wecken zu können.

14.07.08: Tag der Artenvielfalt im Taubental bei Schwäbisch Gmünd
Zum dritten Mal fand in der Umgebung von Schwäbisch Gmünd der Tag der Artenvielfalt statt - dieses Mal im Erholungswald Taubental. Vormittags wurde die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten fachlich erfasst. Nachmittags konnten die Besucher des Erlebniswaldpfades Naturatum, insbesondere Familien, an einzelnen Stationen die Artenvielfalt selbst kennen lernen. Initiator war wiederum Prof. Dr. Dieter Rodi.

Ein Ziel der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro war die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Das Thema Biodiversität (Artenvielfalt) ist in diesem Frühjahr besonders aktuell, da vom 19.-30.Mai in Bonn die UNO-Naturschutzkonferenz zu diesem Thema stattfand. Der für den Naturschutz zuständige Minister von Baden-Württemberg hat am 4. März dieses Jahres die Countdown-Erklärung 2010 für biologische Vielfalt unterzeichnet, bei der sich das Land für die Förderung der Artenvielfalt einsetzt.
Ziel solcher Aktionen ist es:

 - die Diskrepanz zu überwinden, die in der Bevölkerung zwischen Naturinteressen einerseits und Nichtwissen über die Natur und Naturzusammenhänge andererseits besteht;
 - der Fehleinschätzung entgegenzutreten, dass es in unserer zivilisierten Umwelt keine beobachtbare Natur mehr gibt;
 - der Naturentfremdung von Kindern und Schülern entgegenzuwirken;
 - einem viel größeren Personenkreis Wissensgrundlagen zu vermitteln und damit zu grundsätzlichen Debatten im Arten- und Naturschutzbereich allgemein zu befähigen.

Das Redaktionsteam der Zeitschrift GEO organisiert seit 1999 in Deutschland den GEO-Tag der Artenvielfalt, der jeweils am zweiten Juni-Wochenende stattfindet.
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg ist diesem Beispiel gefolgt und hat im Lande schon mehrere solcher Tage veranstaltet.

In diesem Jahr führte der Arbeitskreis Naturschutz Ostwürttemberg (ANO) als regionale Gruppe des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg mit allen am Naturschutz interessierten Vereinen des Ostalbkreises in der Zeit vom 13. bis 22. Juni zum dritten Mal eine Artenschutzwoche mit verschiedenen Exkursionen durch.
Die Veranstaltung der Gmünder ANO-Gruppe fand am 14. Juni unter der Federführung des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd im Namen von GEO im stadtnahen Erholungswald Taubental statt. Das Taubental wurde diesmal deshalb ausgewählt, weil seit der Eröffnung des Erlebniswaldpfades Naturatum im Juli 2007 das Taubental vor allem von Familien sehr stark besucht wird und damit die oben genannten Naturschutz-Ziele zum Erhalt der Artenvielfalt in dem sehr artenreichen Taubental besonders gut realisiert werden können.
Treffpunkt für die mehr fachlich orientierten Vormittagsveranstaltungen war jeweils der Parkplatz am Ende der Taubentalstraße.
Da die Vögel im Juni nur frühmorgens singen und auch nur dann gut zu beobachten sind, begann diese Exkursion schon um 6 Uhr und endete gegen 9 Uhr.
Die übrigen Kleingruppen arbeiteten von 9.15.-12 Uhr.
Es wurden von zum Teil auswärtigen Fachleuten Führungen zu folgenden Themen in verschiedenen Lebensräumen des Taubentals angeboten:
Blütenpflanzen und Farne, Moose, Pilze und Flechten, Kleintiere mit besonderer Berücksichtigung von Schmetterlingen und Tieren des Taubentalbaches.

Bereits bei Voruntersuchungen wurden folgende Artenzahlen erfasst: 247 Farn- und Blütenpflanzen, 76 Moose, 24 Flechten, 131 Pilze, 45 Vögel, 13 Schmetterlinge und etwa 15 Kleintiere der Bäche. Am Tag der Artenvielfalt wurden überraschend noch viele weitere Arten entdeckt, so dass sich letztlich folgender Stand ergab:
300 Farn- und Blütenpflanzen, 84 Moose, 234 Pilze, 28 Flechten, 35 Vögel (in den letzten 5 Jahren 52), 20 Insekten, insbesondere Schmetterlinge, 15 Kleintiere der Gewässer. Die Gesamtzahl betrug nunmehr 730 Arten auf etwa 1 km². Es waren einige Neufunde für Ostwürttemberg dabei.

Eine Gelegenheit zu einer Mittagspause bei gleichzeitigem Erfahrungsaustausch gab es im Gasthaus Krone in Wetzgau.
Nachmittags wurden wichtige Vertreter der einzelnen Lebensräume und ihre Lebensweise an bestimmtem Stationen entlang des Naturatums allgemeinverständlich dargestellt. Die Besucher konnten dort selbst Pflanzen und Tiere entdecken und untersuchen. Hier spielte der pädagogische Aspekt der Naturerfahrung und des Naturerlebens die Hauptrolle :
Die Einführung dazu fand um 13.45 beim Parkplatz Wetzgauer Friedhof statt.
14.00-15.00: Beim Treffpunkt am Ökomobil bei Station 1 hieß es: Was lebt in der Waldstreu und im Totholz?
Weitere Themen waren:
Von 14.00-15.00 am Treffpunkt Station 3 gab es Tierbeobachtungen mit dem Fernglas
15.00-16.00: Treffpunkt Station 19 oder beim Ökomobil: Kleintiere der Bäche
15.00-16.00: Treffpunkt Parkplatz am Ende der Taubentalstraße: Taubental als            Erholungs- und Wirtschaftswald
16.00-17.00: Treffpunkt Station 2: Bäume, Sträucher und Blumen am Wegesrand
16.00-17.00: Treffpunkt Station 19: Farne, Moose, Flechten und Pilze entlang der Schlucht
Die Anfangs- und Endzeiten für die Veranstaltungen wurden so gewählt, dass An- und Abfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich waren

Nachruf für Herrn Horst Bacher
Am 9. Juni 2008 verstarb Herr Horst Bacher im Alter von 82 Jahren. Eigentlich wollte er Biologie studieren. Jedoch kam er 1943 nach dem Abitur zu den Gebirgsjägern und hat die Kriegsjahre in Russland erlebt. Danach musste er mehr als 4 Jahre in Sibirien in einem Kohlebergwerk Leid und Entbehrungen ertragen. 1951 begann Horst Bacher in Tübingen ein Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre. 1955 trat er in den Schuldienst ein und übernahm 1964 die Leitung der Kaufmännischen Schule in Schwäbisch Gmünd. 
Bei seinen naturkundlichen Interessen widmete Horst Bacher sich der Vogelbeobachtung, fand aber auch Gefallen an der Stubenvogelhaltung und der Taubenzucht. Mit dem Eintritt in den Naturkundeverein (1974) schloss sich Horst Bacher den Vogelkundlern an. 1977 gründete er mit Gleichgesinnten die Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd des Deutschen Bundes für Vogelschutz (heute NABU). Er versprach sich davon Anschluss an einen größeren Kreis von wissenschaftlich arbeitenden Ornithologen. So besuchte Bacher international bekannte Vogelschutzgebiete und vervollständigte sein Wissen anhand der ornithologischen Fachbücher. Selbständig arbeitete er sich in die Technik der Aufzeichnung und Auswertung Vogelstimmen ein und legte eine umfangreiche Sammlung der Stimmen einheimischer Vögel an. In Zusammenarbeit mit seinen Freunden kartierte Horst Bacher die Vögel des Kalten Feldes (UNICORNIS 1991).
Seine Vogelführungen waren beliebt, weil er die Vogelbeobachtungen lebendig zu vermitteln verstand, nicht nur die Kenntnisse förderte, sondern auch die Liebe zur Natur weckte. In vielen Vorträgen in der Volkshochschule und beim Naturkundeverein hatte er ein Stammpublikum. Die beliebtesten, genau erforschten Exkursionsgebiete Horst Bachers waren das Kalte Feld, der Stuifen und das Donauried.

Juni 08: Erfolgreiche Amphibien-Jungtierwanderung im Schießtal

Vom Freitag 06.06. bis Sonntag 08.06. 2008 war die Richard-Bullinger-Straße im Schießtal in Schwäbisch Gmünd für den Durchgangsverkehr gesperrt, und zwar ab dem Haupteingang zum Freibad bis zur Abzweigung nach Lindach. Die Straße wurde mit Wasser besprengt, um es den jungen Kröten und Grasfröschen zu ermöglichen, gefahrlos den Asphalt zu überqueren. Zum ersten Mal seit 2004 hatte im See wieder der Nachwuchs ein Stadium erreicht, dass die Jungtiere an Land gingen. Drei Jahre lang waren die Nachkommen ausgeblieben.
Ein Rückgang der Arten ist nach dem Naturschutzgesetz der Anlass zum Handeln. So ließ die Stadtverwaltung eine naturschutzrechtliche Stellungnahme „Amphibien im Schießtal“ erstellen. Der Autor ist Hubert Laufer aus Offenburg, Amphibienbeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Die Empfehlungen seines Gutachtens waren:
-
   den See ablassen und abfischen ( wurde am 03.11.2007 durchgeführt)
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   Sträucher und Bäume des Uferbewuchses sollten zurückgenommen werden, um eine bessere Besonnung und Erwärmung des Wassers zu erreichen. Außerdem sollten mehrere Flachwasserzonen eingerichtet werden (realisiert im Februar/März 2008).
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   Es sollten mehr typische Ufervegetation und mehr Unterwasserpflanzen angesiedelt werden (noch nicht in Angriff genommen).
-
  
Kein neuer Fischbesatz im Jahr 2008,  um den Einfluss der Fische zu überprüfen.
Im März/April trugen – wie schon seit 29 Jahren - Freiwillige unter Leitung des Naturkundevereins die Kröten, Frösche und Molche im April über die Straße. Sie halfen auch bei der Rückwanderung der Tiere. Allerdings war die Zahl der wandernden Amphibien wegen des ausbleibenden Nachwuchses drastisch zurückgegangen.

 Die regelmäßigen Beobachtungen des Sees im Jahr 2008 ergaben
-
    Das Wasser weist keine kritischen Werte der chemischen Analyse auf.
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    Die Entwicklung der Kaulquappen verlief normal:
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    Es kam zur Bildung von Schwärmen der Jungtiere, die den See durchzogen.

Ab Donnerstag, 05.06.08 wurde beobachtet, dass die ersten Jungkröten und –frösche ans Land kamen. Das Ordnungsamt der Stadt veranlasste die Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr und richtete die entsprechenden Umleitungen ein.
Zum ersten Mal wurden die gesperrte Straße und der Grünstreifen auf beiden Seiten mit Wasser besprengt, um den kleinen Kröten und Fröschen das Überqueren zu erleichtern. Die Rechnung ging auf: Es kam zu einer Beschleunigung der Wanderung. Die Zahl der erfolgreich laufenden Jungtiere ist nun groß genug, um die Erhaltung der Arten zu garantieren. Die Beeinträchtigungen der Industrie und des Personenverkehrs hielt sich in Grenzen.
Die erfolgreiche Umsetzung der Empfehlungen des Gutachtens ist ein schönes Beispiel dafür, dass in abgestimmtem Vorgehen von  Ehrenamtlichen, den Behörden der Stadt  und dem Baubetriebsamt solche Probleme gut gelöst werden können. Die Möglichkeit, hier mit technischen Mitteln Hilfen zu geben, ist mit dem Absperren und Besprengen der Straße noch  nicht erschöpft.
Unsere Umwelt gehört nicht dem Menschen allein, auch die Tiere haben ein Lebensrecht. Mit den winzigen Jungtieren ist es allerdings recht schwierig. Sie müssen alleine laufen. Dabei prägen sie sich die Umgebung ein. 

11.06.08: Einführungsvortrag zum Jahresausflug nach Augsburg
Zum Jahresausflug nach Augsburg und der Königsbrunner Heide gab es am 11.06., 20.00 Uhr im Vereinsheim der Naturfreunde, Hintere Schmiedgasse 16, einen Einführungsvortrag.
Udo Gedack und Gerd Schneider hatten ihn ausgearbeitet und stellten die Besonderheiten
der diesjährigen Exkursion vor.

16.04.08: Vortrag von Dr. Bellmann zum "Leben im toten Holz"
So widersprüchlich es auch klingen Mag: Totholz ist eine wichtige Grundlage für neues Leben. In ihm und aus ihm entwickeln sich zahlreich neue Organismen, die ganz auf diese Nahrungsgrundlage angewiesen sind. Hierzu zählen insbesondere Pilze und Käfer sowie viele andere Insekten. Darunter sind ausgesprochene Raritäten wie etwa Stachelbärte, Hirschkäfer und verschiedene Bockkäfer, Prachtkäfer und Rosenkäfer.
Viele dieser hoch spezialisierten Holzbewohner sind heute vom Aussterben bedroht, da ihnen durch moderne Formen der Waldbewirtschaftung die Nahrungsgrundlage entzogen wird.
Dr. Heiko Bellmann ist Dozent und Autor zahlreicher naturkundlicher Bücher, die sich entweder mit speziellen Lebensräumen oder aber Tiergruppen und auch Pflanzen und Pilzen befassen. Seine Fotodokumente sind sowohl bei Naturfreunden wie auch in Fachkreisen hoch geschätzt.
Der Vortrag fand am Mittwoch, den 16.04.08 um 20.00 h im Klösterle-Saal der VHS am Münsterplatz statt. Der Naturkundeverein und die VHS luden dazu ein.

11.04.08: Geothermie aus oberflächennahen und tiefen Bereichen
Der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd bot in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ostwürttemberg und der Volkshochschule am Freitag, 11. April, im Klösterle-Saal der Volkshochschule am Münsterplatz einen hochrangigen Vortrag über die Geothermie an.
Beim zweiten Vortrag im Rahmen der Reihe "Anwendungen in der Geologie" konnte mit Dr. Hans-Joachim Bayer ein kompetenter Wissenschaftler gewonnen werden.
Als erstes Bundesland führte Baden-Württemberg in diesem Jahr die Öko-Pflicht ein. Vom 1. April an muss in neuen Wohngebäuden ein Fünftel des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.
Schon aus diesem Grund findet das Thema Geothermie, also die Erdwärmegewinnung, immer mehr Beachtung. In den Medien, im Heizungsbau, aber auch im Bekanntenkreis wird darüber ernsthaft diskutiert.
Was steckt hinter diesem Thema? Wo gibt es überall erschließbare Erdwärme? Welche Möglichkeiten bestehen hier für den privaten Bereich, welche für die Nahwärmeversorgung ganzer Stadtteile?
Im Vortrag wurde von Dr. Bayer wurde ein Überblick geboten, welche Wege der Erdwärmenutzung es gibt, wie Erdwärme erschlossen werden kann, welche Vorteile sie hat, was die Erschließung im oberflächennahen, d.h. auch im privaten, Bereich kostet, wo die Gewinnung tiefer Erdwärme sinnvoll ist und in welcher Weise sie dann uns nutzbar sein kann.
Der Referent, Dr. Hans-Joachim Bayer, ist in einem deutschen Wirtschafts-unternehmen europaweit in der konkreten Anwendung tätig, aber lehrt auch als Dozent an der Universität Freiberg/Sachsen, der ältesten Bergwerksakademie der Welt.
Der Vortrag wurde mit großem Interesse und Beifall wahrgenommen. Es schloss sich eine wertvolle Diskussion an.

19.03.08: Vortrag über die Naturwunder Namibias im Klösterle-Saal
Namibia, jenes urweltlich anmutende Land zwischen den Wüsten der Namib und Kalahari und zwischen Kunenefluss und dem Oranje im Süden, gehört zu den am dünnsten besiedelten Gebieten der Erde. Eine stürmische See liegt vor seinen Küsten, die kalten Wasser des antarktischen Benguelastroms sorgen für niedrige Temperaturen und Nebel in Meeresnähe. Nur verborgen offenbart sich das Leben in den Jahrmillionen alten Dünen und Steinwüsten der Namib. Im Landesinneren dagegen herrscht die meiste Zeit des Jahres ein extrem trockenes, heißes Klima. Deshalb sind die weiten Savannenflächen nur extensiv nutzbar.
Udo Gedack, der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Botanik des Naturkundevereins stellte seinem über 100-köpfigen Publikum am Mittwoch, den 19.03.08 im Klösterle-Saal der VHS am Münsterplatz dieses interessante Land mit seinen verschiedenen Lebensräumen vor.
Beginnend mit den uralten Köcherbäumen ging die Reise nach Süden zum Fischfluss-Canyon, dem zweittiefsten Canyonsystem der Erde bis zum Oranjefluss, der Grenze zu Südafrika. Hier und weiter nördlich entlang des Diamantensperrgebiets bringen die Ausläufer des Winterregengebietes eine einmalige und vielgestaltige Flora hervor - die Sukkulentenkaroo. Die faszinierende Dünennamib offenbart sich dem Beschauer besonders bei Sonnenuntergang.
Udo Gedack ging auch hier auf besondere Anpassungen und Überlebensstrategien der verschiedenen Lebewesen ein. Über Swakopmund, der ehemals deutschen Küstenstadt, besuchte der Betrachter die urzeitlichen Welwitschia-Pflanzen und gelangte durch die Flechtennamib zu den großen Robbenkolonien am Kreuzkap.
Spitzkoppe und Brandbergmassiv sind markante, aus den weiten Ebenen herausragende Inselberge mit eigenem Klima und dementsprechend angepasster Flora und Fauna. Hier ist die beste Gelegenheit zur Beobachtung der Wüstenelefanten. Urzeitliche Felszeichnungen der Buschleute machen vor allem den Brandberg zu einem Museum unter freiem Himmel.
Der Versteinerte Wald und die Felsgravuren bei Twyfelfontain schließlich beendeten den Reigen der vielen Sehenswürdigkeiten des Landes.
Der Vortrag war eine gemeinsame Veranstaltung von Naturkundeverein und VHS.

16.03.08: Waldspaziergang - Bäume und Sträucher des Naturatum im Taubental einmal anders
Zur Vorbereitung des Internet-Auftritts "www.naturatum.de" (Wissen) wurden alle Bäume entlang des Naturatum-Weges im Taubental aufgelistet. Dabei wurden 5 verschiedene Nadelbaum-, 17 Laubbaum- und 8 Straucharten gefunden.
Sie kennen zu lernen, war Grund einer Veranstaltung des Naturkundevereins
zusammen mit dem Naturatum-Arbeitskreis. Sie fand unter der Führung von Prof. Dr. Dieter Rodi am Sonntag, 16 März statt. Vom Parkplatz am Ende der Taubentalstraße
führte die Wanderung bis zur Station Totholz und anschließend den gesamten Pfad des Naturatum entlang. Wie bei einem Quiz konnten die Wanderer nach einer Einführung die einzelnen Bäume und Sträucher an verschiedenen Merkmalen erkennen und den übrigen Teilnehmern vorstellen. Im Gespräch wurde anschließend Vorkommen und Verwendung der einzelnen Arten erarbeitet.

12.03.08: Ingenieurgeologische Anwendungen in der Geotechnik am Beispiel des Fernleitungsbaus
Die Planung einer 1200 km langen Pipeline durch die Ostsee, mit der Gas direkt von Russland nach Deutschland geleitet werden soll, sorgte in den Medien und der Öffentlichkeit für Irritationen. Von verschiedenen Staaten wurden politische und ökologische Bedenken angemeldet. Beim Bau der 360 km langen Ethylen-Pipeline Süd von Bayern nach Rheinland-Pfalz ist hingegen der Spatenstich bereits erfolgt. Die Landeswasserversorgung tauscht derzeit Rohrleitungen von Aalen zur Versorgung nach Stuttgart aus. Überall sind im Vorfeld ingenieurgeologische Leistungen erforderlich.
Mit diesem Vortrag eröffnete der Naturkundeverein seine neue Reihe über "Anwendungen in der Geologie".
Der Referent, Dipl.-Geologe W. Höffner, der an den genannten Objekten mitbeteiligt ist, berichtete in einer Präsentation mit prägnanten Bildern und Tabellen über Planung und Durchführung.
Der Vortrag fand in Zusammenarbeit mit der VHS und dem Regionalverband Ostwürttemberg um 20.00 h im Klösterle-Saal der Volkshochschule statt.

08.03.08: Amphibienschutz im Schießtal
Trotz der ausgebliebenen Jungkrötenwanderung fand seit Anfang März bis Mitte April 2008 wieder die Amphibienschutzaktion im Schießtal statt. Zwar wurden bei weitem nicht die Mengen der Vorjahre erreicht, dennoch konnten über 1500 Tiere wieder zum Laichgewässer gebracht werden.
Am 08.03.08 wurde für die Teilnehmer wiederum eine Einführung im Vereinsheim der Naturfreunde in der Hinteren Schmiedgasse gegeben. Am Nachmittag wurden die Amphibienschützer in die praktische Arbeit eingewiesen. Dabei reinigten und reparierten sie die Fangzäune und befreiten die Gräben vom Unrat ihrer Mitmenschen.

05.03.08: Jahreshauptversammlung des Naturkundevereins
Die diesjährige Hauptversammlung fand am Mittwoch, den 05.03.08 im Vereinsheim der Naturfreunde in der Hinteren Schmiedgasse statt. Der Vorsitzende, Prof. Dr. Frieder Bay begrüßte die Teilnehmer und gab seinen Jahresbericht ab. Er gliederte ihn in sechs Abschnitte.
Die Zahl der Veranstaltungen des Vereins in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule schrumpfte zwar etwas. Dennoch waren es immerhin 70 Aktivitäten, für die er sich bei den Verantwortlichen bedankte. Auch haben sich durch den Einbau einer großen Leinwand sowie ein zentral gesteuertes Medienpult die Bedingungen grundlegend verbessert. Schon im neuen Programm kann man ablesen, dass der Saal im "Klösterle" wieder eifrig genutzt wird.
Nach langem Warten erhielt der Verein ein Klassenzimmer im 2. Stock der Schule.
Es ist mit Stahlschränken ausgerüstet, in denen Mikroskope, Projektionsgeräte, Akten und Bücher untergebracht werden können. Es hat die größte Raumnot, vor allem für Mikroskopierkurse, beseitigt.
Wann die "bürgerschaftlichen Räume" eingerichtet werden, an denen der NKV teilhaben soll, ist unsicher. "Zwischenzeitlich", so Dr. Bay, "sind wir jedoch versorgt, wenn auch die Lösung nicht optimal ist."
Die Wasserhaltung der Teiche im Vereinsgrundstück Fuggerle soll in schonender Weise verbessert werden. Die Arbeit an zwei von drei Abschnitten wurden zwischenzeitlich getätigt. Bei der Sanierung des großen Teiches will man in vereinfachter Weise
herangehen.
Auf Intervention des NKV und der ANO fand am 3. Mai 2007 eine Sitzung im Rathaus hinsichtlich des Amphibienschutzes im Schießtal statt. Unter Vorsitz von Herrn Bürgermeisters Frieser waren alle Beteiligten einschließlich der Abteilung Naturschutz im Landratsamt anwesend. Beschlossen wurde, den See im Herbst abzulassen und abzufischen. Von einem ausgewiesenen Fachmann wurde ein Gutachten erstellt. Danach wurde der Baumbestand am Ufer ausgelichtet und bessere Ablaichmöglichkeiten geschaffen. Zwei neue Flachwasserzonen wurden eingerichtet und das nordwestliche Ufer angehoben. Man hofft dadurch die Chancen für die dezimierte Erdkrötenpopulation wieder verbessern zu können.
Hinsichtlich der Zusammenarbeit mit dem Museum gab es nichts Positives zu berichten. "Der Verein hat sich inzwischen darauf eingestellt, die enge Verbindung, die laut seiner Satzung von 1972 festgelegt ist, allmählich aufzulösen." In der Pressekonferenz vom 13. November 07 wurde die Lage öffentlich dargestellt.
Die Neuaufstellung der Bibliothek des NKV, die zwischenzeitlich im Stadtarchiv untergebracht wurde, ist ins Stocken geraten. Wenn der bereits beschlossene Laptop vorhanden ist, wird daran weiter gearbeitet.
Den ordnungsgemäßigen Kassenbericht trug der Schatzmeister, Hans Miksche, vor.
Er konnte von einem stabilen Geldkapital berichten.
Aussprache und Entlastung schlossen sich an. Bei der Neuwahl der Vereinsleitung
ergaben sich keine Änderungen.
Im Anschluss daran fand  ein lebendiger Lichtbildervortrag von Dr. H. Haas über die Flora des Kantabrischen Gebirges in Nordspanien statt.

01.03.08: Pflege des Naturdenkmals Auwald Remswasen fiel aus
Es war vorgesehen und auch vorbereitet, dass der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Naturschutz Ostwürttemberg am Samstag, 01. März, das Naturdenkmal Auwald Remswasen pflegt.
Leider wurde schon am Vortag vom Wetterdienst eine Sturmwarnung herausgegeben worden, die durchaus ernst zu nehmen war. So wurde der Termin kurzfristig abgesagt und es war gut so, da ein kurzes Unwetter am Samstagmorgen wütete.
So wird der Termin noch einmal angesetzt. Er ist notwendig, da der Amphibientümpel inzwischen wieder zugewachsen ist, so dass die Kaulquappen die für ihre Entwicklung notwendige Wärme wegen der fehlenden Besonnung nicht mehr erhalten. Außerdem ist eine Landschaftsputzaktion im Auwald Remswasen wieder einmal nötig.

20.02.08: Flechten entfernen: Sinnvoller "Baumputz"?
Unter dieser Überschrift erschien in der Rems-Zeitung eine Nachricht von Peter Tobies von der AG-Pilzkunde. Darin nahm er Stellung zur Frage, ob es bei der Frühjahrspflege sinnvoll ist, an Obstbäumen und Gartensträuchern die Flechten zu entfernen. Besorgte Hobbygärtner stellten die Frage, ob die Gelbfärbungen an Bäumen und Sträuchern Krankheitssymptome wären. Die Aussagen: "Der Baum ist krank", oder "Der Baum hat einen Pilz", oder "Der Baum ist von einer Flechte befallen" zeigten, dass Informationsbedarf besteht.
Die Antwort des Fachmanns: Der Baum ist nicht "krank", aber er trägt eine Flechte. Es handelt sich um die Gelbflechte (Xanthoria parietina). Bei diesen "Flecken" handelt es sich um Blattflechten, also um pflanzliche Lebewesen, die den Bäumen keinerlei Schaden zufügen. Sie sind nur konkurrenzschwach gegenüber den höheren Pflanzen und benutzen die Bäume nur, um besser ans Licht zu kommen. Darum ist es auch völlig unsinnig, wenn Hobbygärtner die Bäume von diesen Flechten "befreien" wollen.
Wer Obstbäume pflegt, sollte sich freuen, wenn an seinen Bäumen viele verschiedene Flechten wachsen, weil dies auf gute Luftqualität hinweist. In Industriegebieten sind sie bereits ausgestorben.
Sie sollten unbedingt geschützt werden!

10.02.08: Wintervogelbeobachtungen an der Donau bei Faimingen
Naturkundeverein und NABU luden gemeinsam mit der VHS zur Vogelbeobachtung an die Donau ein. Armin Dammenmiller und Josef Müller leiteten eine starke Gruppe von Hobby-Ornithologen auf der Staustufe und in den angrenzenden Auwälder an und freuten sich über eine außerordentliche Vogelvielfalt an diesem Tag.
50 Vogelarten konnten beobachtet und erklärt werden. Darunter waren ein Seeadler,
und Mäusebussarde. Freude bereiteten auch die ca. 25 Singschwäne, die teilweise bereits heftig balzten. Es konnten Höckerschwäne, Graugänse, Kandadagänse, eine Rostgans, Tafelenten, Reierenten, Stockenten, Schnatterenten, Kolbenenten, Krickenten, balzende Schellenten und 6 Spiesenten, aber auch Haubentaucher, Kormorane, Gänsesäger, Zwergtaucher, Haubentaucher, Blässrallen gesichtet werden. Die Aufzählung wäre unvollständig ohne die 5 Weisskopfmöwen, 3 Sturmmöwen, Lachmöwen, Rabenkrähen, Elstern und Saatkrähen. Auf der Anfahrt nach Gundelfingen konnten auf den Agrarflächen noch Eisvogel, Grünspecht, Buntspecht, Mittelspecht und Kleinspecht gesehen und an ihrem Ruf und teilweise trommelnd erkannt werden.
Registriert wurden außerdem Eichelhäher, Misteldrossel, Wacholderdrosseln, Amsel, en heftig singender Zaunkönig, Rotkehlchen, Buchfink, Gebirgsstelze, ein Hausrotschwanz, Blau-, Kohl- und Sumpfmeise, Kleiber, Gimpel, Grünfink, Star, Feldsperlinge sowie Gartenbaumläufer.
Die Teilnehmer waren vom erfolgreichen Auftakt dieses Jahres begeistert.

07.02.08: Besuch des Waldstetter Heimatmuseums
Die Arbeitsgemeinschaft Geologie folgte gerne einer Einladung der Initiatoren des Waldstetter Heimatmuseums. Von Hannes Peukert begrüßt ergab sich ein lehrreicher Abend und eine Führung durch die einzelnen Räume des liebevoll gestalteten Museums. Hannes Peukert erläuterte den Waldstetter Schwarzjura und Adolf Regen vertiefte die Einblicke in die Steinzeit an Hand der von ihm zusammen gestellten Objekte. Sowohl die Perlenstickerei, wie auch die Pfeifenherstellung und ganz speziell die Beindreherei erregten allgemeine Bewunderung. Am Vortrag von Hannes Peukert spürte man, mit welcher Freude und Sachkenntnis die Mitglieder des Waldstetter Heimatmuseums dieses Kleinod zusammen getragen haben. Eine rege
Diskussion, bei der sich der Leiter der Geologie-AG herzlich bedankte, beschloss einen schönen Abend.

07.11.07: Veröffentlichter Lesebrief des Nkv-Vorsitzenden Dr. Friedrich Bay zu
"Das Schicksal von Sammlungen in Gmünd"
In der Gmünder Tagespost wurde nachfolgender Leserbrief des Nkv-Vorsitzenden veröffentlicht:
"Der Brand im Bezirksamt von Lindach, bei dem wertvolle Bestände des künftigen Schulmuseums zerstört wurden, führte zu interessanten Entwicklungen. Die Stadt kündigte dem Förderverein: Bis zum 4. November müssen alle Sammlungen aus den bisher benützten städtischen Räumen entfernt werden. (..) Inzwischen ergibt sich, wohl auf öffentlichen Druck, eine neue Lösung in Straßdorf. (..) Interessant ist, dass unsere Stadt vier staatliche lehrerbildenden Institutionen aufweist, die sich bisher nicht vernehmlich zum Schulmuseum äußerten: die Pädagogische Hochschale, das Pädagogische Fachseminar und die beiden Seminare für Grund- und Hauptschulen sowie für Realschulen.
Es ist leider nicht das erste Mal, dass die Stadt und große Teile der Öffentlichkeit das Engagement von Ehrenamtlichen in Sachen Museum gering schätzen. Am Beispiel des Naturkundevereins (Nkv) kann einiges genannt werden.
Im März 2007 wurde die Dauerausstellung im III. OG des Museums im Prediger neu eröffnet. Um Platz zu schaffen wurde zwischen dem 16. Januar und dem 1. Februar 2006 ein großer Teil der Landschaftsgeschichte ausgeräumt, die Vitrinen zerschlagen, das großflächige Bildmaterial entsorgt und viele der präsentierten Sammlungsstücke entfernt. So gingen z.B. nach unseren Informationen 67 präparierte Säugetiere und 36 Vogelpräparate als Leihgaben an das Staatliche Museum für Naturkunde (Schloss Rosenstein) Stuttgart. Über den Verbleib der in den Vitrinen ausgestellten Insektenkästen wissen wir nichts.
Um Missverständnisse zu vermeiden: Diese Sammlungsstücke gehören der Stadt. Manche wären wieder beschaffbar, manche nicht. Viele Sammlungsstücke waren dem Museum 1963 vom Nkv als Schenkung übergeben worden. Der Verein hat gemäß seiner Satzung auch immer wieder das Museum beim Erwerb von Sammlungsstücken beraten und unterstützt. In unserer mehr als 100jährigen Geschichte hatten wir z.B. Goldschmiede, die Käfersammlungen anlegten. (..) Ein sehr schönes Schaustück der früheren Dauerausstellung waren die Prachtkäfer des Goldschmiedes Rivoir - Verbleib leider unbekannt.
Einige Insektensammlungen von wissenschaftlichem Wert befinden sich noch im Gmünder Museum. Am 23.04.07 beschloss der Vereinsrat des Nkv, die Stadt zu bitten, sie möge diese Sammlungen dem Stuttgarter Museum für Naturkunde als Leihgabe überlassen. Das Gmünder Museum hat kein Personal, das diese Insektensammlungen überwachen und wirksam vor Zerstörung (z.B. durch Museumskäfer) schützen könnte.
Eine Sammlung, die vom Museum in den letzten Jahren übernommen wurde, ist die archäologische Sammlung (vor allem Mittelsteinzeit) des Goldschmieds Werner Raschke (Mitglied des Nkv). Er war amtlich bestellter Bodendenkmalspfleger, seine Sammlung gehört also dem Landesdenkmalamt. Sie wurde als Leihgabe dem Gmünder Museum zur Verfügung gestellt. Wir sind glücklich, dass Teile davon in in der Dauerausstellung gezeigt werden, wenn auch nur in sehr bescheidener Aufmachung.
Die Abteilung Geologie ist die nächste Sammlung des Museums, die zur Überarbeitung und Präsentation in der Dauerausstellung ansteht. Sie enthält fast ausschließlich Stücke, die Ehrenamtliche zusammengetragen haben. 1963 wurden sie dem Städtischen Museum vom Nkv geschenkt. Einige später hinzu gekommene Stücke sind nur Leihgaben.
Auf einer Besprechung am 18.10.2007 bei Bürgermeister (BM) Dr. Bläse, an der Frau Dr. Holthuis und Frau Dr. Boosen vom Museum und Vertreter des Naturkundevereins teilnahmen, wurde nach den Plänen zur Umgestaltung der Abteilung Geologie gefragt. Antwort: Sie solle in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Museum für Naturkunde überarbeitet werden. Diese Pläne seien jedoch noch wenig konkret. Und übrigens könne es auch bis dahin noch anders kommen (versteckter Hinweis auf einen Abbau?).
Was ist der Sammlungsauftrag des Städtischen Museums? Bisher hat es laut Beschluss des Gemeinderats (1990) den Titel: "Museum für Natur und Stadtkultur".
Die Wirklichkeit entspricht diesem Bild nicht mehr. Herr BM Dr. Bläse hat versprochen, bis Mitte November eine amtliche Auskunft über den Sammlungsauftrag des Städtischen Museums zu geben.

24.10.07: Naturkundeverein besuchte Saurier-Ausstellung in Stuttgart
Die große Landesausstellung im Stuttgarter Museum am Löwentor: Saurier - Expedition in die Urzeit - übertraf alle Erwartungen. Sie zeigte eindrucksvoll, welche einmaligen Schätze aus heimatlicher Erde unseres Bundeslandes geborgen werden konnten.
Über 300000 Besucher wurden bis zu Ihrem Ende gezählt.
Der Naturkundeverein hatte einen Besuch für Mittwoch, den 24.10.07 organisiert. Mitglieder und naturkundliche interessierte Personen trafen sich dazu am Bahnhofs in Schwäb. Gmünd.  Mit dem BW-Ticket und verbilligtem Eintritt im Rahmen des Abendtarifs kam für jeden Interessierten ein erschwinglicher Preis zustande.
Die Teilnehmer nutzten die Möglichkeit einer sachkundigen Führung oder ergründeten die Aussstellung mittels Audio-Guide. Sie waren von der hervorragenden Präsentation restlos begeistert.
Saurier waren Erfolgsmodelle der Evolution. Sie entwickelten schon viel früher als die Säugetiere so hoch eingestufte Eigenschaften wie z.B. die Warmblütigkeit, die Lebendgeburt, den aufrechten Gang und das Fliegen.
Entgegen der landläufigen Meinung sind sie außerdem nicht ausgestorben: Die Vögel, die mit fast 10.000 heute lebenden Spezies artenreichste Gruppe der Landwirbeltiere sind nichts anderes als eine überlebende Gruppe der Dinosaurier.
Dank eines günstigen Fahrplans waren die Teilnehmer bereit kurz nach 21.00 h wieder in Schwäbisch Gmünd und bedankten sich bei Michael Stegmaier und Hans Miksche für die gelungene Organisation.

17.10.07: Vortrag von Prof. Dr. Dieter Rodi über die Bedeutung und Auswirkungen des Klimawandels für Pflanze, Tier und Mensch
Über die Bedeutung und die Auswirkungen des Klimawandels hielt Professor Dr. Dieter Rodi
im Saal der Volkshochschule am Münsterplatz in Zusammenarbeit von VHS mit dem Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd einen Lichtbildervortrag.
Viele Informationen zum Klimawandel sind gewöhnlich sehr allgemein gehalten.
Dr. Rodi, der sich schon seit über 30 Jahren mit dem Treibhauseffekt befasst, ging konkret vor allem auf die naturkundlichen Fragestellungen ein. Er berücksichtigte dabei die regionalen Probleme von Baden-Württemberg und lokale Ereignisse in Schwäbisch Gmünd.
Nach einer Darstellung der Fakten informierte er über die unterschiedlichen Vorhersagen der globalen Erwärmung bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Die Ursachen des Klimawandels wurden anhand von Grafiken anschaulich aufgezeigt.
Einen Schwerpunkt bildeten die Folgen des Klimawandels für die Menschen: Der Anstieg des Meeresspiegels durch das Schmelzen des Polareises und der Gletscher bedroht die Küstenbewohner der Meere. Die Klimazonen der Nordhalbkugel verschieben sich um einige hundert Kilometer nach Norden, die Vegetationszonen in den Alpen um einige 100 Meter nach oben. Das wirkt sich auch auf den Tourismus aus.
Wärme liebende, die Gesundheit des Menschen bedrohende Schädlinge haben sich seit dem warmen Sommer ab 2003 auch in unserer Heimat massenhaft vermehrt. Dies wurde am Eichenprozessionsspinner durch eine Bilddokumentation aus dem eigenen Garten aufgezeigt.
Wärme liebende Pflanzen, die bisher ihr Verbreitungsgebiet in den Mittelmeerländern hatten, haben sich in den letzten Jahren in Baden-Württemberg ausgebreitet, wie Verbreitungskarten des Naturkundemuseums Stuttgart belegen. An Hand der Verbreitung verschiedener Pilzarten hatte schon German Krieglsteiner vor Jahren auf den Klimawandel hingewiesen. Auch Schmetterlinge wie der Große Feuerfalter, das Taubenschwänzchen und der Admiral sind bei uns vermehrt anzutreffen. Manche Zugvögel wie der Weißstorch überwintern nicht mehr in Afrika, sondern in Spanien. Langjährige Vogelbeobachtungen am Bodensee belegen, dass Wärme liebende Vogelarten wie das Schwarzkehlchen eingewandert sind, das Braunkehlchen verschwunden ist.
Zum Schluss wurden den zahlreichen Zuhörern Anregungen gegeben, was der Einzelne, die Naturschutz- und Umweltschutzverbände, die Wirtschaft und die Politik tun können und müssen, um den bedrohlichen Klimawandel zu stoppen. Eine anregende Diskussion schloss sich dem Vortrag an.

16.09.07: Ansturm auf die Teufelsklinge
Der seit einigen Jahren bundesweit durchgeführte Tag des Geotops wurde auch in diesem Jahr für unseren Bereich von der Arbeitsgemeinschaft Geologie im Naturkundeverein ausgeschrieben. Vom Angebot des NKV machten zahlreiche Naturfreunde Gebrauch: Rund 100 Teilnehmer hatten sich am Parkplatz beim Tumbach am tiefsten Punkt der Straße Heubach - Beuren eingefunden.
In diesem Jahr wurden die Teufelsklinge sowie  weitere Geotope am Albtrauf des nördlichen Albuchrandes erwandert und erläutert.
Geotope sind Schaufenster und Archive zur Erdgeschichte. Sie sind als Teil des erdgeschichtlichen Erbes schutzwürdig, sei es, dass sie sich durch ihre besondere erdgeschichtliche Bedeutung oder durch Seltenheit, Eigenart oder Schönheit auszeichnen.
Es war eine Aufteilung in mehrere Gruppen notwendig, um die erdgeschichtlichen Besonderheiten am engen Weg zur Teufelsklinge nahe zu bringen.
Zusammen mit Werner K. Mayer führten Rudolf Übelhör und Roger Schuster, die an der Erkundigung des Höhlenganges der Teufelsklinge dabei waren.
Die beiden Höhlenkundler erzählten spannend vom Reiz wissenschaftlichen Forschens in engen Höhlen. Seinerzeit waren sie bis auf eine Länge von 217 m vorgedrungen. Sie berichteten vor Ort über die damaligen Erkenntnisse und beschrieben den Höhlenverlauf. Das Höhlensystem des Teufelklingenbröllers ist zwischenzeitlich auf über 350 Meter offiziell erforscht.
Der Teufelsklingenbröller ist eine intermittierende Karstquelle. Bei hohem Karstwasserspiegel bildet sich ein Wasserfall, dessen Wassermassen die anschließende Klinge schufen.
Der Biologe Gerd Schneider machte beim Aufstieg am nördlichen Albuchrand auf den sichtbaren Vegetationswechsel aufmerksam. Der scharfe Übergang von Kalk und Kieselsäure liebenden Pflanzen wurde durch das plötzliche Auftreten der Heidelbeere aufgezeigt. Möglich ist dies nur, weil speziell am Albuchrand mehrere Meter  Feuersteinschutts dem Kalkgebirge auflagern. Sie blieben als Rest abgetragener Gesteinsschichten übrig. Weil der durch eiszeitliche Vorgänge gebildete Feuersteinschutt auch Gries genannt wird, war er für den Griesbrunnen, die Griesklinge und den Griesbach namensgebend.
Werner K. Mayer berichtete, dass der Kitzinghof einst zum Gmünder Augustinerkloster gehörte und beim Verkauf an Skt. Bartolomäus das Recht für die Bewohner zur Benutzung der Quelle auf dem wasserlosen Albuch von großer Bedeutung war.
Er führte die Teilnehmer zu einem alten Grenzstein und sprach über die Forstgrenzen des Ulmer und Heidenheimer Forsts und der Gmünder Pürsch.
Am Bargauer Kreuz wurden die Auswirkungen des Spanischen Erbfolgekriegs von vor 300 Jahren anhand der dort noch sichtbaren Verschanzungen auch auf unser Gebiet besprochen.

09.09.07: Biber und Storch - Jahresausflug des Naturkundevereins
Der eintägige Jahresausflug des Naturkundevereins führte in den östlichsten Teil unseres Landkreises, nahe der bayrischen Grenze. Prof. Dr. Dieter Rodi hatte ihn vortrefflich organisiert und konnte namhafte Naturwissenschaftler als Führer und Referenten gewinnen.
Die erste Station führte zum Auweiher und der Aumühle bei Wört. Hier führte der Kreisökologe Ulrich Knitz die Teilnehmer zu einem Biberdamm nahe eines umfangreichen Röhrichtsgebietes.
Seit 1995 sind im Rotachtal wieder Biber heimisch geworden. Erfolgreiche Aussetzungsaktionen in Bayern sind der Grund dafür. Sie wanderten langsam über die Donau und ihre Nebenflüsse wieder ein. Im Naturschutzgebiet Auweiher, einem 22,8 ha großen Naturschutzgebiet können die Biber ungestört Bäume fällen, wobei sie Pappeln und Weiden bevorzugen.
Noch zu Beginn des Pleistozäns war der Biber in ganz Europa verbreitet. Im Verlauf der letzten Eiszeit zog er sich zunehmend nach Süden zurück, um sich danach wieder gegen Norden auszubreiten. Auch im Mittelalter galt der Biber als häufig und überall in Baden-Württemberg verbreitet.
Sein Status als „Fisch“ während der Fastenzeit und sein kostbares Fell führten zu einer immer stärkeren Nachstellung. In deren Folge wurde die Art im Verlauf von etwa 100 Jahren zu Beginn des 19. Jahrhunderts völlig ausgerottet. Etwa um 1828 bis 1834 wurden auch die letzten Biberbestände des Donau- und Illergebietes, in der Gegend um Laupheim, Riedlingen und Ulm vernichtet.
Der Biber lebt sowohl im Wasser wie auch an Land. Er gehört zu den semiaquatischen Säugetieren. Seine Ansprüche an den Lebensraum sind gering. Um eine ausreichende Nahrungsgrundlage zu finden, ist eine wenigstens zehn Meter breite, gut ausgebildete Weich- und unterholzreiche Hartholzaue Voraussetzung.  Ein abwechslungsreiches Bach- und Flussufer mit hochwasserfreien Lagen und grabbaren Uferbereichen bietet ihm die Möglichkeit, Baue oder Burgen anzulegen und zu bewohnen. Eine beständige Wasserführung mit einem Mindestwasserstand von 50 cm garantiert ihm, über größere Strecken Baumaterial und Nahrung zu transportieren. Der Eingang seines Baus unter Wasser schützt vor unbefugtem Zugang. Seine Bauten gräbt er in relativ hohe Ufer-böschungen hinein oder legt sie als typische Reisigburgen auf Sandbänken oder Bachschwellen an.
Am Rotach-Kanal bei der Pfladermühle wurde eine Röhrenkonstruktion besichtigt, mit deren Hilfe der Wasseraufstau an einem Biberdamm in Grenzen gehalten werden soll. Es soll einerseits dem Biber möglich sein, den Wasserspiegel auf notwendiges Niveau zu regulieren, andererseits die Überschwemmung landwirtschaftlicher Grundstücke zu verhindern.
Bei einer Wanderung durch das Weihergebiet bei Stödtlen und Gaxhardt zeigten Hans Wolf und Ulrich Knitz die verschiedenen Interessenlagen von Fischzucht, Angel-vereinen und Naturschutz auf. Am Breitweiher erläuterte Knitz, wie durch den Einbau von starken Drahtgeflechten dammseitig der Biber am Untergraben der Straße gehindert wird. Hans Wolf erläuterte die Flora in den Verlandungsbereichen und wies auf das Nixenkraut, den Tännel, den Wasserhahnenfuß und das Sumpfläusekraut hin. Dr. Rodi stellte das Pfeifengras, Blutwurz und den Großen Wiesenknopf vor und
zeigte an Hand des niedrigen PH-Wertes der Sandsteinböden am Waldrand die Zusammensetzung der Flora mit Heidekraut, Borstgras, Dreizack, besonderen Moosen, Faulbaum und Heidelbeere auf.
Nach dem Mittagessen im Ochsen in Tannhausen, auf dessen Dach bereits der Unterbau für ein Storchennest eingerichtet wurde, berichtete der Kreisökologe Dr. Paul Elser in einem durch Power-Point unterstützten Referat über die Renaturierung des Schlierbaches und des Oberlaufs der Sechta. Die beiden Fließgewässer waren 1928 bzw. 1950 begradigt worden. Man war bemüht, den mäandrierenden Verlauf, wie er noch 1829 vorhanden war, nachzubauen. Dazu war nur eine geringe Tiefe notwendig. Die Ausbildung von Prall- und Gleithängen wurde den Bächen selbst überlassen. Die notwendigen Grundstücke konnten in Zusammenarbeit des Landratsamtes Ostalbkreis, des Wasserverbands Sechta-Eger, des Landschaftserhaltungsverbandes Ostalbkreis sowie der Gemeinde Tannhausen erworben werden. Durch die Ökologie dieser Auelandschaft wurden die Grundlagen für die Artenvielfalt wesentlich verbessert. Seltene Wiesenvögel wie Kiebitze, Rot- und Schwarzmilan, Rohrweihe, Baumfalke und Graureiher besiedeln heute das Gebiet. Hoffnungen, dass sich auch der Storch in Tannhausen wieder ansiedelt, sind berechtigt, zumal Nördlinger Störche immer wieder nahe des Ortes gesehen werden.  
In seinem Referat über die Wiederansiedlung von Störchen ging Hans Wolf, der Vorsitzende des Vereinszweig Ostwürttemberg der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg auch auf die historische Entwicklung ein. Er berichtete, dass Weißstörche in Schwäbisch Gmünd bereits seit 1212 und zwar in einem Nest auf dem Franziskanerkloster nachgewiesen sind. Weitere Neststandorte waren 1525 auf dem Alten Rathaus, 1819 auf dem Münsterdach und 1824 auf der Grät. Einen Letztnachweis kennt man um 1868/1870.
Aus seiner Verbreitungskarte des Ostalbkreises war erkennbar, dass seit 1875 die Anzahl der Störche stetig abnahm. Der Tiefpunkt war 1975 erreicht. Er führt dies auf periodische Dürren in der Sahelzone und auf die Veränderung der Feuchtwiesen und damit die fehlende Nahrungsgrundlage zurück. Ein drittes Hemmnis sah er in den vielen elektrischen Leitungen, durch die zahlreiche Jungstörche verenden.
Seit 1975 ist wieder eine Zunahme zu verzeichnen. Wolf führt dies in erster Linie auf die Klimaerwärmung zurück. Aber auch die Renaturierung von Bächen und Flüssen mit mäandrierendem Verläufen, die Feuchtgebiete beinhalten, tragen zu einer weiteren Verbesserung der Standortgrundlagen für die Störche bei.
Eine kurze Wanderung im renaturierten Gebiet zeigte den Teilnehmern den augenscheinlichen Erfolg der Baumaßnahmen. Zu guter Letzt konnten am Staudamm nördlich von Oberdorf, wo die Sechta ebenfalls renaturiert werden soll, nochmals zwei vom Biber gebaute Dämme, in Besonderheit mangels Weichholz aus Maisstauden, bestaunt werden.

04.09.07: Stadtgeologie in der Innenstadt von Schwäbisch Gmünd
Die AG Geologie bot mit Werner K. Mayer wiederum eine Führung durch Schwäbisch Gmünd an. Im 3. Teil ging es um die östliche Altstadt und deren Gesteine. Vor allem an der Königsturmstraße, deren Gebäude zwischen 1880 und 1900 errichtet wurden, konnten die verschiedenen Schilfsandsteinsorten besprochen werden. An den östlichen Stadttürmen waren es vor allem Stubensandsteine und deren neuerlichen Alternativen, über die angeregt diskutiert wurde. Auf dem Rückweg am Franziskaner wurde am Denkmal von Karl Mauch, dem Wiederentdecker der Ruinen von Zimbabwe, dessen Forscherleben und seinen Beziehungen zu Gmünd gedacht.

22.07.07: Gebirgsausfahrt ins Allgäu
Die zur Tradition gewordene Gebirgsausfahrt des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd führte wieder einmal ins Allgäu. Die naturkundliche Exkursion vom Reuttener Hahnenkamm aus ging mit 32 Teilnehmern bei bestem Wanderwetter über die Gimpelhütte nach Nesselwängle. 
Udo Gedack und Hans-H. Rademann wussten über Fauna und Flora Interessantes zu berichten.
Die Veranstaltung fand zusammen mit der VHS Schwäb. Gmünd statt.

08.07.07: Eröffnungsveranstaltung des Naturatum Erlebnis-Waldpfads
Der im Jahre 1970 unter Federführung des Nkv eingerichtete Waldlehrpfad Taubental wurde vor einigen Jahren aufgegeben. Vertreter und Vertreterinnen der Stadtverwaltung einschließlich des Agenda-Büros, der Forstbehörde, der Arbor-Waldpädagogen, der Waldorfschule, der Klösterle-Schule, des Naturkundevereins und der grafix mediengestaltung haben mit finanzieller Unterstützung der Fagus-Stiftung in zwei Jahren einen neuen Pfad „Naturatum ErlebnisWaldpfad“ entwickelt. Er betont neben den fachlichen Informationen vor allem die pädagogischen Elemente des Erlebens, der Eigenaktivität und der Kindgemäßheit. Die Mitglieder des Naturkundevereins haben dabei vor allem bei den Stationen Leben im Walde, Geologie, Spechte, Totholz sowie Schlucht und Bach mitgewirkt. Bei der mit 1500 Personen sehr gut besuchten Eröffnungsveranstaltung war der Naturkundeverein mit einem Stand vertreten.
                  

01.07.07: Arbeiten im Vereinsgrundstück "Fuggerle"
Das Vereinsgrundstück „Fuggerle“ obliegt der Betreuung aller Arbeitsgemeinschaften. 2006 wurde die unzureichende Wasserversorgung der Teiche moniert und der Einsatz eines Baggers angedacht. Es wurde beschlossen, die vorgesehenen Maßnahmen auf drei Jahre zu verteilen. Der erste Baggereinsatz fand am 18. Februar 2007 statt. Dabei wurden auch die standortfremden Sträucher (Spiräen) entfernt und zum Recyclinghof gefahren. Das Ergebnis ist positiv. Inzwischen sind die Spuren des Baggereinsatzes weitgehend von der natürlichen Vegetation überwuchert worden. 

23.Juni 07: Albertus Magnus-Tagung
Die diesjährige Tagung des Vereinszweigs Ostwürttemberg der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg wurde mit dem Schwerpunkt Acker und Ackerflora seit der Jungsteinzeit in Utzmemmingen und am Riegelberg durchgeführt.
Der Leiter des Vereinszweigs Ostwürttemberg, Dipl.-Ing. Hans Wolf konnte um 10.00 h rund 60 Teilnehmer am Parkplatz unterhalb der Ofnet-Höhlen bei der Römervilla begrüßen. Danach gab Dipl.-Geologin Gisela Pösges vom Rieskratermuseum Nördlingen eine Einführung in die Geologie des Meteoritenkraters Ries und des Kraterrandbergs Regelberg. Prof. Dr. Claus-Joachim Kind vom Landesdenkmalamt Baden Württemberg referierte über alte und neue Forschungsergebnisse an steinzeitlichen Schädelbestattungen in den Ofnethöhlen.
Peter Aleksejew vom Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd führte zusammen mit den Botanikern Gerd Höhenberger, Nördlingen, Dr. Eberhard Klauck von der Freien Universität Berlin und Prof. Dr. Manfred Rösch vom Landesdenkmalamt in die dort vorhandenen Flechten, Moose, Farne und Blütenpflanzen. Darunter befanden sich einige einzigartige Acker- und Felsarten.
Nach dem Mittagessen im Adler in Utzmemmingen fanden im Saal des Gasthofes Referate statt. Gerd Höhenberger und Dr. Eberhard Klauck besprachen die Flechten, Moose und Farne des Riegelbergs. Das Thema von Prof. Dr. Manfred Rösch lautete: Die süddeutsche Ackerflora seit der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter als Ausdruck der Bewirtschaftungsweise.
Dipl.-Ing. Hans Wolf referierte über Veränderungen der ostwürttembergischen Ackerflora seit Beginn der floristischen Erforschung im Jahre 1797, ehe Dipl.-Biologe Martin Weiss die gegenwärtige Ackerflora von Riegelberg, Ofnet und Umgebung im Zusammenhang mit dem Vertragsnaturschutz vorstellte.
Das Schlusswort von Prof. Dr. Dieter Rodi vom Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd beinhaltete einen Rückblick auf fünfzig Jahre Ackerfloraforschung.

17.06.07: Jahrestreffen des Deutschen Naturkundevereins e.V. in Mannheim
Beim Jahrestreffen in Mannheim wurde traditionsgemäß eine Geologische Exkursion sowie eine Botanische Exkursion angeboten.
Die Geologische Exkursion führte in den nördlichen Odenwald zur Burg Frankenstein.
Philipp und Gerda Benz vom ausrichtenden Mannheimer Verein führten die Wanderung über den Frankenstein-Pluton. Nachmittags ging es durch das Beerbachtal nach Reichenbach im Lautertal bei Bensheim. Hier wurde die Geologie des Felsberges mit dem Felsenmeer erklärt, ehe im römischen Steinbruch eine noch vorhandene Riesensäule und ein Altar bewundert werden konnten.
Elisabeth Hengge führte die Botaniker in einem Gebiet der "Viernheimer Heide" zu einer Flugsand-Düne. Danach ging es nach Lorsch, wo das Weltkulturerbe Königshalle erklärt wurde. Eine botanische Führung am alten und neuen Klostergarten mit eingebrachter typischer Flora der Flugsand-Dünen um Lorsch rundete das abwechslungsreiche Programm ab.

13.06.07: Wandel der Landschaft in der Niederlausitz durch den Braunkohletagebau bei Cottbus/Brandenburg
Über den gewaltigen Wandel der Landschaft durch den Braunkohletagebau bei Cottbus in der Niederlausitz berichtete Prof. Dr. Dieter Rodi in einem mit Lichtbildern unterstützten Vortrag. Er fand am Mittwoch, 13.06.2007 um 20.00 h im Saal des VHS-Zentrums am Münsterplatz in einer gemeinsamen Veranstaltung des Naturkundevereins und der Volkshochschule statt.
In einem kurzen Überblick wurde am Beispiel von Cottbus die Geschichte der Besiedlung der Niederlausitz vor allem durch die Wenden (Sorben) und die Bedeutung des Braunkohletagebaus für diese Landschaft erläutert. Wegen des Tagebaus musste und muss die direkt betroffene Bevölkerung umgesiedelt werden.
Die Braunkohle ist im Jungtertiär vor über 10 Millionen Jahren aus ehemaligen Mooren entstanden. Das Hauptflöz liegt in 80-120 m Tiefe und ist etwa 5-20m mächtig. Die darüber liegenden sandig-lehmigen Schichten des Tertiärs mit vielen Fossilien in Form von Stammresten und Blattabdrücken der damaligen Wälder mussten für den Tagebau abgeräumt werden. Dasselbe gilt für die sie noch überlagernden Schichten der Eiszeit mit Findlings-Steinen aus Skandinavien.
In einem Park in der Nähe von Cottbus wurde ein „Tertiärwald“ im Rahmen der Bundesgartenschau 1997 eingerichtet. Er zeigt Arten des damaligen warm-gemäßigten Klimas, wie sie heute in etwa im Missisippi-Delta in Nordamerika vorkommen. So kann sich der Besucher vorstellen, wie die Landschaft bei uns vor etwa 10 Millionen Jahren ausgesehen hat.
Anschließend wurden das Klima und die heutigen natürlichen Wälder der Niederlausitz vorgestellt, wobei besonders auf den Fürst-Pückler-Park Branitz eingegangen wurde. Die Technik der Braunkohleförderung und die Verwendung der Braunkohle für die Energiegewinnung wurden besprochen. An mehreren Beispielen zeigte der Referent auf, wie die durch den Braunkohletagebau entstandenen Wunden in der Landschaft durch Renaturierung und durch Anlage von Seen geschlossen wurden und wie in dieser neuen Seenlandschaft der Naturschutz im Rahmen der Sielmann-Stiftung entwickelt wurde. Die Internationale Bau-Ausstellung „Fürst-Pückler-Land“ realisiert neue Ideen für den Tourismus.

13.06.07: Rückblick auf die Amphibien-Schutzaktion
Bei der Amphibienschutzaktion im Schießtal wurden in etwa 300 Arbeitsstunden von freiwilligen Helferinnen und Helfern vom 4. März bis 19. April 2590 erwachsene Amphibien über die Richard-Bullingerstraße zum See und vom 6. bis 29. April 1181 erwachsene Amphibien vom See in den Wald zurückgetragen.
In den letzten zwei Jahren wartete man vergeblich auf die Massenwanderung der Jungamphibien aus dem Schießtalsee, obwohl die durch Zahlen belegte Wanderung der Alttiere und das beobachtete Ablaichen gute Werte erzielt hatten. In einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Ostwürttemberg (ANO) wurde die schlechte Wasserqualität des Sees genannt und in der Presse veröffentlicht. Dies führte zu einer unakzeptablen Äußerung des Pressesprechers der Stadt Schwäbisch Gmünd, man habe sich mit der Situation des Schießtalsees abgefunden und werde nichts mehr zur Rettung der Amphibien tun. Dies widerspricht dem Auftrag des Naturschutzgesetzes.
In einem offenen Brief an Herrn OB Leidig haben der Nkv und der ANO diesem falschen Verständnis von Naturschutz widersprochen. Dies führte dazu, dass die Stadt am 3. Mai 2007 zu einem Fachgespräch unter dem Vorsitz von Herrn Bürgermeister Frieser einlud, an dem Vertreter der naturschützenden Vereine sowie des Fischereivereins, die Vertreter der tangierten städtischen Behörden und des Landratsamtes die Situation erörterten. Es wurde beschlossen, auf Kosten der Stadt durch den Amphibienschutzbeauftragten des Landes Baden-Württemberg, Herrn Hubert Laufer (Offenburg) ein Gutachten über die Ursachen des Ausbleibens der Amphibienentwicklung erstellen zu lassen.
Ein Ortstermin dazu mit Herrn Laufer, Vertretern der Stadt und der naturschützenden Vereine fand am 5. Juni statt. In der Diskussion wurden Vermutungen geäußert, dass neben dem zu hohen Fischbesatz (vor allem mit Rotfedern) eventuell auch die Verschmutzung durch die Regenüberlaufbecken und durch die Erddeponie Herlikofen bedeutsam sein könnte. Es wurde der Wunsch geäußert, dass der Schießtalsee jährlich im Herbst zur Fischentnahme abgelassen werden solle. Der BUND Ostwürttemberg hat in Zusammenarbeit mit einer Praktikantin Wissenswertes zum Schießtalsee unter www.schießtalsee.de ins Internet gestellt.

29.04.07: Öffentliche Führung auf dem Geologischen Pfad
Zu einer landschaftsgeschichtlichen Führung auf dem Geologischen Pfad lud die Arbeitsgemeinschaft Geologie, zusammen mit der Volkshochschule ein. Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft, Werner K. Mayer, führte von der Keuper/Unterjura-Grenze bis zu den Unteren Felsenkalken des Weißen Jura auf Höhe des Hohenrechbergs.

22.04.07 Vogelkundliche Führung auch für Anfänger im Taubental
Zur einer vogelkundlichen Führung im Taubental lud der Vorsitzende des NKV,
Prof. Dr. Friedrich Bay ein. Sie war vor allem für Anfänger geeignet und dementsprechend ausgerichtet
Die Veranstaltung des Naturkundevereins, gemeinsam mit der Volkshochschule, war wie immer kostenlos.

12.04.07: Naturschutz-Sorgen im Schießtal
Seit Tagen wurden die Amphibien im Schießtal von engagierten Naturschützern über die Straße zum See getragen. Trotz der Betreuung hat sich der Bestand im Vergleich zum Vorjahr nahezu halbiert. Nur rund 2400 Erdkröten und Grasfrösche wurden auf
der nördlichen Seeseite gezählt. Die Ursachen des Rückgangs werden derzeitig erörtert. Seit Freitag, den 04.04.07 hatte die Rückwanderung eingesetzt. Leidlich war, dass Dietmar Bidlingmaier bereits mehrfach Warnbaken und Warnschilder, die offensichtlich unliebsamen Zeitgenossen ein Dorn im Auge waren, aus dem See fischen musste. Anscheinend gibt es immer noch Menschen, welche die ehrenamtlichen Bemühungen um Natur- und Artenschutz nicht zu schätzen wissen.

21.03.07: Mit Udo Gedack Im wilden Süden von Äthiopien
Am Mittwoch, den 21.03.07 berichtete Udo Gedack vom Naturkundeverein über den noch weitgehend unbekannten Süden von Äthiopien.
Das Land mit seiner uralten Kultur sowie den bisher ältesten Überresten unserer menschlichen Vorfahren, ist sicher eines der faszinierendsten in ganz Afrika. Abgesehen von seiner landschaftlichen Vielfalt ist die Vielzahl seiner Völkergruppen mit allein 83 Hauptsprachen und 200 Dialekten besonders bemerkenswert. Am Unterlauf des Omoflusses konnten kleinräumig viele Volksgruppen bis heute ihre eigenständige Kultur bewahren. Weitab der großen Städte wurde das Gebiet während der Diktatur förmlich vernachlässigt.
Udo Gedack reiste das Äthiopische Rift Valley südlich fast bis zur kenyanischen Grenze hinab und lernte im Gebiet der großen Seen und des unteren Omoflusses einige bemerkenswerte Volksgruppen kennen; seien es die Konso mit ihren in Ostafrika einmaligen Terrassenkulturen, die Hirtenvölker der Hamar und Tsemay, die Karo, deren Männer eigentümliche Frisuren und Körperbemalung aufweisen oder die in großer Einöde lebenden Gelep und Ebore. Die Kamele züchtenden Borena schließlich gewinnen aus dem See des uralten Vulkankraters El Sod das lebenswichtige Salz für Mensch und Vieh und sind nicht zuletzt durch ihre singenden Brunnen bekannt.
Untermalt wird dieses bunte Kaleidoskop an Völkern durch Aufnahmen verschiedener Landschaften, Pflanzen und Tiere.
Die gemeinsame Veranstaltung von Naturkundeverein und Volkshochschule fand im Saal des VHS-Gebäudes am Münsterplatz statt.

14.03.07: Noch schleppender Verlauf der Amphibienwanderung im Schießtal
Frau Dr. Christiane Dürr konnte eine motivierte Helferschaft und einen straffen Zeitplan organisieren. Alle nötigen Vorbereitungen wurden getroffen. Doch die Amphibien ließen sich Zeit. Nur 275 Tiere, knapp 5 % der Vorjahreszahl wanderten bisher (13.03.07) zum Auffanggraben und wurden zum See getragen. Viele Kinder und Jugendliche waren sehr enttäuscht, wollten sie sich doch gerne in die spannende Arbeit einspannen lassen. Dietmar Bidlingmaier meldete, dass am 05.03.07 mit wenigen Tieren zwar die Wanderung begann, am Mittwochabend, 07.03.07 mit 122 Tieren die bisher höchste Zahl erreicht wurde, die Frostnächte über das Wochenende den weiteren Verlauf jedoch zum Erliegen brachten. Wenn allerdings am kommenden Wochenende  wärmere Nachttemperaturen und Feuchtigkeit zusammen kommen, wird sicher der erhoffte Schub einsetzen. Dann sind auch die eingeteilten Helfer gefordert. Auch die Stadtverwaltung ist mit ihren Vorkehrungen auf dem Laufenden und wird erst, wenn eine nennenswerte Wanderung gemeldet wird, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Richard-Bullinger-Straße auf 30 km/h ausschildern.

06.03.07: Offener Brief an Herrn Oberbürgermeister Leidig - ANO und Nkv bitten um Interpretation einer Pressemitteilung
Der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Klaus Eilhoff, hat im Rahmen eines Artikels der Gmünder Tagespost vom 26.02.07 über den Amphibienschutz im Schießtal eine von Nkv und ANO nicht akzeptierte Aussage zu Protokoll gegeben.
Sie lautete: "Da er [der Schießtalsee] seit dem Jahr 2002 nicht mehr als Badesee zugelassen sei, habe es seither keine Wasserüberprüfung mehr gegeben, sagt Stadtsprecher Klaus Eilhoff. Die Stadt habe nicht vor, den See je wieder für Schwimmer zu empfehlen. Man habe sich mit dem derzeitigen Zustand abgefunden. Untersuchungen seien deshalb nicht geplant, so Eilhoff. Weder mit dem Ziel, das Gewässer als Badesee wieder zu öffnen, noch um die Amphibien zu retten."
Deshalb baten Prof. Dr. Dieter Rodi für die ANO Schwäbisch Gmünd und Prof. Dr. Frieder Bay für den Naturkundeverein in einem Brief vom 06.03.07 an den Oberbürgermeister und Stellungnahme zu folgenden Fragen:
1. Welcher verwaltungsinterne Beschluss ist die Basis für die o.g. Pressemitteilung?
2. Hat der Gemeinderat über diesen Beschluss debattiert oder gar einen Beschluss gefasst? Wenn ja, wann? Wie lautet dieser?
3. Sind Sie, Herr OB Leidig, sich der Tatsache bewusst, dass Sie sich mit den o. g. Intentionen im Widerspruch zum Geist des Naturschutzgesetzes des Landes Baden-Württemberg vom 13. Dezember 2005 befinden?
Dort liest man im §1 unter anderem:
  (2) Der wildlebenden heimischen Tier- und Pflanzenwelt sind angemessene Lebensräume zu erhalten. Dem Aussterben einzelner Tier- und Pflanzenarten ist wirksam zu begegnen. Ihre Populationen sind in einer dauerhaft überlebensfähigen Größe zu erhalten. ..
4. Ministerpräsident Oettinger lud am 03.03.07, also vor wenigen Tagen, Experten für Natur und Umweltschutz in die Staatskanzlei ein und unterstützte Initiativen, die dem Klimawandel, der Verschwendung von Ressourcen, dem Schwund der Artenvielfalt und dem Flächenverbrauch entgegenwirken.
Und was tut die Stadt Schwäbisch Gmünd?
Postitiv sei erwähnt, dass die Stadtverwaltung bei der Vorbereitung der Krötenwanderung März-April 2007 kooperativ mitgewirkt hat.
Wegen der Bedeutung der Problematik erlauben wir uns, diesen Brief als Offenen Brief an die örtliche Presse und das Landratsamt Ostalbkreis weiterzugeben.

03.03.07: Einführung zum Amphibienschutz und Arbeitseinsatz am Schießtalsee
Die Einführungsveranstaltung fand am 03.03. um 9.00 Uhr im Vereinsheim der Naturfreunde statt. Frau Dr. Christiane und Dietmar Bidlingmaier brachten den neuen Helfern, darunter auch zahlreichen Jugendlichen, den Ablauf der jährlichen Schutzaktion nahe.
Nachmittags wurden die Leiteinrichtungen im Schießtal wieder in Ordnung gebracht. Am vereinbarten Treffpunkt versammelten sich zahlreiche Helfer und leisteten eine Vielzahl von Arbeitsstunden zur Vorbereitung der Kröten- und Froschwanderung.

Prof. Dr. Dieter Rodi 75 Jahre alt
Seinen 75. Geburtstag verbrachte Prof. Dr. Dieter Rodi mit seiner Frau im Schwarzwald. Dennoch gratulierten ihm im Nachhinein dazu zahlreiche Menschen, darunter auch die Vorstandschaft des Naturkundevereins. Die beiden Vorsitzenden, Prof. Dr. Frieder Bay und Dr. Chrisiane Dürr überreichten ihrem Ehrenvorsitzenden eine Fotomappe mit Bildern vieler Aktivitäten der vergangenen Jahre. Neben vielem anderen tragen das Wentalbuch sowie die Tage der Artenvielfalt im Wental und vergangenes Jahr am Hohenrechberg seine maßgebliche Handschrift. Im übrigen ist er das ganze Jahr durchgehend mit Vorträgen, Begehungen und Gutachten beschäftigt und sein Wort hat weiterhin in vielen Gremien Gewicht.
Der Naturkundeverein wünscht seinem Ehrenvorsitzenden Gesundheit und einen weiterhin fruchtbaren Unruhestand.

In der Schriftenreihe der Landeswasserversorgung erschien von Werner K. Mayer im Heft 25, 2006 ein Aufsatz über "Die Erneuerung der Hauptleitung 1 – ein lohnender Exkurs in die Erdgeschichte in der Umgebung von Schwäbisch Gmünd". Der Aufsatz beschreibt die schichtkundlichen und paläontologischen Ergebnisse der Rohrverlegearbeiten in den Jahren 2003 bis 2005 von Heubach bis Straßdorf.
Das Heft kann bei der Landesversorgung Stuttgart bestellt werden, kann aber auch über das Internet (www.lw-online.de [Service - Informationsschriften - Fachinformationen - Heft 25/06] ausgedruckt werden.
Ein ausführlicher Sonderdruck ist ebenfalls über die Landeswasserversorung Stuttgart zu beziehen.

08.02.07: Die Kapverdischen Inseln - Erdgeschichte, Land und Leute
Zur Inselgemeinschaft der makkaronesischen Inseln, den „Inseln der Glückseligkeit“ im Atlantik, zählen neben den Azoren, Madeira und den Kanaren auch die Kapverdischen Inseln. Sie liegen rund 450 km westlich des Senegals und waren jahrhundertlang
Zwischenstation bei Atlantiküberquerungen zwischen Afrika und Südamerika.
Das seit 1975 selbstständige, afrikanische Land ist dabei, touristisch erschlossen zu werden. Noch hat es vieles seiner Ursprünglichkeit zu bieten.
Werner K. Mayer war auf drei der 9 wesentlichen Inseln. Er berichtete von Land und Leuten, der erdgeschichtlichen Entstehung und von Trekkingtouren auf der gebirgigsten der Inseln, Santo Antao. Mit 779 km2 ist sie die zweitgrößte der Kapverden.            
Alle Landschaftsformen, welche die Natur hier zu bieten hat, haben sich auf dieser vereint: zerklüftete Gipfel, schmale Grate zwischen tiefen Schluchten und Tälern, Vulkankegel in allen Schattierungen, wüstenhafte, steinige Mondlandschaften, kühle Waldregionen und üppigste Tropenvegetation inmitten von steilen Felsenküsten, an denen sich die Wellen des Atlantiks unaufhörlich brechen.
Rund 100 Zuhörer genossen im neu restaurierten Klösterle-Saal den vom Naturkundevereins gemeinsam mit der VHS angebotenen Power-Point-Vortrag.

17.01.07: Aus der Blumenwelt Bulgariens - Vortrag von Dr. Helmut Haas
Auch wenn nun seit Jahresbeginn Bulgarien zur Europäischen Union gehört, so
wird
dieser Staat im Herzen des Balkans doch weit weniger bereist als beispielsweise Griechenland. Entsprechend gering sind auch die Kenntnisse über Bulgarien und selbst Reiseführer beschreiben vorwiegend die besser touristisch erschlossene Schwarzmeerküste als das Binnenland mit seiner Bergwelt, die gerade im Südwesten des Landes durchaus alpine Ausmaße annimmt.
In den meist dünn besiedelten Bergregionen mit oft wenig berührter Natur hat sich bis heute eine sehr interessante Fauna und Flora erhalten. Aber auch an der Küste gibt es (noch) bemerkenswerte Pflanzenvorkommen. Das Vorkommen von Gebirge und Meeresküste in relativ geringen Entfernungen sowie das Angrenzen an verschiedene Florengebiete bedingt eine große Biodiversität.
Einen Einblick in die Blumen-Vielfalt Bulgariens vom Gebirge zum Meer gab der Dia-Vortrag
von Dr. Helmut Haas am 17.01.07 im VHS-Gebäude am Münsterplatz. Es war eine
gemeinsame Veranstaltung von Naturkundeverein und Volkshochschule.

25.11.06: Nachlese zum Tag der Artenvielfalt auf dem Hohenrechberg -
               Eintrag der gefundenen Arten in die Artencheckliste von GEO
Der diesjährige Tag der Artenvielfalt am Hohenrechberg hinterließ Eindrücke.
Prof. Dr. Dieter Rodi, der Initiator, wurde vom zuständigen Redakteur der Zeitschrift GEO, Tom Müller gebeten, die erzielten Funde dieses Tages in die Arten-Checkliste im Internet einzutragen. Sie ist unter www.geo.de/artenvielfalt (Informationen zum Mitmachen, Arten-Checkliste, Eintragen Ihrer Ergebnisse) abzurufen.
In dieser Liste sind alle bisher bundesweit an Tagen der Artenvielfalt gefundenen Arten, von den Bakterien bis zu den Samenpflanzen und von den Einzellern bis zu den Wirbeltieren, eingetragen. Gegenwärtig sind dies rund 14.000 Arten.
Von den am Hohenrechberg gefundenen über 690 Arten waren 78 noch nicht in der Checkliste vorhanden.
Die GEO-Redaktion wiederum arbeitet mit BIF-Deutschland zusammen, dem Deutschen Knoten der „Global Biodiversity Information Facility“ (www.gbif.de).
Auf diese Weise werden künftig die Neufunde vom Hohenrechberg international bekannt.

18.11.06: Ornithologische Exkursion ins Gundelfinger Moos
J. Miller, Alfdorf und A. Dammenmiller aus Iggingen luden im Rahmen des Herbstprogramms des Naturkundevereins und der NABU, Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd, sowie gemeinsam mit der VHS Schwäbisch Gmünd, zur diesjährigen Herbstexkursion ins Gundelfinger Moos ein.
Ziel waren die im Gundelfinger Moos befindlichen ehemaligen Kiesabbaustellen sowie die sich dazwischen befindlichen Streuwiesen. Das Gebiet wurde auf einem Rundweg durchwandert.
Bei dieser Exkursion konnte man den herbstlichen Vogelzug beziehungsweise die ersten Wintergäste beobachten, die in diesen Biotopen recht zahlreich anzutreffen sind. Hervorzuheben sind hierbei Arten wie Raubwürger, Kornweihe und die zahlreichen Silberreiher.

09.11.06 mit Dr. Rudolf Schlegelmilch: Stereoskopische Streifzüge durch vier Erdteile
Eine optische Besonderheit boten NKV und VHS im neuen Klösterle-Saal an: einen  Vortrag mit Stereo-Lichtbildern in farbechter Polarisationstechnik.
Dr. Rudolf Schlegelmilch, der vor kurzem für seine vielseitigen Leistungen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, zeigte ihn als farbenprächtigen Extrakt aus vielen seiner Reisen an. Er präsentierte eine Auswahl aus 18 Jahren 3D-Fotografie.
Dr. Schlegelmilch reicherte ihn neben naturkundlichen Aspekten vor allem mit länderkundlichen und kunsthistorischen Betrachtungen langer Jahre an. Inhaltlich befasste er sich mit Geologie und Natur aus Württemberg, Italien, Kapadokien und den USA - Großfossilien der Urzeit - Feuer und Wasser auf Island und den Liparischen Inseln. Die Präsentation enthielt  "die Wolkenkratzer" der Gotik, zeigte den "Überschwang" des Rokoko und Prunkbauten des alten Ägyptens ebenso wie die Tropen Sri Lankas und den Reichtum Saudi Arabiens.
Die zahlreichen Besucher, die mit 3-D-Brillen ausgestattet wurden, waren sowohl
über den Inhalt wie auch über die unglaubliche Tiefenwirkung der gezeigten Bilder erstaunt.

02.11.06: Fossilfunde von der B-10-Baustelle im Filstal - Führung in Göppingen-Jebenhausen
Bei einer Führung durch Dr. Anton Hegele, den Leiter des Göppinger Naturkundemuseums, gewann die Arbeitsgemeinschaft Geologie des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd interessante Einblicke in die Schichtverhältnisse im Filstal.
Bekanntlich wurden während der Bauarbeiten an der B 10-Umfahrung Eislingen zwischen 2002 und 2005 spektakuläre Funde gemacht. Einerseits war es eine
Mergelschicht im obersten Posidonienschiefer, die in einer "Belemnitenseife" eine Vielzahl isolierter Wirbeltierknochen lieferte und als "Eislinger Saurierfriedhof" bezeichnet wurde. Eine Ausstellung in der Eislinger Stadthalle zog viele Besucher an.

Andererseits konnten Privatsammler während der Bauzeit die Schichtfolge vom Grenzbereich im Oberen Sinemurium bis zum Oberen Toarcium untersuchen. Sie konnten
mit den gefundenen, zum Teil seltenen Ammoniten die Zonen und Subzonen des Jurensismergels, des Amaltheentons, des Posidonienschiefers und der Jurensismergel lückenlos nachweisen. Aber auch die Begleitfauna wurde durch hervorragend präparierte Objekte präsentiert. Dazu gehörte auch die Schlitzbandschnecke Pleurotomaria amalthei aus der margaritatus-Zone mit 65 mm Ø
und als Neufund eine Pleurotomaria n. sp. aus dem Costaten-Kalk mit einem Ø von 150 mm. Johann Klaschka, der die beiden Schnecken fand und aufwändig präparierte,
war anwesend und gab über die Fundverhältnisse erschöpfend Auskunft.
Matthias Grupp trug ebenfalls viele Objekte zur Ausstellung bei. Den vom ihm gefundenen  Temnodontosaurus, einen Fischsaurier aus dem Posidonienschiefer, meldete er ordnungsgemäß dem Staatlichen Museum für Naturkunde. Die Wissenschaftler aus Stuttgart bargen das "Monster von Eislingen". Es wird im kommenden Jahr in der großen Landesausstellung zu sehen sein.
Beim Vergleich zwischen den Objekten der bedeutenden historischen Sammlung von Pfarrer Theodor Dr. Engel und den Neufunden aus dem Filstal fiel auf, dass auf dem Gebiet der Präparationstechnik große Fortschritte erzielt wurden.
Es wäre wünschenswert, wenn die Stadt Göppingen sich einer verbesserten Unterbringung der Fossilien sowie einer Fortschreibung durch die vielen Neufunde aus dem Filstal annehmen würde.

26.10.06: Vortrag über Vogelbeobachtungen an Gewässern
Am Donnerstag, 26. Oktober, hielt Armin Dammenmiller aus Iggingen im Rahmen der NABU-Monatsversammlung in Zimmern im Gasthaus Krone einen Vortrag über Beobachtungen von Vögeln an Gewässern in Süddeutschland. Im Rahmen dieses Vortrags wurden sowohl Brutvögel, Durchzügler als auch Wintergäste vorgestellt.
Der Referent berichtete hierbei über seine mehrjährigen Beobachtungen, wobei auch Aufnahmen von seltenen Arten wie Blaukehlchen, Tüpfelsumpfhuhn oder arktische Durchzügler wie Zwergstrandläufer zu sehen waren.

18.10.06: Fauna und Flora am Mittelmeer
Die Umgebung von Perpignan und damit der südlichste Teil der französischen Mittelmeerküste ist durch eine besonders abwechslungsreiche Landschaft ausgezeichnet. Zum einen sind da die Berge der Ostpyrenäen, zum andern die fast ebene Küstenlandschaft mit Dünengebieten, Strandseen und steinigen Garigues.
Seit 1987 führten neun biologische Exkursionen der Universität Ulm jeweils Anfang September in dieses Gebiet.
Im Vortrag von Dr. Bellmann wurden aus den zurückliegenden nunmehr fast 20 Jahren die interessantesten Funde aus den vielseitigen Landlebensräumen und Süßgewässern vorgestellt. Dr. Heiko Bellmann ist Dozent an der Uni Ulm. Er ist Verfasser zahlreicher Standardwerke über Käfer und Schmetterlinge und hervorragender Naturfotograf.
Der Vortrag fand am Mittwoch, 18.10.06 im VHS-Zentrum in Zusammenarbeit von NKV und VHS statt.

14.10.06: Pflege des Naturdenkmals Auwald Remswasen
Die Arbeitsgemeinschaft Umweltgestaltung und Landschaftspflege des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd führte in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Naturschutz Ostwürttemberg am Samstag, 14. Oktober eine Pflegeaktion im Naturdenkmal Auwald Remswasen durch.

10.10.06: Geologie-AG fuhr zur Ausstellung "In einem Meer vor unserer Zeit"
In Eislingen fand eine besondere Geologie-Ausstellung bundesweite Beachtung. Rundfunk, Fernsehen und die Zeitungsmedien berichteten wochenlang darüber. Schließlich wurde in Eislingen während der Bauarbeiten an der
B 10-Trasse ein Saurierfriedhof entdeckt und systematisch untersucht.
Die Ausstellung "In einem Meer vor unserer Zeit" öffnete ein Fenster mit Blick in das Ökosystem Jurameer vor 181 Millionen Jahren. Sie wurdevon der Stadt Eislingen/Fils in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göppingen und der Universität Tübingen getragen.
Neben den Eislinger Fundstücken von Fischsauriern, Krokodilen und Flugsauriern sowie einer Vielzahl von wirbellosen Organismen wurde der Gesamtkomplex durch Leihgaben der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, des Hauff-Museums Holzmaden und der Universität Tübingen ergänzt.
Die Geologie-AG des Naturkundevereins bot einen Besuch am Dienstag, den 10.10.06 an. 20 Interessenten fanden sich um 18.00 h am Eingang vor der Stadthalle in Eislingen ein. Sie wurden mit einer interessanten Führung in die Zielsetzung der Ausstellung eingeführt und waren von den Funden und den sie begleitenden Objekten und Darstellungen begeistert.

07.10.06 Albertus Magnus Tagung in Tannhausen bei Ellwangen
Die diesjährige Tagung hatte "Wiesentäler und Wiesenvögel" zum Thema und fand am 07.10.06 in Tannhausen statt. Die Teilnehmer trafen sich um 10.00 Uhr zur Exkursion in Tannhausen. Vom Treffpunkt bei der Kläranlage von Tannhausen an der Straße Richtung Unterschneidheim wanderten sie entlang der renaturierten Sechta zu den Riepacher Lachen.
Die Kurzvorträge am Nachmittag hatten folgende Themen:
Hans Wolf (Ellwangen) sprach über Wiesenvögel von der Ostalb, Virngrund und Ries;
Walter Feld (Leopoldshafen) über Störche Baden-Württembergs und Thomas Ziegler aus Feuchtwangen über Wörnitzstörche und ihr Lebensraum.
Nach der Mittagspause referierte Harald Buchmann (Stuttgart) über Methoden der Biotopgestaltung in heutiger ostwürttembergischer Landschaft.
Dr. Paul Elser (Aalen) schloss sich mit seinem Thema: Gewässertypologie und Renaturierung ostwürttembergischer Fließgewässer an, ehe Peter Engel (Ellwangen)
u. Ralf Worm (Aalen) die Sechtarenaturierung in Planung, Ausführung und Pflege behandelten.
Nach einer Diskussion gebührte Prof. Dr. Dieter Rodi (Schwäbisch Gmünd) das Schlusswort, ehe gegen 17.30 h die Tagung endete.

05.10.06: Die Wirksamkeit des Wassers in der Landschaft
Er ist vielen Gmündern vor allem durch seine jahrzehntelangen Exkursionen nach Island bekannt - Dr. Dietrich Schulz. Der langjährige Geographie-Dozent an der Pädagogischen Hochschule war der Referent obigen Vortrags, der damit an das  Jahresthema der Geologen des Naturkundevereins, das "Wasser" anknüpfte.
Dr. Schulz beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der fundamentalen Bedeutung, die dem Wasser bei der Ausformung des Reliefs - der Gestaltung der Erdoberfläche - zukommt. Es handelte sich also um Fragestellungen der Allgemeinen Geologie bzw. der Geomorphologie.
Ausgangspunkt war das atmosphärische Wasser, das sich in verschiedenen Aggregatszuständen in einem ewigen Kreislauf bewegt. Fast alle Verzweigungen des Wasserkreislaufs haben Anteil an der Oberflächengestaltung der Erdkruste.
Beispiele aus den Bereichen Gesteinsverwitterung, Talbildung, Transport des Gesteinsschutts und Ablagerung, Umformung von Steilküsten durch die Brandung, Landschaftsformung durch Bodeneis und Gletscher und Fjorde zeigten die Wirkungsweise des Wassers bei der Formung der Landschaft auf. Er stellte die dabei entstehenden Oberflächenformen und Landschaften vor und erläuterte sie.
Zur Veranschaulichung der in der Natur ablaufenden Prozesse und zur Vorstellung der verschiedenen Landschaften kamen Dias zum Einsatz.
Die Veranstaltung des Naturkundevereins fand gemeinsam mit der VHS im Refektorium  des Predigers statt.

27.09.06: Vorstellung des Medienpaketes "Landschaft verbrauchen - Landschaft erhalten" 
Am Mittwoch, 27.09. stellten Landschaftsarchitekt Andreas Walter und Professor Dr. Dieter Rodi um 20 Uhr im Kleinen Saal des Predigers in einer Veranstaltung des Naturkundevereins, des Arbeitskreises Naturschutz Ostwürttemberg und der Volkshochschule das Medienpaket „Landschaft verbrauchen, Landschaft erhalten“ vor. Es wurde vom Agenda-Arbeitskreis Landschaftsschutz des Ostalbkreises in den Jahren 2001-2006 erarbeitet.
Der Agenda 21-Arbeitskreis war der Auffassung, dass die Überbauung wertvoller Landschaft so nicht weitergehen darf. Um nachhaltig genügend freie Landschaft für Zwecke der Land- und Forstwirtschaft und der Erholung des Menschen für die Zukunft zu sichern, muss ein Umdenkungsprozess in unserer Gesellschaft erfolgen. Zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit wurde das Medienpaket entwickelt. Es eignet sich vor allem als Arbeitshilfe für Lehrer, die das Thema „Flächenverbrauch  - Veränderung der Kulturlandschaft“ mit all seinen Auswirkungen und Folgen im Unterricht behandeln. Es kann aber genauso gut von Naturschutz- Vereinen in ihren Veranstaltungen Verwendung finden. Ebenso ist es für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gedacht, die sich mit dem Flächenverbrauch auseinandersetzen wollen. Das Informationsmaterial ist in den Kreismedienzentren Aalen und Schwäbisch Gmünd ausleihbar.
Der Hauptbestandteil ist eine CD. Daneben bieten Videos, eine DVD und ein Buch weitere umfangreiche Informationen.
In einer Power-Point-Präsentation stellte Herr Andreas Walter die Handhabung und die Inhalte der CD vor. Der Teilbereich Handlungsansätze beinhaltet Veröffentlichungen, z.B. die Ergebnisse der „Regionalen Initiative des Ostalbkreises zur Reduzierung des Flächenverbrauchs“. Im zweiten Teilbereich wurden an allgemeinen, aber auch an lokalen Beispielen Ursachen und Auswirkungen des Flächenverbrauchs aufgezeigt. In den Teilbereichen drei bis fünf wurde anhand von bekannten Beispielen aus Oberkochen, Aalen und Schwäbisch Gmünd das Thema Flächenverbrauch betrachtet. Herr Walter vertiefte dabei die Bereiche Aalen und Oberkochen.

Herr Dr. Rodi zeigte anhand von Karten, Luftbildern und Fotos die  Probleme des Flächenverbrauchs bei der Entwicklung des Stadtkerns und der Weststadt von Schwäbisch Gmünd im Hinblick auf Wohnungen, Industrie, Straßen und Bahn auf.

An der Entwicklung der Firma Erhard und Söhne seit dem vorletzten Jahrhundert konnte sehr gut einerseits der Landschaftsverbrauch, andererseits aber auch die Bemühungen zur Nutzung von Industriebrachen demonstriert werden.

25.09.06: Naturkundeverein unterstrich seine satzungsgemäßen Ziele
Im Zusammenhang mit den seit Monaten laufenden Verhandlungen zwischen
Stadtverwaltung, Bildungsträgern und NKV fand im NKV-Beirat eine Diskussion über die künftige Strategie, Ausrichtung und Zielsetzung statt. Bekanntlich wurden durch die Vorkommnisse im Museum die naturkundlichen Gestaltungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Daher sind neue Kooperationen unumgänglich.
Sie müssen aber mit den Zielen des Vereins in Einklang stehen. Dazu gehört auch die Tatsache, dass der Naturkundeverein bisher Führungen, Ausstellungen, Vorträge und anderweitige Aktivitäten kostenlos abhielt. Lediglich Ausfahrten und Exkursionen wurden zum Selbstkostenpreis berechnet.
Die Abstimmung darüber ergab einhellig, dass der Naturkundeverein auch weiterhin seine Veranstaltungen gebührenfrei für Mitglieder und Bürgerschaft anbieten wird
Dies entspricht seinen in der Satzung formulierten gemeinnützigen Zielen.
Der Vorsitzende wurde gebeten, die weiteren Gespräche daraufhin auszurichten.

23./24.09.06: Naturkundeverein bei den Weleda-Tagen
Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Naturkundeverein an den Weleda-Tagen.
Im Weleda Heilpflanzengarten und Erlebniszentrum Wetzgau war er im großen Zelt  vertreten. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Präsentation von Pflanzenfossilien sowie auf den fossilen Besonderheiten der Gesteinsschichten, auf denen Weleda in Wustenriet ihre Neubauten zur Pflanzenverarbeitung errichtet hat.
In 7 Vitrinen wurden unter anderem Araucarien-Hölzer, die berühmten Zapfen aus Patagonien sowie Schachtelhalme, Palmholz und Ginko ausgestellt. Es sind Pflanzen, die viele Jahrmillionen überlebt haben und heute noch rezent existieren. Zum Teil werden die heutigen Arten bei der Weleda in Heilmitteln und Kosmetika verarbeitet.
Darüber hinaus waren aus dem in Wetzgau anstehenden Angulatensandstein Lebensspuren, Marken und körperlich erhaltene Fossilien zu bewundern.
Auf seinem Büchertisch bot der NKV Hefte und Bücher aus seiner Lupe- und Unicornis-Reihe an.
Als besonderen Leckerbissen bot der NKV den Besuchern schöne Mineralstufen aus einer alten Sammlung zum Verkauf an. Der Erlös kommt einem gemeinnützigen naturkundlichen Projekt zugute.

17.09.06: Tag des Geotops - Führungen am Scheuelberg und Himmelreich bei Schwäb. Gmünd-Bargau
Am Tag des Geotops werden alljährlich bundesweit zahlreiche Veranstaltungen zu erdgeschichtlichen Besonderheiten durchgeführt. Zum 8. Mal riefen die geologischen Vereinigungen und Landesämter dazu auf.
Der Naturkundeverein hatte die nahen Ausliegerberge vor dem Albtrauf am nördlichen Rand des Albuchs ausgesucht. Am Scheuelberg und Himmelreich gibt es fünf besondere erdgeschichtliche Erscheinungsformen mit Geotop-Charakter. Sie wurden an diesem Tag bei einer geführten geologischen Wanderung erläutert.
Sowohl Prof. Dr. Theo Simon vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Stuttgart wie auch Werner K. Mayer von der Geologie-AG konnten den zahlreichen  Teilnehmern die Entstehung des Albtraufs, den Schichtaufbau, die tektonischen Störungen u.a. nahe bringen. An einem Steinbruch konnten die Auswirkungen der Plattentektonik, der Alpenfaltung und des Rheintalgrabenbruchs nachvollzogen werden. Auch die Erklärungen über die Flussgeschichte unserer Heimat durch Herrn Dr. Simon fanden großes Interesse.
Der Durchstieg durch die Unteren Felsenkalke am hohen Kreuz und der Besuch zweier Höhlen am Südrand des Scheuelbergs waren weitere Höhepunkte.
Das Vorkommen der Heidelbeere und weiterer säureliebender Pflanzen konnte dadurch erklärt werden, dass die verkarsteten Kalkböden zum Teil von Relikten verwitterter Gesteinsschichten in Form von Feuersteinen und Feuersteinlehmen überlagert werden.

14.09.06: Bundesverdienstkreuz für Dr. Rudolf Schlegelmilch
Herrn Dr. Rudolf Schlegelmilch wurde am 14.09.06 im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses in Aalen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Die Laudatio aus dem Mund des Oberbürgermeisters Martin Gerlach listete die vielfältigen Verdienste des Wissenschaftlers, der kurz zuvor seinen 75. Geburtstag feiern durfte, auf. Dazu zählen neben seiner Arbeit als Physiker in der Projektierung von Teleskopen, Photoobjektiven und Infrarot-Photometern für Forschungssatelliten zahlreiche erdgeschichtlichen 3-D-Vorträge und Führungen, die wesentlichen Impulse bei der Verwirklichung des Urweltmuseums in Aalen, zahlreiche Ausstellungen, seine bekannten paläontologischen Werke über den süddeutschen Jura und vieles mehr.
Der Naturkundeverein gratuliert seinem korrespondierenden Mitglied herzlich für die Auszeichnung und wünscht ihm für die Zukunft gute Gesundheit und einen kreativen Lebensabend.

08.- 10.09.06: Naturwissenschaftliche Jahrestagung in Cottbus
In der Zeit vom 08. bis 10. 09. fand in Cottbus die Jahrestagung des „Netzwerk der naturwissenschaftlichen Vereinigungen Deutschlands“, der Nachfolgeorganisation des „Dachverband der naturwissenschaftlichen Vereinigungen Deutschlands“ statt. Der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd war dort durch Prof. Dr. Dieter Rodi vertreten.

09.09.06: GEO-Veröffentlichung über den Tag der Artenvielfalt beim Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd
Das renommierte GEO-Magazin veranstaltete am 10. Juni zum achten Mal den Tag der Artenvielfalt. Mehr als 20.000 Naturfreunde begaben sich an 326 Orten kreuz und quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz auf die Suche nach bekannten und unbekannten Arten. Der Naturkundeverein hatte unter Federführung von Prof. Dr. Dieter Rodi ins Gebiet am und um den Rechberg eingeladen.
Darüber berichtete nun GEO in der Sonderbeilage ihres September-Heftes. In dem zweiseitigen Bericht wurde die Schwäbisch Gmünder Veranstaltung als Einzige stellvertretend für Baden-Württemberg ausgewählt.

30.08. - 04.09.06: Pilzberatungen durch den Naturkundeverein
Auch in dieser Saison führte der Naturkundeverein wieder kostenlose Pilzberatungen durch. Die Beratungen durch den Pilzsachverständigen, Peter Tobies wurden in der Schiller-Realschule angeboten. Zuvor hatte er per Tageszeitungen darum gebeten, aus Naturschutzgründen die Pilze nicht wahllos einzusammeln. So durften von unbekannten Pilzen nur ein bis zwei Exemplare vorgelegt werden.

29.07. - 05.08.06: Aquarien- und Terrarienausstellung in Schwäb. Gmünd-Hussenhofen
An den beiden Aussstellungs-Wochenenden kamen Zierfisch- und Terraristikfreunde in der Mozartschule in Schwäbisch Gmünd-Hussenhofen voll auf ihre Kosten. Die Arbeitsgemeinschaft Aquaristik und Terraristik hatte 20 Aquarien, ein Meerwasseraquarium und sieben Terrarien aufgebaut.
In den Terrarien waren unter anderem eine Kornnatter, ein Chamäleon, mehrere Gottesanbeterinnen, zwei Boa constrictor, mehrere Langfühlerschrecken, Schaumheuschrecken, Gespensterschrecken sowie Farnheuschrecken und Grüne Wasseragame zu sehen.
Das Meerwasserbecken war bewohnt von Anemonenfischen, Grüne Demoisele, Schläfergrundel, Röhrenwürmer sowie verschiedene Weich- und Lederkorallen.
Bei den Zierfischen konnte man unter anderem den Guppy Wildfang wie auch seine prächtige Nachzucht bis hin zum farbenprächtigen Exemplar bewundern. Bei den Lebendgebärenden Zahnkarpfen war z.B der Black Molly und der Schleierschwanz-Molly zu sehen. Des weiteren waren Schwertträger der Zuchtform "Lyratail" viele Arten der Buntbarsche sowie verschiedene Salmler, verschiedene Welse sowie Skalare und Piranhas ausgestellt. Außerdem war ein sehr schönes Diskuspaar in den Farben rot-türkis zu bestaunen.
Am zweiten Wochenende fand zusätzlich eine Zierfisch- und Pflanzenbörse statt, bei der Aquarienfreunde und solche, die es noch werden wollen, günstig an Fische und Pflanzen kamen.

23.07.06: Gebirgsausfahrt zum Aggenstein
Auf Grund der großen Resonanz im Vorjahr ging die diesjährige naturkundliche Exkursion auf den Aggenstein. Sie wurde vom Naturkundeverein, gemeinsam mit der Schwäbisch Gmünder VHS ausgeschrieben und der Omnibus war wieder voll besetzt.
Mit der Breitenberg-Bahn ging´s von Pfronten-Steinach zur Hochalm, um dann über den Langen Tritt und den Aggenstein-Ostsattel zur ehemaligen Pfrontner Hütte zu wandern. Durch die Reichenbachklamm führte der Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tageswanderung. Nachdem der Winter in dieser Region auch weitgehend vorüber war, wurde neben dem Alpenpanorama besonders die neu erblühte Alpenflora beobachtet und angesprochen.
Udo Gedack und Hans-Holm Rademann führten in bewährter Weise.

5.-16.07.06: Schwäbisch Gmünder Unterjurafossilien auf der Landesgartenschau
Mit Fossilien aus dem Unterjura von Schwäbisch Gmünd war er Naturkundeverein auf der Landesgartenschau in Heidenheim vertreten.
Angeregt durch die Ausstellung Trinkwasser für Schwäbisch Gmünd, bei der auch die Fossilfunde vom Rohrleitungsbau durchs Albvorland gezeigt wurden, hatte die Landeswasserversorgung den Naturkundeverein um eine Teilnahme gebeten.
Es wurden vier Vitrinen mit Fundstücken aus dem Unterjura zwischen Heubach, Bargau, Bettringen, Waldstetten und Straßdorf ausgestellt. Die LW verband die Themenbereiche Wasser und Kunst sowie Wasser und Geologie bei ihrer Präsentation im Treffpunkt Baden-Württemberg im renovierten Lokschuppen.

27.06.06: Fliegenlarven und Fossilien
Mit diesen beiden Begriffen überschrieb eine Tageszeitung eine Führung, die dem "Lebensraum Bach" gewidmet war. Der Biologe Hans-Holm Rademann von Naturkundeverein machte sich mit den Drittklässlern der Hardtschule auf den Weg zum Strümpfelbach in Unterbettringen, um mit ihnen die Geheimnisse des Gewässers zu entdecken. Sie untersuchten zunächst die verschiedensten Gesteine, die auf dem Grund oder am Ufer lagen und ermittelten spielerisch mittels selbst gebauten Schiffchen die mittlere Fließgeschwindigkeit des Baches. Dann ging es daran, dem Bach auf den Grund zu schauen. Sie sammelten vorsichtig die meist unter den Steinen versteckten Kleinlebewesen und betrachteten sie anschließend genau unter der Lupe. So lernten sie Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Käferlarven und Taumelkäfer kennen. Nicht nur die Kinder, auch Rektor Burkhardt und Hans-Holm Rademann hatten ihre Freude an einem lehrreichen Nachmittag.

25.06.06: Jahresausflug des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd -
zugleich Jahrestreffen des Deutschen Naturkundevereins
Anstelle eines Jahresausflugs schloss sich in diesem Jahr der Naturkundeverein dem Jahrestreffen des Deutschen Naturkundevereins in Stuttgart an.
Bedingt durch die Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen der Spiele um die Fußballweltmeisterschaft musste der Treffpunkt kurzfristig auf 9.30 h am Killesberg verlegt werden.
Es wurden zwei Exkursionen angeboten:
Exkursion 1: Die zweigeteilte botanisch orientierte Exkursion in der Stadt Stuttgart bot vormittags einen Gang durch ein umgewidmetes Park- und Gartenareal im Zentrum der Stadt. Der Vorsitzende des DNV , W. Sailer aus Stuttgart übernahm die sachkundige Führung. Nach der Mittagspause schloss sich eine interessante Gehölzführung durch das Parkgelände des Höhenparks Killesberg an.
Herr Schnaufer vom Garten- und Friedhofsamt der Stadt Stuttgart und Betreuer des Killesberg- und Wartberggeländes konnte Interessantes berichten.
Exkursion 2:  Die ganztägige geologisch orientierte Fahrt mit kurzen Gehstrecken befasste sich mit der Erdgeschichte des Stuttgarter Raums und ihrer Nutzung.
Sie begann mit einer Einführung im Tal der Rosen auf dem Killesberg, ehemals wichtiger Steinbruch zur Gewinnung des dort anstehenden roten Schilfsandsteins. Der Exkursionsführer, Herr Prof. Dr. Eckard Rogowski erwies sich als kompetenter Kenner, zumal er die Schwierigkeit der Gründungen von Bauwerken auf Gipskeuper in der Stuttgarter Tallage aus ingenieurgeologischen Gesichtspunkten heraus erläuterte. Am Schnarrenberg wurde von einem guten Rundsichtpunkt aus der Verlauf des Neckars und die nördliche Störungszone des Fildergrabens erläutert wie auch die mit ihm zusammenhängenden Staffelbrüche am Zuckerberg. Die landschaftsgeschichtliche Situation sowie die Herkunft der Mineralwässer wurden im ehemaligen Travertinsteinbruch der Firma Haas besprochen. Am Ende erfolgte noch ein Spaziergang zum spektakulären Bergrutsch in Urbach, bei dem der Kieselsandstein der Bunten Mergel im Mittleren Keuper auf breiter Front abbrach. Das Gelände wurde zum Naturschutzgebiet umgewidmet.

10.06.06: Tag der Artenvielfalt am Hohenrechberg
In Zusammenarbeit mit den regionalen Gruppen des Landesnaturschutzverbandes, des NABU und des BUND veranstaltete der Naturkundeverein den Tag der Artenvielfalt auf dem Hohenrechberg. Er stellte die Auftaktveranstaltung zur Artenschutzwoche im Ostalbkreis vom 10.06. - 18.06.06 dar.
Ein Ziel der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro
war die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Das Redaktions-team der Zeitschrift GEO organisierte am 5. Juni 1999 in Deutschland den ersten
GEO-Tag der Artenvielfalt.
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg ist diesem Beispiel gefolgt und hat im Lande schon mehrere solcher Tage z.B. in Göppingen,  am Schmiecher See bei Blaubeuren und auf dem Albuch im Wental durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Ostalbkreis wurde erstmalig im Jahre 2004 eine Artenschutzwoche mit verschiedenen Exkursionen durchgeführt.
Die Veranstaltungen am und auf dem Hohenrechberg fanden wie im Programm vorgesehen statt. Schwerpunktmäßig nahmen Interessenten aus der Umgebung von Schwäbisch Gmünd teil. Es kamen aber auch Personen aus Münsingen, Tübingen, Stuttgart, Aalen, Nördlingen, Geislingen und Ulm dazu.
Bei der Vogelexkursion von 6 - 9 Uhr waren 24 Personen beteiligt.
Bei den mehr fachlich orientierten Veranstaltungen am Vormittag zur Erfassung der Artenvielfalt teilten sich die etwa 40 Personen auf folgende Gruppen auf:
Botanik -  3 Gruppen;  Moose    - 1 Gruppe;  Flechten - 1 Gruppe
Pilze      - 1 Gruppe;   Kleintiere (Schmetterlinge und Schnecken) - 1 Gruppe.

Während vormittags im Sinne des GEO-Tages der Artenvielfalt möglichst alle vorkommenden Arten nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst wurden, war es am Nachmittag das Ziel, die interessanten Vertreter der einzelnen Lebensräume und ihre Lebensweise allgemeinverständlich darzustellen. Hier spielte der pädagogische Aspekt der Naturerfahrung und des Naturerlebens die Hauptrolle. Deshalb wurden zusätzlich auch allgemeinere Themen angeboten: Waldbewirtschaftung am Hohenrechberg durch die Graf Rechberg’sche Forstverwaltung und  Erhalt von Wacholderheiden und Trockenrasen durch den Landschaftserhaltungsverband des Ostalbkreises. Das Ökomobil des Regierungspräsidiums Stuttgart war am Stationenweg postiert. Dort konnten gefundene Pflanzen und Tiere auch mit Hilfe von Mikroskop und Binokular bestimmt und mit einer Video-Anlage gezeigt werden.
An den Gruppenarbeiten beteiligten sich 80 Personen, unter denen auch Studierende der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd waren.
Zum Abschluss fand eine Nachbesprechung statt, in denen die Exkursionsleiter einige ihrer interessanten Beobachtungen vorstellen konnten. Erwähnenswert ist auch, dass Frau Sandra Wilcken, freie Mitarbeiterin der Zeitschrift GEO, den gesamten Tag der Artenvielfalt auf dem Hohenrechberg fachfraulich und sehr interessiert begleitete.

Das Ergebnis: die Erstellung von Artenlisten zur Dokumentation der Artenvielfalt
Die Exkursionsleiter fertigten vor allem bei den Veranstaltungen am Morgen für Ihr Spezialgebiet Artenlisten an, die dann vom Organisator der Tagung, Herrn Prof. Dr. Dieter Rodi, gesammelt wurden und für die einzelnen Gruppen in eine Liste übertragen wurden. Auf einer Fläche von etwa 30 h wurden an diesem Tag insgesamt 664 Arten erfasst.
Die drei botanischen Gruppen unter Führung der Herren Peter Aleksejew, Udo Gedack und Prof. Dr. Dieter Rodi erfassten 325 Blütenpflanzen- und 5 Farnarten.

Die 95 Moosarten wurden von den Herren Gerd Höhenberger und Manfred Walderich an verschiedenen Standorten (Boden, Baumrinde, Steine) festgestellt. Nach neueren Erkenntnissen zeigen verschiedene Moosarten den Grad der Luftverschmutzung an.
Der Mittelwert der fünfteiligen Skala liegt bei 3.259, also bei einer mittleren bis mäßig starken Belastung.
Die 44 Flechtenarten wurden von Herrn Peter Tobies an Bäumen und Steinen erfasst. Es waren 6 Strauchflechten, darunter die in Baden-Württemberg gefährdete Bartflechte (Usnea filipendula) und die Fadenflechte (Bryoria fuscens), 20 Blattflechtenarten, 3 Gallertflechtenarten und 15 Krustenflechtenarten. Auch bei den Flechten lässt sich die Luftverschmutzung durch ihr Vorkommen oder Fehlen erkennen. Der Mittelwert der neunteiligen Skala liegt bei 5,7 und zeigt ähnlich wie bei den Moosen eine mittlere bis mäßig hohe Belastung an. Die Reinluft zeigenden Arten wurden vor allem am Berggipfel gefunden.

Die 139 Pilzarten wurden teils im Gelände angesprochen, teils gesammelt und zu Hause unter dem Mikroskop von den Herren Dr. Lothar Krieglsteiner und Dr. Norbert Luschka bestimmt. Trotz der im Juni nicht optimalen Pilzsammelzeit kam eine erkleckliche Art zusammen. Unter den 14 Agaricales war ein Helmling (Mycena cyanorrhiza), der für die Gegen als Neufund gilt. Als Neufund unter den Schlauchpilzen gilt auch die Raupenkernkeule (Cordyceps gracilis), die auf einer Schmetterlingsraupe schmarotzt.
Bei den Wirbeltieren wurden nur die Vögel mit 32 Arten von den Herren Prof. Dr. Frieder Bay und Hartwig Stadelmaier erfasst. Darunter waren 26 Brutvögel und 6 Überflieger. Der bei uns sehr seltene Gartenrotschwanz wurde im Jungwald bei der Häge, bei der Wallfahrtskirche und beim Burggraben in diesem Jahr neu entdeckt.

Bei den Wirbellosen Tieren konnten nur die Schnecken und einige Gliedertiere erfasst werden. Die 29 Schmetterlingsarten wurden von den Herren Prof. Dr. Andreas Beck und Dr. Michael Maier bestimmt. Es waren 15 Arten aus den Gruppen der Tagfalter, Dickkopffalter und Widderchen zu verzeichnen. Auffällig ist der mit 14 Arten hohe Anteil Tagaktiver Nachtfalter. Beim Untersuchen von feuchtem Falllaub konnten im Ökomobil unter Anleitung von Herrn Haus Steinkriecher, Erdläufer, Tausenfüßler und Springschwänze mikroskopiert werden.
Die 23 Schnecken-Arten wurden von Herrn Oswald Jäger bearbeitet. Für die Trockenrasen kennzeichnend sind die Vielfraßschnecke = Große Turmschnecke (Zebrina detrita) und die Westliche Heideschnecke (Helicella itala).

22.05.06: Prof. Dr. Frieder Bay neuer Vorsitzender des Naturkundevereins
Bei der Vereinsratsitzung musste satzungs- und turnusgemäß ein neuer Vorsitzender gewählt werden, da die Amtszeit von Werner K. Mayer nach vier Jahren abgelaufen war. Zum neuen Vorsitzenden wurde einstimmig Prof. Dr. Frieder Bay gewählt. Seine Stellvertreterin ist Dr. Christiane Dürr, ebenfalls langjähriges Beiratsmitglied.
Nach seiner Wahl formulierte Prof. Dr. Bay als kurzfristiges Ziel die Bereinigung der durch den Museumsumbau entstandenen Differenzen sowie die Verankerung des Vereins in geeigneten Räumen. Weitere Aufgaben für die nächste Zukunft sind die Mitarbeit am Walderlebnispfad, die Mitarbeit an den naturkundlichen Themen am Heimatbuch Bargau, die Archivierung der vereinseigenen Bibliotheksbestände sowie die Herausgabe von Unicornis 12, einem Buch über den Unterjura in der Umgebung von Schwäbisch Gmünd.
Als längerfristiges Ziel nannte er die Einbringung von Ideen und Mitarbeit an der Gmünder Landesgartenschau.
Prof. Dr. Bay und Dr. Dürr können sich auf einen aktiven und gut funktionierenden Vereinsrat stützen.

17.05.06 im Prediger: Auf der Insel der Riesennatternköpfe
Teneriffa als größte und höchste der Kanarischen Inseln wartet durch ihre Geologie mit der größten landschaftlichen und ökologischen Vielfalt auf: ein Kontinent für sich.
Sie reicht von der Dürre der wüstenhaften Küstenzone bis zur subalpinen und alpinen Stufe.
Der Nationalpark Las Cañadas de Teide bietet eine atemberaubende, vielgestaltige Hochgebirgslandschaft. Las Cañadas ist ein ausgedehnter Krater in 2000 m Höhe; in seinem Zentrum erhebt sich der Pico del Teide, mit 3718 m höchster Berg Spaniens.
Seit dem Besuch Alexander von Humboldt`s im Jahre 1799 ist das Gebiet der Cañadas mit dem Teide eines der meistbesuchten Ausflugsziele von Teneriffa geworden.
Im Norden und Westen der Insel sind regional Lorbeerwaldreste an steilen Berghängen erhalten. In den trockenen Südlagen treten ansehnliche Kiefernwälder an ihre Stelle.
In den tieferen Zonen herrscht trocken angepasste Strauchvegetation vor.
An der Küste schließlich gedeihen salztokrante Pflanzen.
Udo Gedack, der Leiter der Botanik-AG des Naturkundevereins stellte die unterschiedlichen Landschaften und Lebensräume Teneriffas anhand ausgesuchter Beispiele aus ihrer Pflanzen- und Tierwelt vor.
Viele dieser Lebensformen sind nur auf den Kanaren bzw. Teneriffa anzutreffen.
Der Lichtbildervortrag fand am 17. Mai 06 um 20.00 h im Kleinen Saal des Prediger statt. Er war eine gemeinschaftliche Veranstaltung des Naturkundevereins, der VHS und des Museums.

07.05.06: Besichtigungsfahrt zum Wasserwerk und der Ausstellung der Landeswasserversorgung nach Langenau
Im Nachgang zur Ausstellung "Trinkwasser für Schwäbisch Gmünd" wurde für die Bevölkerung nochmals eine Besichtigungsfahrt zum Besuch des Wasserwerks und der Ausstellung  der Landeswasserversorgung nach Langenau angeboten. Hans-Holm Rademann als Exkursionsleiter legte auf dem Weg dorthin bei Bartholomä einen kurzen Spaziergang zu zwei markanten Dolinen am Oberen Wental ein. Kurze Erklärungen erläuterten die Karstsituation auf der Schwäbischen Alb, insbesonders des Albuchs. Vorbei an der Remsquelle bei Essingen und durchs Kocher- und Brenztal
wurde in Königsbronn der Brenztopf besichtigt und der Weg des Karstwassers erläutert. Die Weiterfahrt erfolgt über die Autobahn nach Langenau.
Im Wasserwerk erwartete die Teilnehmer eine interessante Führung durch den Betrieb und die sehenswerte Ausstellung.

29.04.06: Geologisch-botanische Führung am Scheuelberg und am Himmelreich
Bei dieser Wanderung führten Udo Gedack, Werner K. Mayer und Prof. Dr. Theo Simon (Geologisches Landesamt) in die botanischen und geologischen Besonderheiten am Scheuelberg, einem Vorberg der Ostalb, ein.
Udo Gedack erläuterte auf dem Weg übers Schlössle die in voller Pracht stehenden Frühblüher.
Prof. Dr. Theo Simon, Autor zahlreicher Bücher über Landschafts- und Flussgeschichte, erklärte die Entstehung der Landschaft am Albtrauf und erläuterte einen besonders interessanten Geotop-Aufschluss. Er bietet Einblick in die Geschehnisse der dort verlaufenden Störungszone, dem so genannten Schwäbischen Lineament.
Werner K. Mayer führte zu den unter Geotopschutz stehenden Felsenreihen und Höhlen und erklärte den Schichtaufbau.

23.04.06: Besichtigungsfahrt zum Egau-Wasserwerk der                   Landeswasserversorgung nach Dischingen
Im Rahmen der Ausstellung "Trinkwasser für Schwäbisch Gmünd" wurde für die Bevölkerung eine Besichtigungsfahrt mit dem Bus zum Egau-Wasserwerk nach Dischingen angeboten. Auf dem Weg dorthin wurde bei Bartholomä ein kurzer Spaziergang zu zwei markanten Dolinen am Oberen Wental eingelegt. Kurze Erklärungen erläuterten die Karstsituation auf der Schwäbischen Alb, insbesonders des Albuchs.
Vorbei an der Remsquelle wurde in Königsbronn der Brenztopf besichtigt und der Weg des Karstwassers erläutert. Die Weiterfahrt  erfolgte über Neresheim und das Egautal nach Dischingen.
Um 14.00 h bekamen die Teilnehmer im Egau-Wasserwerk durch Herrn Stritzelberger von der LW eine rund 2-stündige Führung.
Der Exkursionsleiter Werner K. Mayer, AG-Leiter Geologie, wusste über geschichtliche Hintergründe der Eisenverhüttung im Kocher-Brenztal zu berichten. Auch über Johann Georg Blezinger, einst innovativer Multiunternehmer, zeitweilig Eigner des Schlosses Lindach und Erbauer des Blezinger´schen Palais im Königsbronn wusste er manches zu berichten. Sein damaliges Privathaus ist heute Rathaus von Königsbronn.

Vortrag am 12.04.06: Schichtfolge und Funde vom Rohrleitungsbau der Landeswasserversorgung
Den letzten der die Ausstellung "Trinkwasser für Schwäbisch Gmünd" begleitenden Vorträge hielt der Leiter der AG Geologie, Werner K. Mayer, im Refektorium des Prediger. Seine Power-Point-Präsentation enthielt exemplarisch die gesamte Schichtfolge des Unterjura von Bargau bis zum vorläufigen Ausbau unterhalb des Pumpwerks Rechbergs. Die Stufengliederung wurde durch die zahlreichen Funde, vor allem auch der Leitfossilien dokumentiert.
Zuvor fand eine weitere Führung statt. 

Trinkwasser für Schwäbisch Gmünd: Führungen für Schulklassen
Die Stadtwerke hatten im Rahmen der Ausstellung vom 24.03.06 bis 19.04.06 Führungen für Schulklassen angeboten.
Im Rahmen dieser Führungen standen mit Hans Miksche, Michael Stegmaier und Wolfgang Wilhelm auch vom Naturkundeverein jeweils ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Geologie für kurze Erläuterungen der Ausstellungs-
gegenstände zur Verfügung stehen.

06.04.06: Die Entstehung und Bau der Alpen - Prof. Dr. Ulrich Kull im Prediger
Der langjährige Vorsitzende der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg, Prof. Dr. Ulrich Kull, kam am 06.04.06 zu einem Vortrag in den Prediger. Sein Thema im Refektorium war "Die Entstehung und der Bau der Alpen"
Die Alpen entstanden als Hochgebirge im Tertiär. Der Hebung ging aber eine lange Entwicklung seit Ende des Erdaltertums (Paläozoikum) voraus, die auf der Grundlage der Plattentektonik recht genau beschrieben werden kann. Bewegungen der Kontinentalplatten führten zur Bildung eines schmalen Ozeans, der dann allmählich wieder eingeengt wurde und schließlich verschwand.
So entstanden einzelne tektonische Einheiten der Alpen, die vom ursprünglich europäischen Ufer über Reste des weitgehend verschluckten Ozeanbodens bis zum ursprünglich "afrikanischen" Ufer reichen und dachziegelartig übereinander gestapelt wurden: es wurden Deckenpakete gebildet.
Außerdem gibt es in den Alpen auch Reste vorhergehender, viel älterer Gebirge.
Der Vortrag, an dem rund 55 Zuhörer teilnahmen, wurde mit lang anhaltendem Beifall bedacht. Er diente auch zur Vorbereitung einer Alpenexkursion der Gesellschaft für Naturkunde.

06.04.06: Mitgliederversammlung des NKV

In der zuvor abgehaltenen Mitgliederversammlung fanden turnusmäßig wieder Neuwahlen zur Vereinsleitung statt. Neben dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden, des Berichts des Schatzmeisters und der Kassenprüfer wurden nach deren Entlastung auch die Ämter des Vereinsrates neu besetzt.
Der Vorsitzende gab bekannt, dass in rund 100 Veranstaltungen ohne die laufende Ausstellung "Trinkwasser für Schwäbisch Gmünd" rund 3.500 naturkundlich Interessierte erreicht wurden. Der Schatzmeister berichtete von einer positiven  Mitgliederentwicklung. Derzeit hat der Verein 310 Mitglieder.
Aus den Reihen des Vereinsrates werden am 22. Mai 06 ein neuer Vorsitzender und
Stellvertreter/in gewählt.

Vortrag am 04.04.06 im Prediger: Wasserversorgung in Schwäbisch Gmünd einst und jetzt
Am Mittwoch, den 04.04.06 sprach Dipl. Ing. Frieder Steinhilber zum Thema: Geschichte der Wasserversorgung in Schwäbisch Gmünd.
Der Abteilungsleiter für die Gas- und Wasserversorgung bei den Stadtwerken
gliederte dabei seinen Vortrag in drei Teile.
Zunächst gab er Hinweise zum Wasser im allgemeinen.
Der Geschichte der Wasserversorgung in Schwäbisch Gmünd war sein zweiter Teil gewidmet, ehe er die Stadtwerke als modernen Dienstleister mit einem weit verzweigten Netz von ca. 450 km Länge und dementsprechenden Aufgaben darstellte. Er erläuterte die heutigen modernen Steuerungseinrichtungen, die Überwachungs-möglichkeiten und den Aufbau der Schaltzentrale.
Zuvor fand um 19.30 eine weitere Führung statt. Sie erläuterte den
erdgeschichtlich-paläontologischen Teil der Ausstellung.

Vortrag am 30.03.06 im Prediger: Die Technik beim Bau der Rohrleitung
der Landeswasserversorgung

Dipl. Ing. Gerhard Drescher ist bei der LW für den Bau und den Betrieb des landesweit verzweigten Rohrnetzes zuständig. Er ist in wichtigen Gremien der bundesdeutschen Wasserwirtschaft, wie z.B. des Deutschen Vereins der Gas- und Wasserwirtschaft (DVGW) verantwortlich tätig.
Bei seinem Vortrag im Refektorium des Prediger, den er durch eine Power-Point-Präsentation unterstützte, ging er auf die Landeswasserversorgung sowie
den Bau und Betrieb der Anlagen für die Trinkwasserversorgung in Vergangenheit
und Gegenwart ein. Ein besonderes Augenmerk richtete er auf die Erneuerung der Hauptleitungen 1 und 2 zwischen Aalen und Plüderhausen. Er erläuterte die Aufgabenstellungen und die dabei eingesetzte Technologie.
Bekanntlich musste die Landstraße L 1161 zwischen Bargau und Bettringen aus verkehrstechnischen Gründen durchpresst werden. Ebenso mussten tief unterhalb
des Bargauer Baches die Rohre mit einem Durchmesser von 1200 mm im durchpressten Bereich verlegt werden.
Der Vortrag vertiefte den vom Technischen Direktor Dr. Frieder Haakh bei der Eröffnung der Ausstellung gehaltenen Kurzvortrag.
Zuvor fand um 19.30 h eine Führung in der Ausstellung im Foyer statt.

25.03.06: Amphibienwanderung am Schießtalsee hat begonnen
Der Amphibienexperte des Naturkundevereins, Dietmar Bidlingmaier, berichtete, dass er gestern die ersten 8 Erdkröten und Frösche über die belebte Richard Bullinger-Str. zum Schießtalsee getragen hat. Heute waren es bereits über 100 Tiere, die den Weg aus ihren Quartieren zum See fanden, im Schutzgraben saßen und teilweise auch bereits über die Straße kamen. Einigen wurden die unzureichenden, teilweise sehr maroden Schutzzäune zum Verhängnis; ihr Bemühen war umsonst - sie kamen unter die Räder.
Die Verwaltung hat zugesagt, dass am kommenden Montag die besprochenen Reparaturmaßnahmen eingeleitet werden und die Hinweisschilder, die 30-km-Schilder sowie die Verbotsschilder aufgestellt werden.
Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen die Zahl der wandernden Tiere stark zunimmt. Deshalb bittet die Koordinatorin, Frau Dr. Christiane Dürr, die eingeteilten Helfer dringend um Einhaltung der besprochenen Einsatzplanes.
Sie bittet auch darum, dass weitere Interessenten sich dieser jedes Jahr notwendigen
Aktion anschließen. Auch der Vorsitzende des NKV ruft dazu auf, sich als Helfer in den kommenden Wochen zur Verfügung zu stellen.

24.03. - 19.04.06: Ausstellung im Foyer des Predigers
                            Trinkwasser für Schwäbisch Gmünd
                            Rohrleitungsbau erschließt Geologie des Albvorlands

Die gemeinsame Ausstellung von Landeswasserversorgung, Stadtwerken, Stadtverwaltung und Naturkundeverein wurde am Freitagabend im Refektorium des Predigers durch den Oberbürgermeister der Stadt, Wolfgang Leidig, eröffnet.
Er hob die direkte Verbindung von Trinkwasser und Erdgeschichte hervor.
Der Vorsitzende des Naturkundevereins bedankte sich seinerseits bei allen Beteiligten. Besonders hob er das besondere Engagement der Landeswasserversorgung hervor. Die Organisatoren hatten die Ausstellung im Foyer des Prediger feinfühlig aufeinander abgestimmt.
Zwei beachtenswerte Kurzvorträge hielten der Technische Direktor der LW, Herr Dr. Ing. Frieder Haakh und Frieder Steinhilber von den Stadtwerken. Werner K. Mayer, der Leiter der Geologie-AG seinerseits erklärte exemplarisch den schichtkundlichen Verlauf und die dabei gefunden Fossilien. Er bedankte sich auch bei den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft, die in oft wochenlanger Präparationsarbeit die gefundenen Stücke in 9 Vitrinen präsentierten.
Die Landeswasserversorgung zeigt nicht nur an Hand von Tafeln und Längsschnitten den Verlauf der Trassen sowie den technischen Verlauf der Arbeiten, sondern hat auch anschauliche Objekte aufgebaut. Ein ausgebautes Rohrstück aus dem Jahre 1912 und ein neues sind ebenso ausgestellt wie die neuesten Rohrverbindungen.
Die Stadtwerke haben auf anschaulichen Tafel die Geschichte der Wasserversorgung in Schwäbisch Gmünd im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte dargestellt.
Bei einer Führung in Anschluss konnten die ausgestellten Objekte bewundert werden.
Ein Stehempfang mit interessanten Gesprächen schloss sich an.

Erst zum dritten Mal seit ihrer Gründung im Jahre 1912 zog die Landeswasser-
versorgung bei der Erneuerung ihrer Rohrleitungen einen Schnitt durchs nördliche Albvorland. Zwischen 2003 und 2005 wurde ein 13,1 km langer Abschnitt zwischen Heubach und Schwäbisch Gmünd-Straßdorf erneuert. Der rund 3,5 m breite und stellenweise bis zu 5 Meter tiefe Rohrgraben bot beste Bedingungen für schichtkundliche Arbeiten und zur Suche von Fossilien.
Die Arbeitsgemeinschaft Geologie des Naturkundevereins nutzte die Gelegenheit.
Ihre Mitglieder waren meist vor Ort, wenn fossilträchtige Gesteinsschichten aufgeschlossen waren. Das Ergebnis wird in dieser Ausstellung vorgestellt.
Die Rohrleitung verlief meist in der Schichtenfolge des Unterjura (Schwarzjura). Lediglich östlich von Heubach wurde der 105 m mächtige Opalinuston des Mitteljura (Schwarzjura) geringmächtig angeschnitten. Der Bau eines Fertigschachtes nahe des Strümpfelbaches beim Kellerhaus in Schwäbisch Gmünd-Bettringen zeigte am geologisch tiefsten Punkt noch die Grenzschichten des mittleren Keuper (Knollenmergel) im Übergang zum beginnenden Jurameer an.
In 9 Vitrinen und zwei Podesten werden die gefundenen Fossilien nach Fundpunkten zusammengefasst und beschrieben. Darunter befinden sich Fischsaurier-Bruchstücke sowie ein ganz erhaltener Schmelzschuppenfisch aus dem Posidonienschiefer.
Ein Begleittext ist ausgelegt, so dass der Betrachter selbständig durch die Ausstellung geführt wird.
Im Zusammenhang mit der Ausstellung sind eine Reihe von Veranstaltungen geplant.
Weitere Führungen für Schulklassen und Interessenten können kurzfristig abgerufen werden.

05.03.06: Vogelkundliche Führung am Krümmlingsbach
Die vogelkundliche Führung entlang des  Krümmlingsbachs bis zur ehemaligen Deponie Buch wurde als erste der diesjährigen Führungen als Rundwanderung angeboten. Georg Wamsler und Prof. Dr. Friedrich Bay führten in bewährter Weise. Die Volkshochschule Schwäbisch Gmünd und der Naturschutzbund Deutschland waren daran beteiligt.

04.03.06: Landschaftspflegeaktion wegen Wintereinbruch abgesagt
Wegen des nochmaligen Wintereinbruchs konnte die vom Naturkundeverein vorgesehene Pflegeaktion des Auwald Remswasen leider nicht stattfinden.
Wegen des Vogelschutzes kann sie im weiteren Verlauf des März nicht mehr stattfinden und wird auf den Herbst verschoben.

26.02.06: Amphibienschutz-Pflegeaktion im Schießtal ein voller Erfolg
Wie schon in den vergangenen Jahren wurden am 26.02.06 die Vorbereitungen für die kommende Amphibienschutz-Saison getroffen.
Zunächst trafen sich Mitglieder des Naturkundevereins sowie Freiwillige am Samstagmorgen 9.00 h im Vereinsheim der Naturfreunde zu einer theoretischen Einweisung. Dr. Christiane Dürr wies die neu hinzugekommenen Teilnehmer in den pflegerischen Ablauf ein, erklärte die Besonderheiten bei Erdkröten, Grasfröschen und Molchen und hatte für jede Frage auch eine Antwort. Dietmar Bidlingmaier, seit vielen Jahren unermüdlich mit der Handhabung vertraut, gab dementsprechend ergänzende Tipps für die Praxis.
Am Nachmittag trafen sich die Teilnehmer am Krötenzaun an der Richard-Bullinger-Straße im Schießtal. Mit Schaufeln und Hacken "bewaffnet" führten sie Pflege- und
Reparaturarbeiten durch. Sie unterstützten damit die Stadtverwaltung, die nach geltendem Naturschutzgesetz für die Leiteinrichtungen zuständig ist. Eine der Tageszeitungen schrieb darüber: "Einsatzplanungen der Stadt und Zwänge einer Kröte verlaufen aber meist nicht zeitgleich. Kröten warten auch nicht auf das Streikende, wie der Vorsitzende des NKV, Mayer, betonte".
Neben den beiden Tageszeitungen berichtete auch das Schwabenradio ausführlich über die Pflegeaktion.

12.02.06: Wintergäste an der Donau
Naturkundeverein und NABU veranstalteten am Sonntag, 12. Februar, 7.30 Uhr eine Ausfahrt zur Beobachtung der Wasservögel an der Donau bei Faimingen.
An dem eisfreien Fluss hatten sich seltene Wintergäste eingestellt: Seeadler, Singschwäne, Gänsesäger, Schwarzhalstaucher, nordische Enten sowie Möwen.

01.02.06: Vandalismus im Bereich der Landschaftsgeschichte im Museum für Natur und Stadtkultur in Schwäbisch Gmünd
Am 01.02.06 haben der Vorsitzende des Naturkundevereins, Werner K. Mayer, zusammen mit den Herren Prof. Dr. Dieter Rodi, Bürgermeister Dr. Joachim Bläse sowie Frau Dr. Holthuis die Umbauarbeiten im Bereich der Landschaftsgeschichte in Augenschein genommen. Dabei stellten die Herren des Naturkundevereins mit Entsetzen fest, dass die Vitrinen, Aquarien und Objekte der gesamten Landschaftsgeschichte entfernt worden sind. Teure Vitrinen und Einrichtungen, die 1990 mit viel Aufwand eingebaut wurden, landeten im Container.
Fassungslos stand der Vorsitzende des NKV im entkernten Raum. Bisherige Gespräche hinsichtlich eines Umbaus, für die man stets offen war, seien praktisch wirkungslos gewesen. Man habe Verständnis gezeigt, dass durch eine verbesserte Präsentation römischer Objekte der Großteil der Aquarien weichen müsse. Den dadurch gewonnenen Raum hätte man aber nutzen können, um römisches Leben in Verbindung mit der von ihnen beeinflussten Landschaft in idealer Weise darstellen zu können.
Gerade die beiden Bereiche, auf die wir Bürger stolz sind, nämlich das Prädikat "Europäischer Geopark Schwäbische Alb" und "Weltkulturerbe Limes" hätten, bezogen auf die Gmünder Umgebung, idealtypisch verbunden werden können.
Dies war im Vorfeld Gegenstand von Gesprächen zusammen mit der Museumsleitung vor Ort und auch mit dem Kulturdezernat.
Auch bei einem Pressegespräch, um das der Redakteur der Gmünder Tagespost, Herr Staudenmaier am 13.01.06 dringend bat und bei dem die Vertreter des NKV, die Herren Prof. Dr. Rodi und Mayer sowie Frau Dr. Christiane Dürr anwesend waren, wurde auf diese reizvollen Möglichkeiten hingewiesen. Man bat die Presse, zu einen runden Tisch all derjenigen Institutionen und Bürger, die an musealer Arbeit interessiert sind, aufzurufen.
Die oberflächliche Beurteilung der Landschaftsgeschichte durch die Titulierung als "Wildschwein und Co. wurde gerügt.
Weder die Forderung nach einem runden Tisch noch die Aussagen von Prof. Rodi und Frau Dr. Dürr wurden in dem sehr schwammig gehaltenen Pressebericht erwähnt.
Konkrete Pläne oder Skizzen, die den Umbau betrafen, wurden dem Naturkundeverein niemals gezeigt.
Es entsteht der Eindruck, dass sie entweder im Vorfeld verheimlicht werden sollten oder nicht vorhanden sind. Dies war der Grund, warum der Vorsitzende des NKV am 09.01. Herrn Dr. Bläse um einen Vor-Ort-Termin bat. Er wurde zwar auf den 12.01.06 vereinbart, kam aber nicht mehr zustande.
Die Vertreter des Naturkundevereins sind empört darüber, dass in der Presse und in der Verwaltung der Eindruck erweckt wurde, als ob die Umbaumaßnahmen im Abstimmung mit ihren Vorschlägen stattfanden. Sie erkennen ihrerseits in dem Verhalten, dass ehrenamtliches Engagement über viele Jahre nicht berücksichtigt wird, wenn es gilt, andersgeartete Konzeptionen durchzusetzen.
Prof. Dr. Rodi sowie der Vorsitzende und weitere Mitglieder des NKV haben ihren Austritt aus dem Museumsverein angekündigt.

01.02.06: Käfersammlung an das Staatliche Museum übereignet
Dem Naturkundeverein wurde aus dem Nachlass des verstorbenen Rudolf Schlesinger aus Dischingen dessen systematische Käfersammlung übergeben. Während die Fachbücher jetzt die Vereinsbibliothek bereichern, wurde die 33 Normkästen umfassende Sammlung mitteleuropäischer Käfer dem Staatlichen Museum in Stuttgart übereignet. Dr. Joachim Holstein nahm die mehrere tausend Käfer umfassende Kollektion beim Vorsitzenden in Besitz. Er bescheinigte deren gepflegten und systematischen geordneten Zustand. Dr. Wolfgang Schawaller, der Leiter der Entomologischen Abteilung des Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart
bedankte sich beim Naturkundverein für die gelungene Vermittlung.

18.01.06: Im größten Inselreich der Erde
Indonesien ist mit seinen über 17000 Inseln und mehr als 3,3 Mill. km2 Territorial-gewässern der größte Archipel der Erde.
Es erstreckt sich als gewaltiger Inselbogen beiderseits des Äquators, zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean von der Nordspitze Sumatras bis zur östlichen Grenze von Irian Jaya, dem westlichen Teil der Insel Neuguinea. Bei seiner Ost-West-Ausdehnung von 5100 km umfasst es etwa ein Achtel des Erdumfangs. Die hauptsächlich vulkanischen Inseln bergen über 300 zum Teil hochexplosive Vulkane, von denen 125 als besonders ausbruchgefährdet gelten.
Trotzdem, oder besser gesagt, gerade deshalb gehören viele der Inseln dank ihrer fruchtbaren, vulkanischen Böden zu den dicht besiedeltsten Regionen der Erde.
Die Eiszeiten ließen den Meeresspiegel über dem flachen Sundaschelf so stark sinken, dass zwischen der australischen und asiatischen Faunenregion immer wieder ein reger Austausch der Pflanzen, aber besonders der Tierwelt stattfinden konnte.
Die Vielfalt der Landschaftsformen machte die Indonesische Inselwelt daher zu einer der interessantesten Experimentalküche der Natur.
Häufige Einwanderungswellen vom malayischen Festland und spätere Isolation ließen eine ähnliche Vielfalt der Völker und Stämme entstehen.
Der Leiter der Botanik-AG des NKV, Udo Gedack, zeigte am 18. Januar um 20.00 Uhr im Refektorium einen Vortrag über diesen hochinteressanten Archipel.
Anhand ausgesuchter Inseln wie Sumatra, Java, Sulawesi und Bali brachte er seinem Publikum die Vielfalt der Landschaft, der Lebensweise seiner Bewohner und der Tier- und Pflanzenwelt näher.
Anhand seiner Lichtbilder ließ er den Beschauer in eine fremdartige und zugleich faszinierende Welt eintauchen.
Der Vortrag erfolgte in Zusammenarbeit zwischen Naturkundeverein und VHS Schwäbisch Gmünd.

17.11.05 im Prediger mit Prof. Dr. Frieder Bay: Einblicke in die Biologie
der Vögel
Den meisten Menschen sind die Vögel in irgend einer Weise recht vertraut, mehr als unsere wildlebenden Säugetiere:

-         Vögel sind tagaktiv, daher ist ihr Verhalten leicht zu beobachten. Viele wildlebende Säugetiere sind dagegen dämmerungs- oder nachtaktiv.

-         Manche Vögel zeigen wenig Scheu vor dem Menschen. Sie sind Teil seiner Umwelt: am Haus, im Garten oder in der Stadt.

Hier knüpfte der Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Bay an, indem er vor allem zum Beobachten anregte:
Durch gutes Beobachten und Schlussfolgern kann man bereits vieles über die Biologie der Vögel ableiten bzw. erschließen. Außerdem hilft uns der Vergleich mit der Technik. Das Fliegen ist z. B. seit Jahrtausenden ein Menschheitstraum. Viele Erkenntnisse gewannen die Konstrukteure dabei aus Verhaltensbeobachtungen an fliegenden Vögeln.
Heute ist das Fliegen für jedermann erschwinglich geworden, es ist ein beliebtes Reisevergnügen. Wer die technischen Errungenschaften an Flugzeugen oder an schnellen Autos aufmerksam betrachtet, kann interessante Details für des Verständnis des Vogelflugs gewinnen. Viele Einzelheiten des Körperbaus und der Organfunktionen der Vögel ergeben ein Gesamtbild, wenn man sie als besondere Angepasstheit an das Fliegen begreift.
Prof. Dr. Bay veranschaulichte mittels Folien, Handstücken und Skriptum seinen einfühlsamen Vortrag.
Die Veranstaltung fand im Kleinen Saal im Prediger statt. Der Naturkundeverein richtete ihn zusammen mit der VHS und dem Naturschutzbund Deutschland aus.

16.11.05 im Prediger: "Hinter der Blauen Mauer" - "Erlebnis Schwäbische Alb"
Unter diesem Thema berichtete Ludwig Walderich aus Gingen/Fils in einer Diaserie mit jahreszeitlich angeordneten Bildern von der filigranen Schönheit unserer Schwäbischen Alb.
Der Referent war jahrelang Vorsitzender des Naturschutzbundes Alb-Neckar, Ortsgruppe Geislingen und ist seit vielen Jahren leidenschaftlicher ehrenamtlicher Naturschützer. Seine besondere Liebe gilt der einheimischen Flora, für die er sich besonders einsetzt.
Nur so sind seine Beweggründe für diesen Vortrag besser zu verstehen: "Wenn man sich von der Schwäbischen Alb inspirieren lässt, wird man auch Verständnis für die Verletzlichkeit und Schutzbedürftigkeit unserer Heimat gewinnen und die Bemühungen um den Erhalt und den Schutz der heimischen Arten besser verstehen und unterstützen. Denn nur wer die Natur liebt, wird sie als Teil seiner Selbst beschützen."
Der Diavortrag mit beeindruckenden Bildern fand um 20.00 h im Kleiner Saal des Prediger statt.

12.11.05: Albertus-Magnus-Tagung im Prediger in Schwäbisch Gmünd
Die Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg ist eine der ältesten naturkundlichen Vereinigungen Europas.
Ihr Vereinszweig Ostwürttemberg veranstaltete am 12.11.05 die Albertus Magnus-Tagung in Schwäbisch Gmünd. Alljährlich findet sie zu Ehren des großen Gelehrten und Patrons der Naturwissenschaften um seinen Gedächtnistag herum in unserer Region statt. In diesem Jahr wurde seines 725. Todestags gedacht.
Diesjähriges Thema war der Rechberg.
Bereits um 9.00 trafen sich die Teilnehmer in Rechberg-Vorderweiler am Beginn des Kirchwegs bei der Gaststätte Jägerhof und wurden von Dipl. Ing. Hans Wolf, dem Leiter des ostwürttembergischen Vereinszweigs, begrüßt. Hier begann eine Führung auf einem Teilstück des Geologischen Pfades. Prof. Dr. Dieter Rodi und Werner K. Mayer zeigten den Teilnehmern die Besonderheiten des markanten Zeugenbergs. Sie wiesen auf seine besondere Lage in einer Grabenstruktur, seine Störungen und die dadurch bedingte Reliefumkehr hin. Dr. Hans-Joachim Bayer wies am neu aufgedeckten Querbruch in den Wohlgeschichteten Kalken am Forstweg auf das außerordentlich markante Begleitinventar dieser Störung hin.
Prof. Dr. Rodi sprach zusätzlich noch die Entwicklung der Landschaft, Naturschutz-fragen, Nutzung der Buchenwälder, die Wacholderheiden und ihre Pflege sowie die Besonderheit der Kalkmagerwiesen an.
Nach einer kurzen Führung in der Wallfahrtskirche durch Walter Dürr trat man um 11.30 h den Rückweg an. Das Mittagessen im Gasthof Rad in Rechberg-Vorderweiler gab auch Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch.
Am Nachmittag begannen um 14.00 h die Vorträge im Refektorium des Prediger.
Nach der Begrüßung durch Hans Wolf, den Vorsitzenden des Naturkundevereins und Herrn Klaus Eilhoff als Vertreter der Stadt Schwäbisch Gmünd lautete der erste Vortrag von Dr. Ing. Hans-Joachim Bayer:
Das Schwäbische Lineament - eine tektonische Großstruktur Württembergs.
Dr. Bayer konnte als Tektoniker und spezieller Kenner des Schwäbischen Lineaments  an Hand von Satellitenaufnahmen sichtbare Störungen am Nordrand der Alb nachweisen.
Danach sprach Dr. Theo Simon zum Thema:  Die Entstehung der Landschaft am Rechberg, Stuifen und Hohenstaufen. Als die drei wesentlichen Elemente der Landschaftsgestaltung bezeichnete er die Gesteinsfolge, die Tektonik und die erodierende Kraft des Wassers an.
Dr. Simon ist Geologie-Oberrat am Geologischen Landesamt und Dozent an der Universität Stuttgart. Einer seiner Schwerpunkte ist die Flussgeschichte.
Nach einer Kaffepause sprach der Leiter der Geologie-AG im NKV, Werner K. Mayer zum Thema: Die Schichtfolge am Geologischen Pfad. Seine Power-Point-Präsentation zeigte die Gliederung der Gesteine vom Hölltal bis zur Spitze des Hohenrechbergs.
Den letzten Kurzvortrag widmete Prof. Dr. Dieter Rodi dem Thema: Lebensräume am Hohenrechberg und ihr Schutz, mit besonderer Berücksichtigung der Trockenrasen.
Die Veranstaltung endete gegen 17.00 h.

20.10.05: AG Vogelkunde - Filme über die Tierwelt des Nordens in Zimmern
In Nordeuropa leben viele hervorragend angepasste Tierarten. Hartmut Veitinger aus Waldstetten zeigte hierzu Filmausschnitte von mehreren Reisen nach Norwegen, Schweden und Finnland, wo er unter anderem die Vogelinsel Rude und den Muddus-Nationalpark besuchte.
Die Gemeinschaftsveranstaltung von Naturkundeverein und NABU fand am Donnerstag, 20. Oktober, um 19,30 Uhr im Nebenzimmer des Gasthauses "Krone" in Zimmern statt.

19.10.05: Im Himmelsgebirge – Naturkundliches aus dem Tien-Shan
Das Himmelsgebirge – besser bekannt als Tien-shan – gehört zu den höchsten Gebirgen der Erde. Von Kirgisien und dem westlichen China erstreckt es sich über 2500 km bis zur Wüste Gobi im Osten. Mit Gipfelhöhen über 7000 m bildet es die nordöstliche Umrahmung der zentralasiatischen Hochebenen. Das Gebirge, das aus Bruchschollen mehrerer Hebungsvorgänge entstanden ist, setzt sich aus grob west-östlich ausgerichteten Gebirgszügen zusammen. Vier große Beckenlandschaften sind in diese Gebirgszüge integriert.
Die landwirtschaftlich Bedeutendste davon ist das Ferganabecken mit intensiver Bewässerung dank wasserreicher Gebirgsflüsse, vor allem des Amu und Syr-darja.
Ein weiterer großer Fluss ist der Tschu aus dem Issyk-kul-Becken. Er versickert in der kasachischen Wüste. Das Issyk-kul-Becken wird vom gleichnamigen See geprägt. Sein Name bedeutet „warmer See“, obwohl er auf rund 1500 m Höhe liegt. Seine Umgebung ist wüstenhaft.
Der westliche Tien-shan und sein Nordrand sind Wuchsort zahlreicher Wildobstarten, die als Ursprung unserer heimischen Apfelsorten gelten.
Die Vegetationszonen umspannen in Gürteln die Gebirgszüge. Zuunterst findet sich Steppenvegetation. Der Waldgürtel wird von der Tien-Shan-Fichte eingenommen, vor allem an den Nordseiten der Gebirgszüge. Südseitig sind auf Grund der Sonneneinstrahlung und der daraus resultierenden Trockenheit Waldsteppen integriert. Wacholderfluren aus mehreren Arten, beschließen die Obergrenze der Holzgewächse. Darüber befinden sich alpine Rasen bis zu Schneegrenze. Auch sie haben steppenartiges Gepräge.
Die Pflanzengesellschaften sind insgesamt sehr vielseitig. Es gibt zahlreiche auch bei uns vorkommende Arten eiszeitlichen Ursprungs. Hinzu kommt eine Vielzahl endemischer und viele, nur auf Zentralasien beschränkte Arten.
Erich Klotz aus Eislingen gilt als anerkannter Experte auf dem Gebiet des Landschaftsschutzes und der Naturpflege und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen.
Sein Vortrag, gemeinsam mit der VHS, fand am 19.10.05 um 20.00 h im Kleinen Saal des Prediger statt.

14.10.05: Internet-Einführung für Hobby-Biologen und -Geologen
Eine Einführung in die Welt des Internets bot eine Veranstaltung des Computervereins AUGE e.V. zusammen mit dem Naturkundeverein.
Mirko Blank von der Regionalgruppe Ostalb sowie Gerd Schneider vom NKV brachten interessierten Naturkundlern die Handhabung und Möglichkeiten des Internets nahe.
Die Teilnehmer bedienten sich der umfangreichen Suchmaschinen und konnten so
manche wertvolle Information für Hobby-Biologen und -geologen entnehmen.
Der Infoabend fand im EDV-Schulungscenter der Firma MbiT Solutions Mirko Blank, in Gmd.-Großdeinbach, Lachenäckerstraße 22 statt.
Der Naturkundevereins bedankt sich bei den beiden Referenten, die ihr Wissen kostenlos den Teilnehmern zur Verfügung stellten.

25.09.05: Jahresausflug nach Langenau mit dem Thema Karst und Wasser 
Der eintägige Jahresausflug des Naturkundevereins war dem Thema Karst und Wasser gewidmet. Er führte über verschiedene Stationen auf dem nördlichen Albuch, im Kocher- und Brenztal, dem Härtsfeld und dem Egautal nach Langenau. Im Mittelpunkt stand der Besuch der Betriebsanlagen und der neuen Ausstellung der Landeswasserversorgung.
Zur Einstimmung war den Teilnehmern in einer Power-Point-Präsentation am 15. September im Prediger durch Werner K. Mayer und Hans-H. Rademann das Programm und die Abfolge vorgestellt worden.
So konnten vor Ort die Landschaftsbildung mit den zahlreichen Trockentälern, den Dolinen, der Wasserwegsamkeit zu den Quellen des Seichten und Tiefen Karsts nachvollzogen werden. Am Schwarzen Kocher konnte ein Eisvogelpärchen beobachtet werden und Prof. Dr. Frieder Bay wies auf ornithologische Besonderheiten hin. Hans-Holm Rademann beschrieb die Wassergüte anhand von Wasserorganismen. Werner K. Mayer erläuterte vor dem Königsbronner Rathaus die spannende Lebensgeschichte des geschäftstüchtigen Johann Georg Blezinger, des damaligen Pächters der herzöglichen Hüttenwerke in Königsbronn.
Höhepunkt waren die beiden Führungen im Langenau. In zwei Gruppen wurden die Teilnehmer durch die Geologin, Frau Dr. Wandelt-Roth und die Biologin Frau Dr. Hofmann fachkundig durch die Betriebsanlagen geführt. Sämtliche Teilnehmer waren beeindruckt vom hohen technischen Stand der LW und der Zielsetzung, das wichtigste Lebensmittel rein, frei von jeglichen Schadstoffen und dennoch kostengünstig zum Verbraucher zu bringen.
"Die Ausstellung Erlebniswelt Grundwasser" ist eine spannende Reise in unsichtbare Tiefen. Sie vertieft eindringlich jedem Besucher die vielfältigen Aspekte der Gewinnung, Aufbereitung, des vorbeugenden Schutzes und der Schadensbeseitigung des Trinkwassers.
Den Abschluss bildete eine kleine Wanderung auf dem geologischen Pfad um den sagenumwobenen Grimmensee, einem Karstwasseraufbruch im Donauried.

24./25.09.05: Der Naturkundeverein bei den Weleda-Tagen
Balance finden - unter diesem Motto standen die diesjährigen Weleda-Tage.
Auch der Naturkundeverein beteiligte sich daran. Er war im Zelt bei den Pflanzengärten in Schwäbisch Gmünd-Wustenriet mit einem größeren Stand vertreten.
An beiden Tagen nahm Gerd Schneider von der Arbeitsgemeinschaft Mikroskopie Untersuchungen an Heilkräutern unter dem Mikroskop vor. Die Besucher konnten so im Blick durchs Mikroskop oder auf dem Bildschirm die Einzelheiten erkennen.
Peter Tobies, Wulf Zitzmann und Hans Payerl hielten sich an den Nachmittagen für Pilzbestimmungen bereit. Auch wenn, bedingt durch die Trockenheit, nur wenige Pilze bestimmt werden mussten, so konnten sich die zahlreichen Besucher aus nah und fern an den ausgestellten Exponaten orientieren und mit den Fachleuten wertvolle Gespräche führen.
Während beider Tage konnten auch die Veröffentlichungen des NKV, wie das Wentalbuch oder Publikationen vom Leintal, Kaltes Feld, Rosenstein u. a. erworben werden.

24.09.05: Udo Gedack am Schwarzhorn und am Graneggle:
Exkursion zu den Herbstblühern der Wacholderheiden
Die Wacholderheiden der Schwäbischen Alb gehören zu den vielfältigsten und interessantesten Lebensräumen unserer Heimat. Einst auf Grund von Überweidung durch Schafherden entstanden, sind heute große Anstrengungen notwendig, diese so genannten Kultursteppen zu erhalten. Zahlreiche Orchideen- und Enzianarten beispielsweise können nur in diesen mageren, steppenartigen Gebieten gedeihen.
Udo Gedack, der Leiter der AG Botanik des Naturkundevereins, führte am 24.09.05 rund 30 interessierte Naturfreunde zu den Herbstblühern der Wacholderheiden am Schwarzhorn und am Graneggle.

24.09.05: Pilzkundliche Führung durch den Herbstwald
In Zusammenhang mit der VHS Bettringen bot der Naturkundeverein am Samstag, den 24.09.05 eine "Pilzkundliche Führung durch den Herbstwald" an.
Zahlreiche naturkundlich Interessierte trafen sich an der Brücke Burgstalläcker in Bettringen. Dr. Norbert Luschka und Hans-H. Rademann leiteten die Führung, die vor allem von Eltern mit ihren Kindern angenommen wurde.

21.09.05: Flora, Fauna, Habitat -
Europäische Juwelen auf dem Truppenübungsplatz Münsingen
Es ist, als wäre die Zeit stehen geblieben. Kilometerweit ist das Landschaftsbild durch Schafweiden, Hutewäldern und Weidbuchen geprägt. Was durch historische Nutzung vor Jahrhunderten entstand, ist bis heute durch Hüteschäferei, Panzer und Soldaten so bewahrt geblieben. Diese Kulturlandschaft gibt es in Baden-Württemberg sonst nirgends mehr. Es ist ein Kulturerbe mit musealem Charakter. Was drum herum längst durch die so genannte Zivilisation vernichtet wurde, hat im Schutz des militärischen Sperrbezirks bis heute überlebt: eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt mit äußerst selten gewordenen Arten und Lebensräumen. Sie sind insoweit europaweit bedeutsam und inzwischen in das europäische Schutznetz NATURA 2000 eingebunden worden.
Der Kanonendonner hat aufgehört; die Soldaten sind abgezogen. Was nun?
Günter Künkele, der Referent und Autor des Buches „Europäische Juwelen auf dem Truppenübungsplatz Münsingen“ stellte bei seinem Vortrag im Prediger die einzigartige Landschaft, Flora und Fauna des Schießplatzes in beeindruckenden Dias vor. Künkele ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Bund Naturschutz Alb-Neckar. Als Buchautor ist er bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen in Magazinen und Zeitungen.
Die Veranstaltung von Naturkundeverein und VHS wurde zu einem Gewinn für die zahlreichen Besucher.

Tag des Geotops am 18.09.05 - Führungen auf dem Geologischen Pfad Schwäbisch Gmünd-Hohenrechberg
Deutschlandweit wurden an diesem Sonntag erdgeschichtliche Besonderheiten, insbesonders  geschützte Geotope in den Vordergrund gerückt. Die geologischen Landesämter sowie die geowissenschaftlichen Vereinigungen riefen gemeinsam dazu auf.
Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie sind Schaufenster der Erdgeschichte. Schutzwürdig sind solche Geotope, die sich durch besondere erdgeschichtliche Bedeutung, Seltenheit, Eigenart oder Schönheit auszeichnen. Am Geologischen Pfad sind mehrere Stationen mit Geotop-Charakter vorhanden, so z. B. im Stubensandstein bei Tafel 2, im Mitteljura bei Tafel 14 sowie im Oberjura am Stationenweg bei den Tafeln 20 und 22.
Der Naturkundeverein bot an diesem Tag vier Führungen an und erläuterte dabei die auf dem Pfad vorhandenen Geotop-Erscheinungen. Die morgendlichen Führungen wurden von Michael Stegmaier und Wolfgang Wilhelm angeboten und befassten sich mit den Keuper- und Unterjuraschichten vom Hölltal bis Metlangen.
Am Nachmittag waren Werner K. Mayer und Hans-H. Rademann unterwegs. Sie begannen an der Keuper-Unterjura-Grenze und führten die zahlreichen Besucher bis zu den Unteren Felsenkalken des Oberjura auf der Spitze des Hohenrechbergs.

07.09.05: Präsentation der Verbesserungen am Geologischen Pfad
Stadtverwaltung und Naturkundeverein ist es gelungen, die Darstellung der Gesteinsschichten am Geologischen Pfad Schwäbisch Gmünd - Hohenrechberg  attraktiver zu gestalten. Der Oberbürgermeister Wolfgang Leidig hatte dazu die Presse vor Ort eingeladen.
An 6 Stellen können nunmehr Landschaft und Gesteinsuntergrund anschaulicher erklärt werden. Im einzelnen sind dies:
Bei Tafel 5 wurde eine Vitrine aufgestellt. Sie zeigt die violettroten Keupermergel mit den darin eingelagerten Kalkknollen. Der ca. 17 m mächtige Knollenmergel ist an den Talrändern rund um Schwäbisch Gmünd auf Grund seiner vielen Rutschungen gefürchtet.
An der Hangkante bei Tafel 6 wurde der kompakte Angulatensandstein im Unterjura eingebaut. Auf seiner Oberseite zeigt er Rippelmarken und fossile Meeresbodenstrukturen.
Mehrere große Kalksteinbrocken aus dem Arietenkalk wurden bei Tafel 7 gelagert.
Die rund 3 m mächtige Schichtfolge war früher in vielen kleinen Steinbrüchen um Schwäbisch Gmünd aufgeschlossen. In ihr sind Unmengen von Greifenaustern eingelagert; bis zu "30 Millionen auf einem Morgen Landes", wie Professor Quenstedt, der Altmeister der Juraforschung einmal schrieb.
Der Posidonienschiefer ist eine ca. 6 m mächtige Schichtfolge aus grauen Schiefern. Über Metlangen wurde bei Tafel 11 eine Vitrine aufgestellt, die ihn in bergfrischem Zustand zeigt. Die Schiefer verwittern in der Landschaft sehr schnell, bilden aber eine schwache Stufe. Bekannt sind sie vor allem durch die in Holzmaden gefundenen weltberühmten Fossilien.
Am Weg nach der Tafel 14 wurden einige Gesteinsbrocken des Donzdorfer Sandsteins eingebaut. Er lieferte von den Hangkanten des südlich des Rechbergs gelegenen Rehgebirges die Werksteine für viele markante Bauten, so z.B. für die Burg Rechberg sowie die Wallfahrtskirche auf dem Kirchberg.
Durch eine Trockenmauer um die Tafel 16 konnten die harten Gesteine der Oolithkalkserie aus dem Mittleren Jura anschaulich gemacht werden.
Bei der Präsentation vor Ort zeigte sich der Oberbürgermeister erfreut über die
Verbesserungen am Pfad. Er bedankte sich bei der Arbeitsgemeinschaft Geologie des NKV. Die beiden Tageszeitungen und SWR4 berichteten ausführlich darüber.

06.09.05: Geologie in der Innenstadt, Teil 2
Bei einer weiteren geologischen Führung in der Innenstadt von Schwäbisch Gmünd stellte der Leiter der Geologie-AG des Naturkundevereins, Werner K. Mayer, den östlichen Teil der Stadt vor. Ausgangspunkt war der Marienbrunnen auf dem Marktplatz. Dessen gusseiserner Wasserkasten wurde 1776 in Wasseralfingen aus Bohnerzen des Härtsfeldes und Stuferz aus der Eisensandsteinserie im Mitteljura der Aalener Bucht gegossen. Das nächste Ziel war die Grät, das älteste Rathaus der Stadt, von dem die Legende berichtet, dass hier 1164 die Reliquien der Heiligen drei Könige auf ihrem Weg von Mailand nach Köln für eine Nacht untergebracht waren. Das Relief an der Ostseite stammt allerdings vermutlich vom Kappelturm der früheren Stadtmauer und wird mit 1500 datiert. Es wurde erst 1863 an der Grät angebracht. Der Bau selbst wurde 1536 aus heimischen Stubensandsteinen errichtet. An der Nordseite wurden staufische Buckelquader mit ihren typischen Zangenlöchern verwendet. Bei Renovierungsarbeiten an der Westseite wurden im vergangenen Jahrhundert große Teile durch Krenzheimer Muschelkalk ersetzt.
In der Rinderbacher Gasse wurden ein altes Pflaster, bestehend aus kalkgebundenen Pflastersteinen des Unteren Stubensandsteins, aus Oberjurakalken, Granit und Porphyr analysiert.
Auf dem Weg zum Königsturm wurden Sockelsteine, Fenstergesimse- und Türeinfassungen vorwiegend den feinkörnigen Schilfsandsteinen des Neckartals zugeschrieben, aber auch der Waldhauser Schilfsandstein konnte nachgewiesen werden.
Der Königsturm besitzt eine regelmäßige Eckquaderung aus Stubensandstein. Das Bruchsteinmauerwerk besteht aus heimischem Angulatensandstein, aber auch Eisensandstein, vermutlich aus der Gegend des heutigen Stadtteils Weiler dürfte Verwendung gefunden haben.
Weitere Stationen waren das ehemalige Schwörhaus und die Franziskanerkirche.
Am ehemaligen Franziskanerkloster erinnert ein Gedenktafel aus Buntsandstein an Karl Mauch, den Wiederentdecker der Ruinen von Zimbabwe. Mauch, 1837 in Stetten im Remstal geboren, wurde 1854 bis 1856 am damaligen Katholischen Lehrerseminar zum Volksschullehrer ausgebildet. Seinen Traum als Forschungsreisender in Afrika realisierte er von 1865 - 1872. Von Transvaal aus unternahm er Forschungsreisen durch Südostafrika. Er fertigte die erste geologische Karte des Transvaal, machte sich einen Namen in der Minenforschung und entdeckte im Sept. 1871 die Ruinen von Zimbabwe.  Das heutige Weltkulturerbe, von dem Mauch glaubte, das sagenhafte Ophir der Bibel entdeckt zu haben, wird heute der afrikanischen Hochkultur des Bantu-Reichs zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert zugeschrieben. 
Mauch starb 1875 38-jährig in Blaubeuren.
Die gut besuchte Führung endete an dem Mauerstück der ehemaligen Stadtmauer am Remsdeck. Hier bildet der Angulatensandstein in den verschiedensten Ausprägungen den Hauptanteil der Mauerung.

13.08.05: Botanische Wanderung in den Weiherwiesen
Zu einer botanischen Wanderung im Gebiet der Weiherwiesen auf dem nördlichen Albuch hatte Udo Gedack vom Naturkundeverein gemeinsam mit der VHS Schwäbisch Gmünd eingeladen.
Die zahlreichen Teilnehmer erlebten einen interessanten Nachmittag zwischen Irmannsweiler und den Weiherwiesen.
Die Weiherwiesen und das südöstlich verlaufenden Trockental wurden bereits 1978 zu einem Naturschutzgebiet erklärt. Das Schutzgebiet umfasst eine Fläche von 27,85 ha.
Der südliche Heideteil wird beweidet, der westliche Wiesenteil wird, soweit möglich, einmal im Jahr gemäht.
Udo Gedack wies vor allem auf die Besonderheiten auf den tertiären Feuersteinlehmen hin. Durch deren Wasserundurchlässigkeit bildet sich aus vorhandenen Quellschichten ein Bach, der Weiherbach. Er durchfließt die beiden Weiher, verschwindet aber bereits nach einem Kilometer in einer Doline, dem so genannten Wasserfall.
Gedack erläuterte während der rund 3-stündigen Wanderung die verschiedenen Pflanzengesellschaften. Auf den trockeneren Feuersteinlehmböden bilden sich die Wiesenhafer-Flügelginsterheide und die Heidekraut-Ginsterheide. Wo magere Wiesen eine stärkere Vernässung zeigen, sind Borstgrasrasen verbreitet. Hier kommen unter vielen anderen auch Arnica montana (Bergwohlverleih), Polygala serpyllifolia (Quendel-Kreuzblume) und der Succisa pratensis (Teufelsabbiß) vor. Westlich des unteren Weihers kommen etwas zeitiger Trollblumen, Knabenkräuter und eine Reihe von Bergwiesenblumen vor. Des weiteren unterschied er nach Braunseggenrasen, Großseggenriede, Bach- und Teichröhrichte. In letzteren gedeihen Kalmus, Teichschachtelhalm, die Sumpfschwertlilie, Aufrechter Igelkolben, der Breitblättrige Rohrkolben, Gilb- und Blutweiderich. Auch die Wasserpflanzengesellschaften an den Ufern der beiden Weiher wurden einer tieferen Betrachtung unterzogen.
Die anwesenden Naturfreunde brachten im Anschluss ihre Freude über die gewonnenen Erkenntnisse an einem angenehmen Sommertag in einer ruhigen Umgebung zum Ausdruck.

10.08.05: Lehrreiche Insekten-Pirsch im Taubental
Unter dieser Überschrift berichtete eine lokale Tageszeitung über einen Nachmittag im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt Schwäbisch Gmünd. Unter Anleitung von Prof. Dr. Dieter Rodi erlebten Kinder zusammen mit ihren Eltern und Großeltern hautnah das Tier- und Pflanzenreich im heimischen Laub- und Nadelwald des Taubentals.
Nach einem Fußmarsch vom Bahnhof zum nahen Erholungswald teilte Dr. Rodi die Kinder in vier Gruppen ein. Während eine Gruppe Zweige und Blätter von Bäumen und Sträuchern sammelte, beschäftige sich eine zweite Gruppe mit Blüten und Früchten. Eine dritte Gruppe widmete sich dem Tierreich und die vierte Gruppe untersuchte den Waldboden.
Die Kinder hörten eine Menge über Tiere und Pflanzen, die unterschiedlichen Blätter und Rinden der Bäume. Durch Ratespiele gelang es dem erfahrenen Pädagogen, die Teilnehmer immer wieder aktiv mit einzubeziehen. Der Waldboden wurde auf seinen Säuregrad hin untersucht und die Kinder fanden eine Menge Insekten, die sie unter der Lupe intensiv betrachteten.
Nach zwei unterhaltsamen Stunden machten sich die Gruppen mit neuem Wissen im Gepäck wieder auf in Richtung Bahnhof.

28.07.05: Im Sommerferienprogramm - Dem Bach auf den Grund geschaut
Im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadtverwaltung bot der Naturkundeverein gemeinsam mit der VHS Bettringen eine gewässerkundliche Führung am Strümpfelbach an. Der Andrang der Kinder war so groß, dass Elisabeth und Hans-Holm Rademann zwei Gruppen bilden mussten.
In einem Rollenspiel durften die Kinder zunächst den Wasserkreislauf erarbeiten. Am Strümpfelbach wurde die Transportfähigkeit des Wassers erklärt und die verschiedenen Gesteine untersucht. Neben fossilträchtigen Gesteinen des Unteren Juras wurden auch Kuriosiäten, wie ein geformtes Kuhhorn und der Arm einer Marmorstatue gefunden. Die Fließgeschwindigkeit wurde mit Styropor-Schiffchen ermittelt.
Der Bach als Lebensraum lautete der vierte Teil der Veranstaltung. Mittels Lupe und anhand eines Bestimmungsblattes wurden Köcherfliegen- und Eintagsfliegenlarven untersucht und bestimmt. Auch Rollegel und die Jungbrut von Forellen waren vorhanden, ein Hinweis auf genügend Sauerstoff und eine zufrieden stellende Gewässergüte.
Elisabeth und Hans-Holm Rademann bereiteten den Kindern einen vergnüglichen und interessanten Nachmittag.

24.07.05: Jubiläums-Gebirgsausfahrt zum Walmendinger Horn
Vor 25 Jahren hatte Peter Aleksejew im Naturkundeverein angeregt, eine jährliche Gebirgsausfahrt ins Allgäu durchzuführen und sich als botanischer Führer zur Verfügung gestellt. Die erste Ausfahrt führte ins Kleine Walsertal. Ziel war die Gegend um das Walmendinger Horn. Viele interessante Allgäu-Touren folgten, die Gebirgsausfahrt wurde zu einer Institution und die Teilnehmer kamen stets auf ihre Kosten.
Als Jubiläumsausfahrt wurde nunmehr die erste Wanderung um das Walmendinger Horn wiederholt und 58 Teilnehmer erlebten unter der fachkundigen Führung von Peter Aleksejew, Udo Gedack und Hans-Holm Rademann einen rundum gelungen Tag bei idealem Wanderwetter.
Hans-Holm Rademann fungierte als Reiseleiter. Er führte auf dem Horn in die Landschaftsgeschichte ein, Udo Gedack erläuterte die Erdgeschichte der Alpen und gemeinsam wurde der botanische Garten am Horn kommentiert. Hier überraschten vor allem die Fülle der seltenen Strauß-Glockenblumen (Campanula thyrsoides), die außerordentlich füllige Kugel-Orchis (Traunsteinera globosa) sowie die Vielfalt der Bärtigen Glockenblume (Campanula barbata). Hunderte von Arten wussten die Botaniker zu erklären.
Aus drei Wanderungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden konnten die Teilnehmer auswählen. Während Peter Aleksejew eine leichte Wanderung anführte, die er umso mehr mit seinen profunden Kenntnissen würzte, unternahm Hans-H. Rademann eine Führung unterhalb der Ochsenhofer Köpfe. Udo Gedack wiederum unternahm eine anspruchsvollere Tour über den Grat der Ochsenhofer Köpfe, deren Schwierigkeitsgrad durch die kenntnisreichen Pflanzenerklärungen deutlich gemildert wurde. An der Ochsenhofer Scharte trafen sich die beiden Gruppen zum gemeinsamen Rucksackvesper und übertrafen sich mit ihren botaníschen Erlebnissen und Ergebnissen.
Da war von der Halbkugeligen Teufelskralle (Phyteuma hemisphaericum), dem Purpur-Enzian (Gentiana purpurea), dem masten Ferkelkraut (Hypchaeris uniflora) ebenso die Rede wie von der Großblättrigen Garbe (Achillea macrophylla), dem Echten Arnika (Arnica montana) und vielen, auch unscheinbaren Orchideen- und Glockenblumen-Arten. Die Pflanzen der Hochstaudenflora wurden ebenso besprochen wie die Säure liebenden Bärlappe, Farne und Schachtelhalme.
Nach dem Abstieg wurde an der Schwarzwasserhütte nochmals eine kurze Rast eingelegt, ehe man über die Melköde sich bei der Auenhütte zur Rückfahrt traf.
Bei der Heimfahrt bedankte sich der Vorsitzende bei den drei engagierten Botanikern, die den Teilnehmern einen erlebnisreichen Tag beschert haben.

16.07.05: Zwei weitere Führungen am Geologischen Pfad
Seit der Erneuerung des Geologischen Pfades und dem Erscheinen des Rechbergbuches, in dem auch die naturkundlichen Aspekte des Schwäbisch Gmünder Stadtteils beschrieben wurden, bietet der Naturkundeverein wieder verstärkt Führungen am Rechberg an.
Am 16.07.05 startete um 14.30 h eine insektenkundlich-botanische Führung am Jägerhof in Rechberg-Vorderweiler.
Prof. Dr. Andreas Beck, Carola Maier und Prof. Dr. Dieter Rodi erklärten die verschiedenen Schmetterlinge und Insekten und deren Futterpflanzen. Mit einem Detektor wurden die Laute der Heuschrecken verstärkt. Sie werden nicht über Stimmbänder erzeugt, sondern im wesentlichen durch Reiben der Flügel oder Beine. Anhand dieser Laute lassen sich die Arten auch exakte bestimmen.
Um 17.00 h traf sich an der Burgbrücke eine weitere Gruppe zu einer geologisch-botanischen Führung.
Dr. Rodi wies dabei auf die Anpassung der Pflanzen an Mauern, Mauerfüßen, Wegrändern und Trittflächen hin. Er erläuterte anschaulich die sehr unterschiedlichen Pflanzengesellschaften. Werner K. Mayer übernahm den geologischen Teil. Er wies auf die unterschiedlichen Gesteinssorten hin, die beim Bau und Renovation der Burgruine Rechberg verwendet wurden. Von der Dachterrasse aus konnten die markanten Schichtstufen des südwestdeutschen Schichtstufenlandes nachempfunden werden. Anhand der unterschiedlichen Schichtneigung der Wohlgebankten Kalke des Oberjura
wurde auf die besondere tektonische Lage der Gesteinsfolgen im Rechberggraben hingewiesen.

09.07.05: Waldkundlich-naturkundliche Exkursion im Wental
Am Samstag, 09. Juli führten die Untere Forstbehörde des Landratsamtes Heidenheim, der Naturschutzbund (NABU) Steinheim und der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd eine gemeinsame waldkundlich-naturkundliche Exkursion im Wental auf dem Albuch zwischen Bartholomä, Essingen und Steinheim durch. Rund 50 Teilnehmer nahmen daran teil.
Am Spitzbubenstadel gab Prof. Dr. Dieter Rodi anhand von Karten aus dem Wentalbuch eine kurze Einführung in Landschaft, Gesteine, Pflanzenwelt und Naturschutz. Er ging besonders auf die Dolomitfelsen im Trockental mit ihrer seltenen Flora ein.                                                                                                        Beim inzwischen umgestürzten Nilpferd-Felsen führte Revierförster Schührer an Beispielen in die Bedeutung des Totholzes für den Lebensraum Wald ein. Der Botaniker arbeitete mit den Teilnehmern den Unterschied der Vegetation auf Feuersteinen und auf Kalksteinen heraus.                                                               An einer weiter unterhalb gelegenen Sturmschadenfläche wies Oberforsträtin
Dr. Freist-Dorr auf die Verjüngung des Waldes mit besonderer Berücksichtigung der Naturverjüngung, der Standraumentwicklung und des Verbisses hin. Eine Reihe von Farnen und „Schlagpflanzen“ konnten gesucht und vorgestellt werden.

Beim letzten Halt berichtete Revierförster Rösch unter dem Aspekt Waldpflege und Nachhaltigkeit an einem Beispiel über die Methoden der Umwandlung von Fichtenforsten in Mischwälder und ging auf die neuen Arten der Holznutzung ein.

06.07.05: Treffen der Amphibienschutz-Helferinnen und -helfer
Der Umweltschutz-Beauftragte der Stadtverwaltung, Alexander Groll, sowie der NKV luden die zahlreichen Helferinnen und Helfer der diesjährigen Amphibien-Schutzaktion im Schießtal zu einem Treffen ein. Es fand am 06.07.05 um 18.30 h im Vereinsheim der Naturfreunde statt. Alexander Groll sprach den Dank der Verwaltung an die zahlreichen Helfer aus. Er bedankte sich vor allem auch bei Dietmar Bidlingmaier und Dr. Christine Dürr, die maßgeblich die Organisation durchführten.   Er gab die ermittelten Zahlen der Hin- und Rückwanderung bekannt, die den Aufwand an einer der größten Populationen im Land rechtfertigen. Er will auch dafür sorgen, dass künftig noch wirkungsvoller gearbeitet werden kann. Zahlreiche Fragen der Teilnehmer konnte Dietmar Bidlingmaier fachlich zur Zufriedenheit beantworten.
Der erwartete Krötenregen ist bisher ausgeblieben. Die Ursachen sollen in den nächsten Wochen ermittelt werden.

05.07.05: Stadtgeologie in der Innenstadt von Schwäbisch Gmünd
Moderne Städte mit ihren kühnen Fassaden aus Glas, Metallen und Gesteinen aus aller Welt scheinen auf den ersten Blick attraktiv - dennoch sind sie ohne Eigencharakter und beliebig austauschbar.
Wie anders dagegen wirken die Innenstädte, in denen das in der Nähe anstehende Gestein über Jahrzehnte, ja Jahrhunderte verwendet wurde. Sie präsentieren sich als bestaunte Ensembles: Straßburg, Freiburg, Baden-Baden, Frankfurt und Schwäbisch Hall z.B. sind markante Beispiele hierfür.
Auch in Schwäbisch Gmünd wurden über Jahrhunderte für Profan- und Sakralbauten die heimischen Gesteinsarten verwendet. Sie geben der Innenstadt heute noch ein besonders Flair: der Stubensandstein aus den Keuperschichten und der Angulatensandstein aus dem Unteren Jura.
Bei einer geologischen Stadtführung unternahm Werner K. Mayer den Versuch, die im Stadtbild sichtbaren Sedimentgesteine nach ihrer erdgeschichtlichen Herkunft zu gliedern. Er begann an der Johanniskirche und dem Johannisturm, führte die Interessenten über das Glockengässle zum Glockenturm, dem Löwenbrunnen und zum Münster.
Allein am Münster wurden im Laufe der Zeit siebzehn verschiedene Gesteinssorten verarbeitet. Darunter befinden sich neben dem ursprünglichen am Ort gebrochenen Stubensandstein auch der Schlaitdorfer Sandstein, der Maulbronner Sandstein und der Gaggenauer Sandstein. Aus der Trias stammen der Krensheimer Muschelschillkalk und der Crailsheimer Muschelkalk. In neuerer Zeit ist es der Leistadter Sandstein, auch Pfalzsandstein genannt und der Oberkirchener Sandstein, die in der Restauration Verwendung finden.
Weitere interessante Gesteinsstrukturen ergaben sich an der Forster´schen Villa aus Waldhauser Schilfsandstein, dem Steinkreuz am Kroatensteg und dem Fünfknopfturm.
Eine weitere Begehung der Innenstadt wird noch in diesem Herbst stattfinden.

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Stand: 04.09.10